11. Oktober 2023

Refluxzentrum: Schnelle kausale Behandlung bei chronischer Erkrankung

2023-10-20T15:26:00+02:0011. Oktober 2023|

Schnelle kausale Behandlung bei chronischem Reflux

Ein neues Refluxzentrum etabliert sich als Teil der DIAKOVERE Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im DIAKOVERE Henriettenstift. Ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Gastroenterologie und Viszeralchirurgie bietet Betroffenen Beratung und gezielte Hilfe bei gastroösophagealem Reflux.

Reflux ist eine unterschätzte Erkrankung, die Betroffenen massive Probleme bereitet und die Lebensqualität deutlich einschränkt“, sagt der Leiter des Refluxzentrums PD Dr. Peter Vogel. 15 bis 25 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden daran. Laut wissenschaftlicher Leitlinie sind jedoch 30 Prozent der Patientinnen und Patienten trotz medikamentöser Behandlung nicht beschwerdefrei. „Unser Ziel ist daher eine gezielte, zuverlässige und schnellstmögliche Beratung, Diagnostik und Therapie bei chronischem Sodbrennen“, so Vogel.

PD Dr. Peter Vogel
Enge Abstimmung mit dem Patienten:

PD Dr. Peter Vogel im Gespräch mit einem Reflux-Betroffenen.

0 bis
0 Prozent

der deutschen Bevölkerung
leiden an chronischem Reflux.

PD Dr. Peter Vogel (links), und Dr. Henning Peters
Erläutern Therapiemöglichkeiten:

Der Leiter des Refluxzentrums, PD Dr. Peter Vogel (rechts), und Dr. Henning Peters.

Interdisziplinäre Diagnostik

„Zunächst muss geklärt werden, ob es sich wirklich um einen gastroösophagealen Reflux handelt und welche Ursachen den Beschwerden zugrunde liegen“, so Dr. Vogel weiter. Neben den gängigen Verfahren wie einer Gastroskopie erfolgt als Kern der Refluxdiagnostik eine pH-Metrie-Impedanz-Messung sowie die Manometrie zur Druckmessung in der Speiseröhre.

Nach der Auswertung der Untersuchungsergebnisse erfolgt eine gezielte Therapie, die den Betroffenen ein beschwerdefreies Leben ermöglichen kann. Subjektive Leiden sollen gelindert, Progredienz soll eingedämmt und mögliche Komplikationen wie Schädigungen der Ösophagusschleimhaut oder sogar maligne Erkrankungen sollen vermieden werden. „Wir klären ausführlich über die Krankheit, Diagnoseergebnisse sowie Chancen und Risiken aller Behandlungsmöglichkeiten auf. Die Therapieentscheidung treffen die Patientinnen und Patienten“, sagt der leitende Arzt. Auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen werden eng in die Behandlung mit einbezogen.

Operative Versorgung im Refluxzentrum

Hilft eine medikamentöse Therapie nicht oder liegt ein Zwerchfellbruch vor, erfolgt eine kausale Behandlung in Form einer neu eingeführten standardisierten Operationsmethode. Geplant ist eine geregelte Nachsorge über einen Zeitraum von zwei Jahren sowohl bei medikamentöser als auch operativer Therapie.

Beste Ergebnisse durch standardisierte Operationsmethode

Bei chronischem Reflux durch einen geschwächten Schließmechanismus der Speiseröhre oder einen Zwerchfellbruch ist die Operation die einzige kausale Therapie. Sie beseitigt die Ursache der Erkrankung und somit die Symptome. Im Refluxzentrum des DIAKOVERE Henriettenstifts wird unter Leitung von PD Dr. Peter Vogel ein hochstandardisiertes Operationsverfahren angeboten. „In Hannover sind wir die Ersten, die eine Fundoplikatio in dieser Form durchführen“, erklärt der leitende Viszeralchirurg. „Entscheidend ist dabei die Berücksichtigung des Speiseröhrenumfangs. Hält man sich streng an die anatomisch-physiologischen Gegebenheiten, können zuverlässige Ergebnisse erreicht werden. Bei Abweichungen erhöht sich das Risiko unerwünschter Folgen wie einer Dysphagie“, so Dr. Vogel.

PD Dr. Peter Vogel

Kontakt

PD Dr. Peter Vogel
Leiter Refluxzentrum
Senior Consultant
Telefon: (05 11) 289-24 48
E-Mail: peter.vogel@diakovere.de

27. Juni 2023

Gynäkologische Onkologie: Neue Ärztin im MVZ und im DIAKOVERE Henriettenstift

2023-07-05T11:03:13+02:0027. Juni 2023|

Gynäkologische Onkologie: Ganzheitliche Betreuung und individuelle Therapie im MVZ

In der gynäkologischen Onkologie sind Expertinnen und Experten mit fundiertem Wissen, Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Patientinnen von entscheidender Bedeutung – ambulant wie stationär. Dr. Wenke Wichmann verstärkt ab sofort das Team in der Zweigpraxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Calenberger Neustadt am Standort Kirchrode in Hannover.

Mit Gynäkologin Dr. Wenke Wichmann hat die DIAKOVERE eine kompetente Nachfolgerin für Dr. Iris Schrader in der Zweigpraxis des MVZ Calenberger Neustadt am Standort Kirchrode gefunden. Dr. Iris Schrader beendet aus Altersgründen ihre langjährige Tätigkeit im MVZ und im Henriettenstift. Ihre Nachfolgerin war zuvor am Universitätsklinikum Dresden tätig.

Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen werden am Standort Kirchrode in den Räumen des DIAKOVERE Henriettenstifts an der Schwemannstraße in Hannover umfassend ambulant behandelt und betreut. Die Patientinnen profitieren vom gesamten Spektrum der modernen Diagnostik und der kurzen Wege zur Klinik. Die Frauenklinik mit ihren beiden Standorten am Henriettenstift und am Friederikenstift ist als Brustzentrum sowie als Gynäkologisches Krebszentrum zertifiziert.

Neue Frauenärztin im MVZ Calenberger Neustadt:

Gynäkologin Dr. Wenke Wichmann untersucht eine Patientin.

Ganzheitliche Betreuung und individuelle Therapie

Bereits während ihrer Weiterbildung am Universitätsklinikum Dresden legte Dr. Wichmann ihren Schwerpunkt auf die Krankheitsbilder der gynäkologischen Onkologie. Ihre Expertise in der Diagnostik und Therapie von gynäkologischen Malignomen hat sie zu einer erfahrenen Spezialistin auf diesem Gebiet gemacht. Ihre Tätigkeit am Universitätsklinikum Dresden konzentrierte sich auf die Gyn-Onkologie-Sprechstunde des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) sowie auf die Familiäre Brust- und Eierstockkrebs-Sprechstunde.

Dr. Wichmann hat daher besonders viel Erfahrung in der Betreuung von gynäkologischen Krebspatientinnen: „Ich verfolge hier einen ganzheitlichen Ansatz von der Diagnose bis zur Nachsorge“, sagt die Frauenärztin. Das bedeutet nicht nur, Stanzbiopsien und (Mamma-)Sonografien durchzuführen, sondern auch individualisierte Therapiekonzepte zu entwickeln, sowohl operative als auch systemische, die auf die Bedürfnisse der einzelnen Patientinnen zugeschnitten sind.

Therapie für die Seele der Patientinnen

Die umfassende psychosoziale Betreuung der Patientinnen ist ein weiterer wichtiger Aspekt von Wichmanns Arbeit in der Zweigpraxis. Durch die Unterstützung in jeder Phase der Behandlung wird sichergestellt, dass die Patientinnen nicht nur in medizinischer Hinsicht, sondern auch in emotionaler und seelischer Hinsicht gut betreut werden.

Das Management von Nebenwirkungen und therapieassoziierten Symptomen gehört neben den verschiedenen zytostatischen, immunmodulatorischen und antihormonellen Therapien ebenso dazu wie die palliativmedizinische Betreuung der Patientinnen. Hier arbeitet die Zweigpraxis eng mit dem ambulanten Palliativdienst der DIAKOVERE Pflegedienste sowie dem DIAKOVERE Uhlhorn Hospiz zusammen. Ziel ist, dass die Patientinnen eine langfristige und kontinuierliche Begleitung erhalten.

Wichmann ist neue Ansprechpartnerin

Die gynäkologische Onkologie erfordert Fachleute, die nicht nur über medizinisches Wissen verfügen, sondern auch einfühlsam und engagiert sind. Dr. Wenke Wichmann, die ihre umfangreiche Erfahrung aus dem Universitätsklinikum Dresden in das MVZ Calenberger-Neustadt in enger Zusammenarbeit mit der DIAKOVERE Frauenklinik in Hannover einbringt, ist ab sofort Ansprechpartnerin in der ambulanten Versorgung für gynäkologisch-onkologische Patientinnen. Sie sagt: „Ich freue mich besonders auf die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen, um gemeinsam die bestmögliche Versorgung für unsere Patientinnen zu gewährleisten. Durch den interdisziplinären Ansatz können wir eine ganzheitliche Betreuung gewährleisten, die den individuellen Bedürfnissen jeder Patientin gerecht wird.“

„Ich verfolge hier einen ganzheitlichen Ansatz von der Diagnose bis zur Nachsorge.“

Dr. Wenke Wichmann

Kontakt

Dr. Wenke Wichmann
Zweigpraxis des MVZ Calenberger Neustadt
Gynäkologische Onkologie
Schwemannstraße 17
30559 Hannover
Telefon: (05 11) 52 48 52 83
E-Mail: info.mvz@diakovere.de

Prostatazentrum: Fokus auf individueller Therapie

2023-07-05T11:03:18+02:0023. Juni 2023|

Prostatazentrum: Fokus auf individueller Therapie

Das Prostatazentrum im DIAKOVERE Friederikenstift in Hannover bietet als Teil der Urologischen Klinik interdisziplinäre Kompetenz bei Diagnostik und Therapie von Prostataerkrankungen. Die deutsche Krebsgesellschaft hat das Zentrum für seine exzellente Expertise zertifiziert.

Das erfahrene zehnköpfige ärztliche Team um Chefarzt PD Dr. Stefan Conrad sorgt für die optimale medizinische Betreuung der Patienten mit Prostatakrebserkrankungen, aber auch mit benigner Prostatahyperplasie. Im Jahr 2009 wurde das Zentrum als zweites Prostatakrebszentrum in Niedersachsen durch die deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert.

Visite:

Der leitende Oberarzt Jürgen Zeuschner (Mitte) bespricht mit dem Ärzteteam die Therapie für den nächsten Patienten.

Individuell abgestimmte Therapien

Die Zusammenarbeit der Klinik mit der im Haus befindlichen Strahlentherapie und Disziplinen wie Onkologie, Pathologie oder Nuklearmedizin gewährleistet die bestmögliche Behandlung bei Prostatakrebs. In prä- und posttherapeutischen Konferenzen sowie durch persönliche Patientengespräche wird die individuell optimale Therapie gewählt. „Unser Ziel ist immer eine Stabilisierung oder Verbesserung der Lebenserwartung und Lebensqualität unserer Patienten“, sagt der Chefarzt.

Moderne Diagnostik zur Früherkennung

„Rund 69.000 Neuerkrankungen von Prostatakrebs treten jährlich in Deutschland auf, mit etwa 15.000 Todesfällen ist Prostatakrebs die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache bei Männern“, erklärt PD Dr. Conrad. Eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung für Männer ab 45 Jahren mit Tastuntersuchung und PSA-Wert-Bestimmung sowie Sonografie und MRT bei Tumorverdacht ist wichtig für eine frühe Diagnose. „Wir setzen dabei unter anderem die Fusionsbiopsie als Mittel für eine schonende und effektive Diagnostik ein“, so Dr. Conrad.

Rund 2000 operative Eingriffe im Jahr

Wird der Tumor früh erkannt, ist oft eine aktive Überwachung ohne sofortige Therapie ausreichend. Kurativ kommen neben der operativen Prostatektomie (RPE) die Strahlentherapie, auch hypofraktioniert sowie im adjuvanten und palliativen Setting, zum Einsatz. Zudem wird die kombinierte Brachytherapie mit hoher Dosisrate (HDR) und perkutaner Nachbestrahlung angewandt. In der operativen Therapie der benignen Prostatavergrößerung hat neben der transurethralen Resektion der Prostata (TURP) die minimalinvasive Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) einen großen Stellenwert als schonende OP-Methode.

„Wir setzen unter anderem die Fusionsbiopsie als Mittel für eine schonende und effektive Diagnostik ein.“

Dr. med. Stefan Conrad

Rund 0
Neuerkrankungen von Prostatakrebs treten jährlich in Deutschland auf.

Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP)

Bei der operativen Therapie von gutartigen Prostatavergrößerungen setzt das Prostatazentrum im DIAKOVERE Friederikenstift bereits seit rund zehn Jahren die HoLEP als schonendes minimalinvasives Operationsverfahren ein. Mittlerweile gilt diese Technik auch in den europaweit geltenden Leitlinien als Therapie der Wahl. „Rund 250 Eingriffe führen wir jährlich in dieser Technik durch. Das sind etwa fünf OPs pro Woche“, sagt Chefarzt PD Dr. Stefan Conrad. Der Vorteil dieser Methode ist im Vergleich zur herkömmlichen transurethralen Resektion der Prostata (TURP) und der offenen Adenomektomie ein minimalinvasiver Zugang mit deutlich geringerem Blutverlust.

Kontakt

Privatdozent Dr. med. Stefan Conrad
Chefarzt Urologische Klinik
DIAKOVERE Friederikenstift
Telefon: (05 11) 129-2341
E-Mail: stefan.conrad@diakovere.de

Notaufnahmezentrum: Zeit ist hier der entscheidende Faktor

2023-07-05T11:03:25+02:0023. Juni 2023|

Notaufnahme: Zeit ist hier
der entscheidende Faktor

Das Notaufnahmezentrum der DIAKOVERE besteht aus den beiden interdisziplinären Zentralen Notaufnahmen im DIAKOVERE Friederikenstift und im Henriettenstift. Es arbeitet gemeinsam an durchdachten Konzepten für optimierte Arbeitsabläufe und kürzere Wartezeiten.

Für eine schnelle Notfallversorgung setzt das Team des DIAKOVERE Notaufnahmezentrums auf abgestimmte Maßnahmen und kurze Wege. „Zielführend ist unter anderem eine optimierte Kommunikation zwischen Niedergelassenen und Notaufnahmen“, sagt Dr. Sven Wolf, Ärztlicher Leiter des Zentrums.

Alles im Blick:

Im Team des Notfallaufnahmezentrums der DIAKOVERE sind schnelle Entscheidungen gefragt.

Ankommen in der Notaufnahme:

Eine Patientin wird aufgenommen.

Wartezeiten reduzieren

„Im Team erarbeiten wir eine Art Hotline, um zunächst die Erreichbarkeit unserer beiden Ambulanzen zu vereinfachen. So können Doppeldiagnostiken vermieden und Ressourcen geschont werden.“ Im Sinne der Notaufnahmen wäre eine intensivierte Anwendung der wenig bekannten IVENA-Versorgungsplattform durch Zuweisende wünschenswert, um Wartezeiten zu reduzieren, so Dr. Wolf. „Weiter entwerfen wir ein Konzept, um Niedergelassene und ZNAs praktisch und sektorübergreifend bei weniger akuten Fällen zu entlasten.“

Schnelle Versorgung

Rund 19.000 Notfallkontakte jährlich werden im Henriettenstift und 38.000 im Friederikenstift gezählt. Um eine schnellstmögliche Versorgung einleiten zu können, erfolgt nach der Anmeldung eine Ersteinschätzung der Dringlichkeit anhand des Manchester-Triage-Systems (MTS). Ein digitales Belegungsmanagement sorgt nach der Erstversorgung und Diagnosestellung dafür, dass Betroffene für die individuelle Weiterversorgung umgehend auf die Stationen verlegt werden. Perspektivisch ist dies auch für den elektiven Bereich geplant, um die zeitnahe und verbindliche Terminvergabe zu optimieren.

Zwei Notaufnahmen mit Spezialisierungen

Rund um die Uhr stehen Spezialistinnen und Spezialisten der Fachbereiche Innere Medizin, Neurologie sowie Chirurgie in den Notaufnahmen zur Verfügung, um eine umfassende Behandlung mit hoher Versorgungsqualität zu gewährleisten. Weitere Fachabteilungen wie Urologie, Handchirurgie oder Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie können hinzugezogen werden. Schnelle Diagnostik und Therapien wie die Notfall-Thrombektomie im Henriettenstift sowie die Versorgung von Flusssäureverätzungen im Friederiken-stift sind ebenfalls verfügbar. Alle Mitarbeitenden der Notaufnahmen sind mittels Fachweiterbildungen hoch qualifiziert.

„Wir entwerfen ein Konzept, um Niedergelassene und ZNAs praktisch und sektorübergreifend (…) zu entlasten.“

Dr. med. Sven Wolf

0 Notfälle
jährlich werden im Friederikenstift und 19.000 im Henriettenstift versorgt.

Mit IVENA eHealth lange Wartezeiten vermeiden

Besonders bei zeitkritischen Notfällen hilft die interdisziplinäre Online-Versorgungsplattform IVENA eHealth, Patientinnen und Patienten schnellstmöglich und ohne lange Wartezeit versorgen zu können. In Echtzeit wird durch den detaillierten Krankenhaus-Versorgungsnachweis oder auch Bettennachweis die Nutzung von Krankenhauskapazitäten effektiv unterstützt. „Auch für Privatpersonen und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist die Plattform praktisch“, erklärt Dr. Sven Wolf, ärztlicher Leiter des DIAKOVERE Notaufnahmezentrums. „Übersichtlich zeigen sie die aktuellen Behandlungs- und Versorgungskapazitäten der einzelnen Krankenhäuser.“

Die Übersicht ist hier abrufbar: www.ivena-niedersachsen.de.

Kontakt

Dr. med. Sven Wolf
Ärztliche Leitung
DIAKOVERE Notaufnahmezentrum
Telefon: (05 11) 129-2861
E-Mail: sven.wolf@diakovere.de

Innere Medizin: Notfallversorgung in der kardiovaskulären Medizin

2023-07-05T11:03:30+02:0023. Juni 2023|

INNERE MEDIZIN: NOTFALLVERSORGUNG IN DER KARDIOVASKULÄREN MEDIZIN

Die Medizinische Klinik I im DIAKOVERE Henriettenstift umfasst als Teil des Zentrums für Innere Medizin die gesamte internistische Notfallversorgung in den Bereichen Kardiologie, Angiologie, Pulmologie und internistische Intensivmedizin. Das Haus verfügt damit über eine optimale Versorgungsstruktur für Akut- und Intensivfälle.

Zunächst als allgemeine internistische Abteilung angelegt, hat sich die Klinik seit 2004 unter der Leitung von Prof. Dr. med. Thomas Weiss auf kardiovaskuläre Medizin spezialisiert. Das 26-köpfige ärztliche Team führt jährlich mehr als 30.000 Maßnahmen wie Herzkatheteruntersuchungen, Echokardiografien, Duplexuntersuchungen der peripheren Gefäße, Oberbauchsonografien oder Bronchoskopien durch. Insgesamt stehen der kardiologisch-internistischen Klinik bis zu 70 Betten zur Verfügung. „Über 90 Prozent der Betroffenen kommen über die konservative Notaufnahme zu uns“, sagt Prof. Weiss. Dabei stellen Menschen mit Herzinfarkten, dekompensierter Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen die größte Gruppe. Danach folgen Patientinnen und Patienten mit Atemwegserkrankungen wie Pneumonien oder exacerbierten chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) sowie Erkrankungen des Gefäßsystems.

Spezialgebiet Echokardiografie:

Oberarzt Dr. Martin Fuchs, Facharzt für Innere Medizin, Interventionelle Kardiologie und Angiologie, untersucht einen Patienten.

Daten sammeln für die Diagnose:

Ein Belastungs-EKG gibt Oberarzt Dr. Martin Fuchs wichtige Informationen über den körperlichen Zustand des Patienten.

Im Team zur besten Behandlung

Über die Notaufnahme gelangen im Jahr rund 3.000 Erkrankte auf die internistischen Stationen. Durch die engmaschige Überwachung und die hohe fachärztliche Präsenz können Diagnostik und Therapie schnell erfolgen. „Der Vorteil unserer Klinik sind kurze Wege sowie die direkte kollegiale Absprache und Interaktion im Team“, sagt der Chefarzt. Enge Kooperationen mit den anderen Kliniken aus dem Verbund wie der Neurologie oder Gefäßchirurgie sichern zusätzlich eine bestmögliche Versorgung. Etwa 800 akut lebensbedrohlich Erkrankte werden direkt auf der interdisziplinären Intensiv- oder Intermediate Care Station aufgenommen. „Eine optimierte Verfügbarkeit der allgemeinen Krankengeschichte, wie in der elektronischen Patientenakte mit einer Übersicht der durchgeführten Diagnostik und Therapie, würde die Arbeit erleichtern. So könnte zeitsparender im Sinne der Betroffenen gehandelt werden“, erläutert Prof. Dr. Weiss.

Hoch konzentriert:

Chefarzt Prof. Dr. Thomas Weiss (rechts) und Oberarzt Dr. Waldemar Hein stehen gemeinsam im OP.

PFO-Verschlüsse als neue Therapie

Bereits seit 2008 nimmt die invasive Kardiologie mit dem Herzkatheterlabor einen großen Versorgungspart ein. Rund 1.000 Herzkatheteruntersuchungen sowie Schrittmacher- oder ICD-Implantationen werden im Jahr durchgeführt. Ein Großteil der Kardiologinnen und Kardiologen besitzt die Zusatzqualifikation „Interventionelle Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Rund um die Uhr sichert das hoch spezialisierte Team die Versorgung bei Herzinfarkten. Als Teil des Herzinfarkt-Netzwerkes Hannover beteiligt sich die Klinik an der gemeinsamen Optimierung von Behandlungsabläufen. Seit Ende 2022 werden in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie routinemäßig PFO-Verschlüsse bei persistierendem Foramen ovale zur Vermeidung von Schlaganfällen durchgeführt. Im Jahr erfolgen mehr als 3.000 echokardiografische Untersuchungen inklusive 3-D- sowie transösophagale Echokardiografien. Für spezielle Fragestellungen stehen in der Radiologie und Nuklearmedizin Cardio-CT und -MRT sowie alle nuklearmedizinischen Verfahren zur Verfügung. „Wir behandeln etwa 800 Betroffene mit dekompensierter Herzinsuffizienz und etwas mehr als 300 mit Herzrhythmusstörungen pro Jahr“, sagt der Chefarzt. Prof. Dr. Weiss verfügt als einer von zwei Ärzten im Haus über die Zusatzqualifikation „Herzinsuffizienz“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie für spezielle kardiologische Kompetenzen.

Expertise bei Durchblutungsstörungen und Atemwegserkrankungen

Ein weiteres großes Arbeitsgebiet der Klinik ist die Angiologie. Hier besteht eine große Expertise bei der vaskulären sonografischen Untersuchung von arteriellen und venösen Veränderungen, wie zum Beispiel Thrombosen oder arteriellen Durchblutungsstörungen. Pro Jahr werden mehr als 800 Duplexsonografien durchgeführt. Zudem werden auch etwa 600 Patientinnen und Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen wie Pneumonien oder COPD medikamentös oder auch mithilfe von invasiven und nichtinvasiven Beatmungsmaßnahmen behandelt.

„Der Vorteil unserer Klinik sind kurze Wege sowie die direkte kollegiale Absprache und Interaktion im Team.“

Prof. Dr. med. Thomas Weiss

Spezialgebiet Angiologie:

Durch einen dünnen Kanal wird ein Katheter in die Gefäße der Patientin oder des Patienten geführt.

Neben dem OP:

Eine Mitarbeiterin überwacht an den Bildschirmen die Vitalfunktionen des Patienten.

Herzinsuffizienz Netzwerk Niedersachsen

Die Medizinische Klinik I unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Weiss ist Teil des Herzinsuffizienz Netzwerks Niedersachsen. Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluss von Kliniken und Arztpraxen, die sich auf die Behandlung der Herzinsuffizienz spezialisiert haben. Das Netzwerk bildet zum einen die Schnittstelle zwischen Kliniken und Praxen. Zum anderen werden in den regelmäßigen fachübergreifenden Zusammenkünften Behandlungspfade zu sinnvollen Therapien für die Betroffenen erarbeitet. „Der rege fachliche Austausch und die Ansprechpartner der Kliniken als Backup sorgen für eine bestmögliche Behandlung der Betroffenen“, so Prof. Dr. Weiss.

Kontakt

Prof. Dr. med. Thomas Weiss, FESC
Chefarzt Medizinische Klinik I
Zentrum für Innere Medizin
DIAKOVERE Henriettenstift
Telefon: (05 11) 289-2630
E-Mail: kardiologie.dkh@diakovere.de

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