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30. September 2026

Neue Steuerung: direkte Wege in die passende Versorgung

2026-09-30T13:14:10+02:0030. September 2026|

Neue Steuerung: direkte Wege in die passende Versorgung

DIAKOVERE will niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten einen schnellen und unkomplizierten Zugang zur Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten anbieten. Dafür wurden in den vergangenen drei Monaten die bestehenden Zuweisungsprozesse analysiert, Abläufe überprüft, Schwachstellen identifiziert und konkrete Potenziale abgeleitet. Die Ergebnisse fließen derzeit in verbindliche Strukturen und Prozesse sowie klare Zuständigkeiten ein. Ziel ist ein schnellerer und gezielterer Zugang zur jeweils passenden Versorgung.

Neue Wege bei der Zuweisung

Patientinnen und Patienten gelangen zur weiteren Abklärung oft in eine Zentrale Notaufnahme (ZNA). Meistens ist eine Versorgung über die ZNA nicht erforderlich und bindet Ressourcen, die für tatsächliche Notfälle benötigt werden. DIAKOVERE schafft deshalb neue Steuerungsstrukturen, die einen direkten Weg in den medizinisch und pflegerisch geeigneten Fachbereich ermöglichen – ohne Umweg über die ZNA. Mehr zu den neuen Zugangs- und Zuweisungswegen erfahren Sie in den kommenden Ausgaben.

Weitere Infos und Fortbildungen

Ab Anfang 2027 erscheint „Medizin Plus – Der Zuweiser-Newsletter von DIAKOVERE“ digital und ersetzt die bisherige Printausgabe. DIAKOVERE informiert darin weiterhin über neue Angebote, organisatorische Änderungen und relevante Themen für zuweisende Ärztinnen und Ärzte. Ebenfalls 2027 startet unter der Leitung des Ärztlichen Direktors Professor Dr. Ahmed Madisch eine Fortbildungsreihe für Ärztinnen und Ärzte aus internistischen und allgemein-medizinischen Praxen. Im Mittelpunkt stehen relevante Themen der ambulanten und der stationären Versorgung.

Bleiben Sie informiert und melden Sie sich hier zum Zuweisenden-Newsletter von DIAKOVERE an.

Notfallversorgung neu vernetzt

2026-09-30T13:14:23+02:0030. September 2026|

Alles im Blick:

In der ZNA laufen alle Informationen zusammen. Auch Rettungprotokolle werden elektronisch übermittelt.

Notfallversorgung neu vernetzt

Die Interdisziplinären Zentralen Notaufnahmen (ZNA) von DIAKOVERE im Henrietten- und im Friederikenstift entwickeln neue Steuerungsstrukturen für die Notfallversorgung. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten frühzeitig in die passende Versorgung zu führen und die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu verbessern.

Hintergrund ist ein verändertes Patientenaufkommen. Immer häufiger benötigen Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme keine klassische Notfallbehandlung, sondern eine kurzfristige fachärztliche Einschätzung oder eine gezielte Weiterbehandlung. Hierfür entstehen neue Versorgungswege, digitale Prozesse und engere Schnittstellen zwischen Klinik und ambulanter Versorgung.

Zentrales Service- und Kommunikationsmanagement

Bereits heute koordiniert das standortübergreifende Zentrale Belegungsmanagement stationäre Aufnahmen frühzeitig und nutzt freie Kapazitäten effizient. Dadurch können Betten schneller vergeben, Wartezeiten für Patientinnen und Patienten reduziert und Behandlungsabläufe aus der Notaufnahme heraus besser gesteuert werden. Die Neuorganisation des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes trägt außerdem zur Entlastung der Notaufnahmen bei. Über die Nummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes erhalten ambulant behandelbare Patientinnen und Patienten zunehmend telemedizinische Beratung oder werden direkt in geeignete Versorgungsstrukturen vermittelt. Auf dieser sektorenübergreifenden Zusammenarbeit möchte DIAKOVERE künftig weiter aufbauen.

„Wichtig ist eine sektorenübergreifende Versorgung, die Akutbehandlung, Medikation und Weiterbetreuung bereits in der Notaufnahme gemeinsam denkt.“
Dr. Sven Wolf

Perspektivisch entsteht ein zentrales Service- und Kommunikationsmanagement, das die Abstimmung mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten erleichtert und Zuweisungen effizienter koordiniert. Über definierte Ansprechpersonen sowie zukünftig digitale Terminsteuerungen sollen die passenden Fachbereiche schneller erreicht werden. Gleichzeitig entstehen neue Behandlungspfade für sogenannte semiakute Patientinnen und Patienten, die keine unmittelbare Notfallversorgung benötigen, aber zeitnah fachärztlich vorgestellt werden sollten. „Wir wollen Menschen nicht wegschicken“, so Dr. Sven Wolf, Chefarzt des Notaufnahmezentrums. „Unser Ziel ist es, dass sie von Anfang an an der richtigen Stelle versorgt werden.“

Gut koordiniert:

In der ZNA greifen Rettungsdienst, Aufnahme und weitere Versorgung ineinander.

Digitale Prozesse sinnvoll nutzen

Parallel entwickelt DIAKOVERE ihre digitalen Abläufe weiter. Rettungsdienstprotokolle werden bereits seit über einem Jahr elektronisch übermittelt, sodass medizinische Informationen schon vor Ankunft in der Notaufnahme verfügbar sind. Darüber hinaus bereitet die ZNA im Hentiettenstift den Einsatz einer KI-gestützten Anamnese in Form der symptoX-
Anamnese-„Telefonzelle“ vor. Sie soll im Aufnahmebereich der Notaufnahme für gehfähige Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. Noch vor dem ärztlichen Erstgespräch können dort standardisierte Informationen wie Vorerkrankungen, Allergien oder Voroperationen angegeben, digital mehrsprachig erfasst und direkt in das Krankenhausinformationssystem übernommen werden. Das schafft Zeit für die medizinische Versorgung und verbessert gleichzeitig die Qualität der verfügbaren Informationen.

Erste fachärztliche Einschätzung:

Dr. Sven Wolf untersucht eine Patientin und legt die weitere Behandlung fest.

Neben neuen Steuerungs- und Versorgungsstrukturen richtet die ZNA ihren Blick zunehmend auf die medizinischen Anforderungen der Notfallmedizin von morgen. Insbesondere die geriatrische Notfallmedizin rückt angesichts einer älter werdenden Bevölkerung weiter in den Fokus. „Wichtig ist eine sektorenübergreifende Versorgung, die Akutbehandlung, Medikation und Weiterbetreuung bereits in der Notaufnahme gemeinsam denkt“, erklärt der Chefarzt.

Geriatrische Notfallmedizin

Ältere Notfallpatientinnen und -patienten benötigen häufig mehr als eine akute Behandlung. Ziel ist eine frühzeitige Gesamteinschätzung der Versorgungssituation bereits in der Notaufnahme. Dazu gehören die strukturierte Überprüfung der Medikation, die Abstimmung der Therapieziele sowie die frühzeitige Planung der Weiterbehandlung gemeinsam mit Hausärztinnen und -ärzten. „Die geriatrische Notfallmedizin wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Da stehen wir im Gegensatz zu anderen Ländern erst am Anfang“, sagt Dr. Sven Wolf, Chefarzt des DIAKOVERE Notaufnahmezentrums. So können unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden und die Versorgung besser auf die individuellen Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt werden.

Kontakt

Dr. Sven Wolf
Chefarzt Notaufnahmezentrum

Telefon: (05 11) 129-2861
E-Mail: sven.wolf@diakovere.de

Gelenkersatz neu denken

2026-09-30T13:14:30+02:0030. September 2026|

Gelenkersatz neu denken

Das Department Endoprothetik, Gelenkerhalt & Prävention im DIAKOVERE Annastift entwickelt die Endoprothetik weiter. Im Mittelpunkt stehen heute Prävention, gelenkerhaltende Therapien und eine individuell geplante Versorgung über verschiedene Lebensphasen hinweg.

Endoprothetik bedeutet heute mehr als den Ersatz eines verschlissenen Gelenks", erklärt Prof. Dr. Henning Windhagen, Chefarzt des Departments. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, moderne Operationsverfahren und eine zunehmend personalisierte Behandlung eröffnen die Möglichkeit, Gelenke länger zu erhalten und operative Eingriffe gezielter auf die persönliche Situation der Patientinnen und Patienten abzustimmen. 

Im Gespräch:

Prof. Dr. Henning Windhagen tauscht sich mit den ärztlichen Teams der Klinik für Orthopädie im DIAKOVERE Annastift zu einer OP aus.

Individuelle, langfristige Versorgung

„Die Gelenke begleiten uns durch unser ganzes Leben. Daher sehen wir die Versorgung als langfristigen Behandlungsprozess“, erklärt der Chefarzt und Leiter des Endoprothetikzentrums. Dieser Ansatz rückt nicht mehr allein die Versorgung eines arthrotischen Gelenks in den Fokus. Jüngere Betroffene profitieren von gelenkerhaltenden Eingriffen und Korrekturen wie der periazetabulären Osteotomie (PAO), beispielsweise bei angeborenen Hüftdysplasien, um einen Gelenkersatz möglichst lange hinauszuzögern.

„Wir müssen den gesamten Menschen betrachten, nicht nur das einzelne Gelenk. Prävention beginnt, lange bevor eine Prothese notwendig wird.“
Prof. Dr. Henning Windhagen

Wird eine Endoprothese notwendig, erfolgt die Versorgung heute deutlich stärker personalisiert. Anatomische Besonderheiten, etwa X- oder O-Beinstellungen, werden gezielt berücksichtigt. Robotische Assistenzsysteme unterstützen insbesondere in der Knieendoprothetik eine hochpräzise Implantation. An der Hüfte kommen sie vor allem bei komplexen Fehlstellungen zum Einsatz. Auch die Nachbehandlung erfolgt konsequent nach Alter, Mobilität und individuellen Voraussetzungen. „Wir behandeln nicht mehr jede Patientin und jeden Patienten nach demselben Schema. Der Mensch mit seinen individuellen Voraussetzungen steht heute noch stärker im Mittelpunkt als früher“, beschreibt Prof. Dr. Windhagen die Entwicklung.

Seitliches Hüftschmerzsyndrom

Hinter seitlichen Hüftschmerzen steckt häufig keine Arthrose, sondern eine Schädigung der Glutealsehnen. „Eine sorgfältige klinische Untersuchung und die MRT-Diagnostik ermöglichen eine klare Abgrenzung“, so Prof. Dr. Henning Windhagen, Chefarzt des DIAKOVERE Departments für Endoprothetik, Gelenkersatz & Prävention. Im frühen Stadium helfen gezieltes Krafttraining und regenerative sowie vorausschauende Verfahren (ACP). Bei ausgeprägten Sehnenverletzungen kommen rekonstruktive Verfahren mit Sehnenrefixation und Kollagenaugmentation zum Einsatz. Eine frühzeitige Differenzialdiagnose kann unnötige Endoprothesen vermeiden und gelenkerhaltende Therapien ermöglichen.

Spezialisierung schafft Sicherheit

Parallel hat das Department seine Rolle als überregionales Zentrum für komplexe endoprothetische Eingriffe weiter ausgebaut. Einen Schwerpunkt bilden schwierige Erstimplantationen bei angeborenen komplexen Fehlbildungen oder ausgeprägten Fehlstellungen sowie Wechseloperationen bei gelockerten oder fehlgeschlagenen Implantaten. Rund 200 Hüft- und Kniewechselprothesen werden jährlich implantiert. Nach Einschätzungen von Prof. Dr. Windhagen sind hohe Fallzahlen, spezialisierte Teams und eine entsprechende technische Ausstattung entscheidende Voraussetzungen für eine hohe Behandlungsqualität. Diese spiegelt sich auch in den Auswertungen des Endoprothesenregisters Deutschland sowie den Qualitätsanalysen verschiedener Krankenkassen wider.

Nah am Menschen:

Prof. Dr. Henning Windhagen klärt eine Patientin über einen Kniegelenkersatz auf.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Endoprothetik. Das Department beteiligt sich an Forschungsprojekten zur Sicherheit und Langlebigkeit von Implantaten. Ziel ist es, Wechseloperationen möglichst zu vermeiden und langfristig neue Reparaturkonzepte für Implantate zu entwickeln. Gleichzeitig rücken Prävention und konservative Maßnahmen stärker in den Fokus. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, welchen Einfluss Faktoren wie Muskelkraft, Bewegung und Übergewicht auf die langfristige Gelenkgesundheit haben. „Wir müssen den gesamten Menschen betrachten, nicht nur das einzelne Gelenk. Prävention beginnt, lange bevor eine Prothese notwendig wird“, betont Prof. Dr. Windhagen.

Medizinstrategie 2035: kontinuierliche Versorgung über Sektorengrenzen hinweg

2026-09-30T13:14:35+02:0030. September 2026|

Langzeitmedizin im Fokus:

Gerade für ältere Patientinnen und Patienten ist der Krankenhausaufenthalt oft nur eine Etappe auf dem weiteren Behandlungsweg.

Medizinstrategie 2035: kontinuierliche Versorgung über Sektorengrenzen hinweg

Neben der Akut- und Notfallmedizin bildet die Langzeitmedizin den zweiten Schwerpunkt der DIAKOVERE Medizinstrategie 2035. Dahinter steht die Idee, Versorgung bei chronischen, geriatrischen und komplexen Krankheitsverläufen als zusammenhängenden Prozess zu organisieren.

Ein Krankenhausaufenthalt ist für viele Patientinnen und Patienten nur ein Teil eines längeren Behandlungsverlaufs. Das gilt insbesondere für ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen sowie für Patientinnen und Patienten nach schweren Verletzungen oder mit onkologischen, neurologischen und chronischen Erkrankungen. Für den Behandlungserfolg ist deshalb entscheidend, dass die einzelnen Versorgungsabschnitte gut ineinandergreifen.

Genau hier setzt die Medizinstrategie 2035 an. Nach der Vorstellung des Strukturprinzips 2–5–2 in einer früheren Ausgabe steht diesmal die Langzeitmedizin im Mittelpunkt. Langzeitmedizin bedeutet nicht längere Krankenhausaufenthalte, sondern eine kontinuierliche und koordinierte Versorgung über Sektorengrenzen hinweg. Nach einem Sturz kann beispielsweise neben der Akutversorgung auch eine geriatrische Mitbehandlung, Rehabilitation oder ambulante Weiterbetreuung erforderlich sein. Ziel ist ein abgestimmter Behandlungsweg mit klaren Zuständigkeiten und verlässlichen Übergängen.
DIAKOVERE will dafür die Kompetenzen von Henrietten-stift und Annastift bündeln und weiterentwickeln.

Behandlungspfade verbinden Fachdisziplinen

Den medizinischen Rahmen bilden die fünf Behandlungspfade der Medizinstrategie: Notfall- und Traumakette, Mobilität und Teilhabe, onkologische Zentren und Therapie, Altern im Gleichgewicht sowie Mutter-Kind. Ausgangspunkt ist der individuelle Versorgungsbedarf. Die Behandlungspfade verbinden Fachdisziplinen sowie ambulante, stationäre, tagesklinische und rehabilitative Leistungen durch abgestimmte Abläufe und verlässliche Übergänge.

Was bedeutet das für zuweisende Praxen?

Zuweisende Ärztinnen und Ärzte sind ein zentraler Teil der Versorgungsketten. Sie kennen die Krankengeschichte, Begleiterkrankungen und das persönliche Umfeld ihrer Patientinnen und Patienten und begleiten sie vor und nach dem Krankenhausaufenthalt. Eine enge Abstimmung zwischen Praxis und Klinik ist deshalb entscheidend.

Für den Praxisalltag sind vor allem feste Zuständigkeiten und Ansprechpersonen, transparente Zugangswege und ein zuverlässiger Informationsfluss wichtig. Mit dem gebündelten Zuweisungsmanagement schafft DIAKOVERE
dafür einen zentralen Baustein. Persönliche Kontakte bleiben erhalten und werden durch klare Strukturen und verlässliche Erreichbarkeiten ergänzt.

Entwicklung in Etappen

Die Medizinstrategie 2035 wird schrittweise umgesetzt. Infrastrukturentscheidungen werden erst nach Prüfung der Umsetzbarkeit und in Abstimmung mit den zuständigen Stellen getroffen. Für zuweisende Praxen gilt weiterhin: Die Versorgung an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift wird verlässlich fortgeführt. Medizinische Leistungen, Einweisungswege und Ansprechpersonen bleiben zunächst erhalten. Die Prüfung eines Schwerpunkts für Langzeitmedizin im Osten Hannovers erfolgt ergebnisoffen. Versorgungssicherheit hat Vorrang.

Gute Versorgung zeigt sich an den Übergängen

Der Erfolg der Medizinstrategie zeigt sich daran, dass Patientinnen und Patienten schneller in das passende Angebot gelangen, Informationen zuverlässig fließen und ambulante sowie stationäre Behandlung besser ineinandergreifen. Für zuweisende Ärztinnen und Ärzte bedeutet das mehr Orientierung und Verlässlichkeit bei komplexen Behandlungsverläufen. Gute Versorgung endet nicht an der Praxistür oder mit der Entlassung aus dem Krankenhaus. Sie entsteht dort, wo alle Beteiligten den weiteren Behandlungsweg gemeinsam im Blick behalten.

Das gilt für Zuweisende

  • Die bestehenden Versorgungsangebote und Einweisungswege bleiben zunächst erhalten.
  • Die Medizinstrategie wird schrittweise bis 2035 und darüber hinaus umgesetzt.
  • Behandlungspfade sollen Zuständigkeiten und Übergänge verlässlicher gestalten.
  • Das Zuweisungsmanagement unterstützt bei der Orientierung und der Vermittlung in passende Fachbereiche.

21. Juni 2026

Wir wollen den Zuweisenden einen klaren, verlässlichen Weg anbieten.

2026-09-15T15:21:08+02:0021. Juni 2026|

Fungiert als Schnittstelle zwischen Zuweisenden und Kliniken:

Björn Wuttig, neuer Referent für das Zuweisungsmanagement.

„Wir wollen den Zuweisenden einen klaren, verlässlichen Weg anbieten.“

Björn Wuttig übernimmt bei DIAKOVERE das Zuweisungsmanagement. Im Interview spricht er über seine neue Aufgabe, über geplante Strukturen, feste Ansprechpersonen und darüber, wie sich Zuweisungen künftig einfacher, schneller und zielgerichteter gestalten lassen.

Herr Wuttig, worum geht es beim neuen Zuweisungsmanagement?

Wir wollen die Zusammenarbeit mit zuweisenden Praxen verbindlicher, transparenter und strukturierter gestalten. Persönliche Kontakte bleiben wichtig, werden aber durch klare Strukturen ergänzt. Ziel ist es, dass Zuweisende schnell wissen, wen sie ansprechen können und wie Patientinnen und Patienten gezielt in die passenden Fachbereiche gelangen.

Warum ist dieser Schritt jetzt notwendig?

Der Versorgungsmarkt verändert sich stark, die Anforderungen an Kliniken auch im Hinblick auf Erreichbarkeit, Steuerung und Patientenorientierung steigen. Klare Prozesse sind daher entscheidend. Wir wollen bestehende Beziehungen stärken, neue Kooperationen entwickeln und uns als verlässlicher Partner im Versorgungsnetz positionieren.

Was ändert sich konkret?

Zuweisungen liefen bislang häufig dezentral und individuell. Das war oft gut etabliert, aber nicht immer transparent. Künftig bündeln und strukturieren wir diesen Weg – ohne funktionierende Kontakte zu ersetzen. Ein zentraler Schritt ist eine klar definierte Erreichbarkeit: Zuweisende erhalten einen festen Zugang zu DIAKOVERE mit klaren Ansprechpersonen und Zuständigkeiten. So wird das zentrale Problem „Wen rufe ich an?“ schnell gelöst.

Welchen Nutzen hat das für den Praxisalltag?

Vor allem mehr Orientierung und Verlässlichkeit für den Alltag in der ambulanten Praxis. Bei zeitnahem Abklärungsbedarf wird der Weg in die Klinik einfacher, schneller und zielgerichteter erfolgen. Unnötige Umwege – etwa über nicht immer indizierte Notaufnahmen – lassen sich so vermeiden. Gleichzeitig bleibt die persönliche Abstimmung immer zentraler Bestandteil: Das kollegiale Gespräch zwischen Ärztinnen und Ärzten ist und bleibt ein wichtiger Qualitätsfaktor im Zuweisungsprozess.

 Was bedeutet „gezielte Steuerung"? 

Patientinnen und Patienten sollen möglichst passgenau in die geeignete medizinische Fachabteilung bei DIAKOVERE gelangen. Eine frühzeitige Abstimmung hilft, Kapazitäten besser zu nutzen und Behandlungswege effizienter zu gestalten – zum Vorteil aller Beteiligten.

Welche Rolle übernehmen Sie dabei?

Ich sehe mich als zentrale Schnittstelle zwischen Zuweisenden und Kliniken. Meine Aufgabe ist es, Strukturen weiterzuentwickeln, Prozesse zu begleiten und Rückmeldungen zusammenzuführen – also zu vernetzen, zu moderieren und Impulse für Verbesserungen zu geben.

Wie entwickeln Sie das System weiter?

Zunächst analysieren wir Abläufe und optimieren Erreichbarkeit sowie Zuständigkeiten. Ein wichtiger Baustein ist die systematische Einbindung von Feedback aus dem ambulanten Bereich – also von den Niedergelassenen. Künftig wollen wir Rückmeldungen strukturiert erfassen und für die gesamte Organisation nutzbar machen.

Woran messen Sie den Erfolg?

An quantitativen und qualitativen Faktoren: etwa an der Entwicklung von Zuweisungen, an stabilen und neuen Kontakten sowie an der Zufriedenheit. Entscheidend ist, ob Zuweisende schneller und einfacher zu einer guten Versorgungslösung für die Patientinnen und Patienten gelangen.

Wie geht es perspektivisch weiter?

Nach dem Aufbau klarer Zugangswege werden wir Prozesse weiter vereinheitlichen und schrittweise digitale Lösungen ergänzen. Wichtig ist: Digitalisierung soll unterstützen und praktikable Lösungen bieten, nicht belasten. Im Mittelpunkt bei DIAKOVERE steht weiterhin der Mensch.

Was motiviert Sie persönlich?

Mich reizt die Aufgabe, bestehende gute Ansätze zu bündeln und daraus einen verlässlichen, übergreifenden Rahmen zu entwickeln. Wenn es gelingt, den Zuweisenden klare Wege zu bieten und damit gleichzeitig die Versorgung in der Region weiter zu verbessern, dann ist viel erreicht.

Zur Person

Seit April 2026 verantwortet Björn Wuttig das Zuweisungsmanagement bei DIAKOVERE. Bereits seit August 2020 ist er im Unternehmen tätig und hat das Zentrale Belegungsmanagement mit aufgebaut und weiterentwickelt. Wuttig ist gelernter Krankenpfleger und war 17 Jahre in der Intensivpflege tätig; zudem verfügt er über Erfahrungen im Rettungsdienst. Berufsbegleitend  absolvierte er das Studium MBA Gesundheitsmanagement und schloss dieses mit dem Master ab.  

Kontakt

Björn Wuttig
Referent Zuweisungsmanagement

Telefon: (05 11) 5354-4497
E-Mail: bjoern.wuttig@diakovere.de

Zuweisungen gezielt steuern

2026-09-30T13:13:45+02:0021. Juni 2026|

Patientenorientiert:

Der Prozess der Zuweisung wird neu strukturiert.

Zuweisungen gezielt steuern

Wenn in der Praxis schnell geklärt werden muss, wie es für Patientinnen und Patienten klinisch weitergeht, zählt der direkte Kontakt. Daher bündelt DIAKOVERE ihr Zuweisungsmanagement. Ziel sind verlässliche Ansprechpersonen, klare Wege und eine schnelle, passgenaue Zuweisung.

Mit einem strategisch geplanten und klar kommunizierten Zuweisungsmanagement sollen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte rasch wissen, wen sie bei DIAKOVERE anrufen können, wie der Weg in den passenden Fachbereich funktioniert und wie sich unnötige Umwege vermeiden lassen. Verantwortlich für die Etablierung und die Prozessoptimierung ist Björn Wuttig, der bei DIAKOVERE bereits das Zentrale Belegungsmanagement mit aufgebaut und weiterentwickelt hat. 

Klare Zuständigkeiten, direkter Zugang

Gewachsene, oft dezentrale Strukturen werden mit dem neuen datenbasierten Zuweisungsmanagement gebündelt und transparenter gestaltet, sodass einheitliche Zugangswege entstehen. Die fachliche Kommunikation sichert dabei weiterhin die medizinisch fundierte Entscheidungsfindung.

Künftig steht ein klar definierter Kontakt zur Verfügung, über den Zuweisungen koordiniert und Patientinnen und Patienten gezielt den passenden Fachbereichen zugeordnet werden. „Modernes Zuweisungsmanagement ist für uns ein strategisches Instrument, um Versorgung verlässlich, patientenorientiert und sektorenübergreifend zu gestalten. Es stärkt die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und verbessert zugleich die Steuerung innerhalb unseres Klinikverbundes“, betont Prof. Dr. Thomas Moesta, Geschäftsführer DIAKOVERE Krankenhaus gGmbH.

Für DIAKOVERE verbindet sich damit ein doppelter Anspruch: die Beziehung zu zuweisenden Praxen langfristig zu stärken und sich zugleich als verlässlicher und fachlich kompetenter Partner in einem anspruchsvollen, sich wandelnden Versorgungsumfeld zu positionieren. Ein effektives Zuweisungsmanagement ist daher nicht nur reiner Service, sondern Ausdruck eines klaren Qualitätsanspruchs.

HENRIKE stärkt Pränataldiagnostik sowie Vor- und Nachsorge

2026-06-22T09:53:31+02:0021. Juni 2026|

HENRIKE stärkt Pränataldiagnostik sowie Vor- und Nachsorge

Mit der 1000. Geburt 2026 unterstreicht das neue DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE die hohe Akzeptanz in der Region und darüber hinaus. Entscheidend ist eine enge Verzahnung zwischen Kinderheilkunde und hoch spezialisierter Pränataldiagnostik.

Mit der 1000. Geburt im laufenden Jahr bestätigt das Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE die schnelle Etablierung des neuen Standorts, der geburtshilfliche Versorgung, Neonatologie und pränatalmedizinische Expertise zusammenführt. Patientinnen profitieren von kurzen Wegen, großzügig geplanten Strukturen mit neun Kreißsälen sowie der unmittelbaren Nähe zur Kinderklinik AUF DER BULT. Niedergelassene Praxen haben den Vorteil, dass spezielle Diagnostik schnell und gezielt durchgeführt werden kann. „Unser Ziel ist es, die Geburt für Mutter und Kind besonders sicher zu machen“, so Prof. Dr. Schild, Chefarzt der Geburtshilfe.

Das Team der fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis im DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE:

Prof. Dr. Ralf Schild (v. l.), Chefarzt der Geburtshilfe, Oberärztin Dr. Claudia Seidig und Oberärztin Beena Thorns.

Differenzierte Feindiagnostik im MVZ

Ein zentraler Bestandteil ist die spezialisierte Pränataldiagnostik, unter anderem mit der Ultraschallambulanz (DEGUM II und III) im angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) direkt im Haus. Sie wird werktäglich angeboten und umfasst differenzierte Feindiagnostik sowie Zweit- und Drittmeinungen.

„Unser Ziel ist es, die Geburt für Mutter und Kind besonders sicher zu machen.“
Prof. Dr. Ralf Schild

Der wesentliche Vorteil liegt in der direkten Anbindung an die klinische Versorgung: Bei auffälligen Befunden können Diagnostik, interdisziplinäre Beratung und weitere Maßnahmen ohne Verzögerung abgestimmt werden. Neonatologie, Kinderchirurgie und weitere Fachrichtungen werden bei Bedarf frühzeitig eingebunden. „Das macht es besonders, weil wir für alle Auffälligkeiten eine gute Diagnostik bieten und die Therapieoptionen haben“, betont Prof. Dr. Schild. Die Kombination aus technischer Ausstattung und ausgewiesener Expertise ermöglicht eine differenzierte Diagnostik über alle Trimester hinweg. Dies schafft eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die weitere Betreuung und Behandlung.

Weiterentwicklung der Versorgung und Digitalisierung

Das Versorgungskonzept ist auf durchgängige Betreuung ausgerichtet – von der Diagnostik über die Geburt bis in die postpartale Phase. Ergänzende Angebote werden aktuell gezielt ausgebaut, insbesondere im Bereich Elternschule, Stillberatung und strukturierter Nachsorge. Parallel können geeignete Leistungen wie Fern-CTGs zukünftig ambulant organisiert werden, um stationäre Aufenthalte zu reduzieren, ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen. „Damit orientieren wir uns an positiven Erfahrungswerten aus anderen Ländern“, so der Chefarzt.

Darüber hinaus werden im Rahmen strategischer Weiterentwicklungsprozesse
zusätzliche Versorgungsbausteine etabliert. Geplant sind unter anderem eine Intermediate Care zur erweiterten Betreuung maternaler Komplikationen sowie ein hebammengeleiteter Kreißsaal als ergänzendes Angebot.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung: Eine patientenorientierte App sowie der Einsatz digitaler und perspektivisch KI-gestützter Systeme zur Unterstützung von Dokumentation, Kommunikation und Diagnostik sind in Planung. Ziel ist die Reduktion administrativer Prozesse und eine verbesserte Verfügbarkeit von Informationen entlang des gesamten Behandlungsverlaufs. „So können wir eine strukturierte Weiterbetreuung auch bei komplexen Verläufen für Praxen und
Patientinnen sicherstellen und erleichtern“, sagt Prof. Dr. Schild.

U2 strukturiert integriert

Die U2-Untersuchung erfolgt im Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE im Rahmen des stationären Aufenthalts in enger Kooperation mit dem Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT. Sie wird montags bis samstags durch pädiatrische Fachärztinnen und -ärzte sichergestellt.

Neben der vollständigen klinischen Untersuchung der Neugeborenen umfasst die U2 alle etablierten Screenings, darunter das erweiterte Stoffwechselscreening, das Hörscreening, die Pulsoxymetrie sowie gegebenenfalls die Hüftsonografie. Durch die enge Anbindung an die Kinderklinik sind bei Auffälligkeiten unmittelbar weiterführende Abklärungen oder therapeutische Schritte möglich. Daraus ergibt sich ein strukturierter, leitliniengerechter Start in die pädiatrische Versorgung mit klar definierten Übergängen zur U3 und zur weiteren ambulanten Betreuung.

Kontakt

Prof. Dr. Ralf Schild, MA FRCOG, DEGUM III
Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Telefon: (05 11) 8115-3800
E-Mail: ralf.schild@diakovere.de

MVZ mit zwei neuen Schwerpunkten

2026-06-22T09:53:43+02:0021. Juni 2026|

MVZ mit zwei neuen Schwerpunkten

Das Medizinische Versorgungszentrum der DIAKOVERE erweitert sein ambulantes Angebot an zwei Standorten: Eine gastroenterologische Privatsprechstunde ergänzt die hausärztliche Versorgung am Henriettenstift, im Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE AUF DER BULT wird hoch spezialisierte Pränataldiagnostik angeboten.

Vor rund eineinhalb Jahren ist das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) aus der Calenberger Neustadt in das Henriettenstift in der Marienstraße umgezogen. Im Mittelpunkt steht seither eine hochwertige hausärztliche Versorgung für Patientinnen und Patienten. Seit dem 1. Juni ergänzt zudem eine gastroenterologische Privatsprechstunde das Angebot in denselben Räumlichkeiten. Ebenfalls neu hinzugekommen ist HENRIKE, das DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum AUF DER BULT, das als MVZ nun hoch spezialisierte Pränataldiagnostik sowie Zweit- und Drittmeinungen anbietet. Der besondere Mehrwert liegt an beiden DIAKOVERE Standorten in der engen Verzahnung ambulanter und klinischer Versorgung.

Die Hausarztpraxis im Henriettenstift unter der Leitung von Dr. Jörg Grotkamp übernimmt die klassische hausärztliche Betreuung ebenso wie Vorsorge, DMP, die Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen und die Koordination fachärztlicher Diagnostik und Therapie. Vorteile sind kurze Wege für Patientinnen und Patienten, beispielsweise nach stationären Aufenthalten in den Häusern von DIAKOVERE oder anderen Kliniken sowie in der Nachsorge zum Beispiel im Rahmen einer Adipositasbehandlung. Katharina Jürgens, Geschäftsführerin des MVZ, sagt: „Wir wollen keine hausärztliche Versorgung ersetzen, sondern sie dort sinnvoll ergänzen, wo die unmittelbare Nähe zur Klinik einen echten Mehrwert schafft.“ Auch für Zuweisende ist die Klinikanbindung von Bedeutung: Befunde können rasch zusammengeführt, Rückfragen unmittelbar geklärt und weiterführende Untersuchungen bei Bedarf zügig organisiert werden.

Breit aufgestellt:

Dr. Jörg Grotkamp verantwortet die klassische hausärztliche Betreuung und bietet zusammen mit der Klinik ein fachübergreifendes ambulantes Behandlungsspektrum.

Gastroenterologische Privatsprechstunde

Seit Juni ergänzt eine gastroenterologische Privatsprechstunde unter der Leitung von Prof. Dr. Ahmed Madisch das Angebot im MVZ. Sie richtet sich an Privatpatientinnen und -patienten sowie Selbstzahlende und umfasst unter anderem fachärztliche Beratung, Zweitmeinungen, die Beurteilung vorhandener Befunde und die Planung weiterführender Diagnostik. Damit erweitert das MVZ sein ambulantes Spektrum gezielt um einen Bereich, der sowohl in der Abklärung unklarer Beschwerden als auch in der strukturierten Vorbereitung weiterführender klinischer Diagnostik relevant ist.

Immer erreichbar:

Cornelia Pilling, Mitarbeiterin in der Gemeinschaftspraxis im MVZ, vereinbart telefonisch Termine und beantwortet Fragen.

„Die Anbindung an die Klinik ist unser zentraler Mehrwert, insbesondere durch kurze Wege, schnelle Abstimmungen und die enge Vernetzung mit den Fachabteilungen.“
Katharina Jürgens, Geschäftsführerin des Medizinischen Versorgungszentrums

Pränataldiagnostik im MVZ

Ein dritter Schwerpunkt liegt in der Pränataldiagnostik. Das Zentrum in der HENRIKE AUF DER BULT bietet werktags spezialisierte Untersuchungen für Schwangere mit Überweisung an: von Ersttrimesterscreening und früher Feindiagnostik über differenzierte Ultraschalluntersuchung bis hin zu weiterführender Abklärung bei entsprechender Indikation. Die enge Anbindung an Geburtshilfe, Neonatologie und weitere Fachdisziplinen ist ein wesentlicher Standortvorteil. Prof. Dr. Ralf Schild, medizinischer Leiter des MVZ im Bereich Pränataldiagnostik, betont: „Gerade bei auffälligen Befunden, komplexen Fragestellungen oder dem Wunsch nach Zweit- und Drittmeinungen entsteht aus der hohen Expertise und der direkten Nachbarschaft zur Geburtshilfe ein echter Mehrwert. Wer hier untersucht wird, lernt auf Wunsch auch das geburtshilfliche Setting kennen. Das schafft Klarheit und Sicherheit.“

Das MVZ von DIAKOVERE steht damit für ein Modell ambulanter Medizin, das nicht auf additiven Einzelleistungen beruht, sondern auf abgestimmten Versorgungspfaden. Die Geschäftsführerin erklärt: „Für zuweisende Praxen und auch für die Patientinnen und Patienten bedeutet das klare Ansprechpersonen, kurze Abstimmungswege und ein ambulantes Angebot, das dort spezialisiert ergänzt, wo interdisziplinäre Nähe sinnvoll ist.“

Kontakt

Medizinisches Versorgungszentrum im Henriettenstift
Geschäftsführung: Katharina Jürgens
Telefon: (0152) 28496705

Standort Marienstraße
Hausarztpraxis und
gastroenterologische Privatsprechstunde
Marienstraße 72–90, 30171 Hannover
Telefon: (0511) 326-149
E-Mail: info.mvz@diakovere.de

Standort HENRIKE
Mutter-Kind-Zentrum AUF DER BULT
Janusz-Korczak-Allee 12, 30173 Hannover
Telefon Sekretariat: (0511) 8115-3800
Telefon Kreißsaal: (0511) 8115-3838
Telefon Ultraschall-Ambulanz: (0511) 8115-3888
E-Mail: henrike@diakovere.de

8. April 2026

Medizinstrategie 2035 – Versorgung langfristig sichern

2026-04-08T13:19:58+02:008. April 2026|

Die Strategie:

Bewährtes und Vertrautes bleiben, Behandlungspfade werden zusammenhängend und intelligent gesteuert und verbunden.

Medizinstrategie 2035 – Versorgung langfristig sichern

Mit dem Strukturprinzip 2–5–2 richtet DIAKOVERE die stationäre Versorgung neu aus und bündelt medizinische Kompetenzen in klaren Schwerpunkten. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2035. Die Versorgung an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleibt in den kommenden Jahren verlässlich bestehen.

Mit der Medizinstrategie 2035 reagiert DIAKOVERE auf die veränderten Rahmenbedingungen im Krankenhausbereich. Ziel ist es, medizinische Qualität und wirtschaftliche Stabilität nachhaltig zu sichern und die Versorgung in Hannover zukunftsfähig aufzustellen. Steigende Anforderungen an Spezialisierung, Fachkräftegewinnung, Investitionsfähigkeit und medizinische Qualität erfordern langfristige strukturelle Antworten.

Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit

Kurzfristige Strukturveränderungen sind nicht vorgesehen. Die medizinischen Leistungen an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleiben in den kommenden Jahren verlässlich bestehen und werden bedarfsgerecht weiterentwickelt. Oberste Priorität haben ein stabil laufender Betrieb sowie eine kontinuierliche und sichere medizinische Versorgung.

Die Zusammenarbeit mit zuweisenden Praxen ist dabei ein zentraler Bestandteil der Versorgungsstruktur. Einweisungswege, Ansprechpartnerinnen und -partner sowie Behandlungsangebote bleiben stabil und nachvollziehbar. Entwicklungen erfolgen schrittweise und mit dem Ziel, medizinische Profile zu schärfen, Übergänge zwischen Versorgungsbereichen zu verbessern und Strukturen belastbar aufzustellen.

Die Medizinstrategie ist kein kurzfristiges Maßnahmenprogramm, sondern ein Zielbild für die langfristige Weiterentwicklung der Versorgung vor Ort. Entscheidungen folgen einer klaren medizinischen Logik und werden erst nach sorgfältiger Prüfung der Umsetzbarkeit sowie in Abstimmung mit den zuständigen Stellen umgesetzt.

2-5-2

heißt das neue Strukturprinzip von Diakovere, das in den kommenden Jahren umgesetzt wird.

Strukturprinzip 2–5–2

Im Zentrum der Neuausrichtung steht das Strukturprinzip 2–5–2. Es zeigt die zukünftige Ausrichtung, bestehend aus zwei Versorgungssäulen, Akut- und Notfallmedizin sowie Langzeitmedizin, fünf spezialisierten Behandlungspfaden und langfristig zwei klar profilierten stationären Standorten. Ziel ist es, die Versorgung interdisziplinär und sektorenübergreifend entlang definierter Behandlungspfade auszurichten. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Menschen, nicht organisatorische Abteilungsstrukturen.

Patientenorientiert:

Die DIAKOVERE Medizinstrategie 2035 stellt den Menschen in den Mittelpunkt und schafft dafür klare, verlässliche Strukturen.

Zwei Säulen der Versorgung

Für die erste Säule, die Akut- und Notfallmedizin, bleibt das Friederikenstift der zentrale Standort. Es wird strukturell sowie baulich weiterentwickelt, um auch künftig eine stabile Notfallversorgung sicherzustellen. Damit bleibt das Friederikenstift der leistungsfähige Akut-Anker im Stadtgebiet, zentral gelegen und auf hohe Versorgungsanforderungen ausgerichtet.

Die Langzeitmedizin als zweite Säule umfasst die Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen, geriatrischem Behandlungsbedarf sowie komplexen und sektorenübergreifenden Versorgungsverläufen. Bestehende Kompetenzen von Henriettenstift und Annastift sollen hierfür gezielt gebündelt und weiterentwickelt werden. Ziel ist eine klar profilierte, kontinuierliche Versorgung über Sektorengrenzen hinweg, insbesondere dort, wo Patientinnen und Patienten eine langfristige medizinische Begleitung und abgestimmte Therapiepfade benötigen. Perspektivisch soll dafür im Osten Hannovers ein Standort geschaffen werden.

Welche infrastrukturellen Konsequenzen sich daraus ergeben, wird auf Grundlage medizinischer Logik sowie Machbarkeit entwickelt. Die medizinische Zielsetzung steht im Vordergrund. Entscheidend ist dabei: Die Standortentwicklung wird nicht vorweggenommen, es gibt keine kurzfristigen Schließungen. Prüfungen erfolgen ergebnisoffen und unter Einbeziehung bestehender Möglichkeiten. In allen Phasen gilt, dass die Versorgung verlässlich gewährleistet bleibt.

Fünf Behandlungspfade

Fünf spezialisierte medizinische Schwerpunkte verbinden die beiden Versorgungssäulen:

  • Notfall- und Traumakette
  • Mobilität und Teilhabe
  • Onkologische Zentren und Therapie
  • Altern im Gleichgewicht
  • Mutter-Kind

Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Teilhabe werden als zusammenhängender Prozess organisiert. Damit werden Abteilungsgrenzen überwunden und interdisziplinäre Versorgungsketten gestärkt. Gerade bei komplexen Krankheitsverläufen entsteht so eine Versorgung, die sich an medizinischen Anforderungen und definierten Behandlungswegen orientiert. Standardisierte Übergänge, klar definierte Zuständigkeiten und eine qualitätsorientierte Ausrichtung schaffen Verlässlichkeit im Behandlungsverlauf. Ambulante, tagesklinische und rehabilitative Leistungen werden systematisch eingebunden. Inklusion ist dabei ein durchgehendes Prinzip der Versorgungsorganisation.

Kontinuität und Transparenz

Die Medizinstrategie 2035 steht für eine langfristige Weiterentwicklung der Versorgung – mit klaren medizinischen Profilen und verlässlichen Strukturen als Grundlage einer starken sektorenübergreifenden Zusammenarbeit. Sie stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten auch in Zukunft verlässlich und ihren Bedürfnissen entsprechend versorgt werden.

Alle weiteren Schritte im Zusammenhang mit der Medizinstrategie werden frühzeitig, transparent und kontinuierlich über die offiziellen Kanäle von DIAKOVERE kommuniziert. Bei Fragen wenden Sie sich gern an kommunikation@diakovere.de.

Medizinstrategie 2035 – Struktur und Perspektive im Überblick

Kurzfristig

  • Die Versorgung an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleibt verlässlich bestehen
  • Medizinische Leistungen werden an allen drei Standorten weiterhin angeboten und weiterentwickelt
  • Einweisungswege und Ansprechpersonen bleiben stabil
  • Keine kurzfristigen Strukturveränderungen

Langfristig

  • Ausrichtung entlang des Strukturprinzips 2–5–2
  • Zwei Versorgungssäulen:
    Akut- und Notfallmedizin
    sowie Langzeitmedizin
  • Fünf spezialisierte Behandlungspfade
  • Perspektivisch zwei klar profilierte stationäre Standorte

Interventionelle Endoskopie am Henriettenstift

2026-09-15T15:26:07+02:008. April 2026|

Fachlicher Austausch:

Leitender Oberarzt Dr. Torge Roolfs (v. l.), Chefarzt Prof. Dr. Ahmed Madisch, Assistenzärztin Alaa Al Tabba und Oberärztin Dr. Maren Schwämmle besprechen am Visitewagen die Blutwerte einer Patientin.

Interventionelle Endoskopie am Henriettenstift

Chefarzt Prof. Dr. Ahmed Madisch leitet neben dem Zentrum für Innere Medizin im DIAKOVERE Friederikenstift nun auch die Klinik für Gastroenterologie am Henriettenstift. Ziel ist ein Ausbau der interventionellen Endoskopie sowie eine standortübergreifende synergetische Weiterentwicklung.

Wir richten die gastroenterologischen Strukturen beider Standorte klar aufeinander aus. Am Henriettenstift schärfen wir dabei gezielt das Spektrum der diagnostischen und vor allem der interventionellen Endoskopie“, so Prof. Dr. Madisch. Während am Friederikenstift die Ambulantisierung bei ausgewählten Eingriffen wie ERCPs oder Polypektomien im Mittelpunkt steht, liegt der Schwerpunkt im Henriettenstift zukünftig auf stationären, hochkomplexen endoskopischen Eingriffen. Dazu zählen unter anderem anspruchsvolle biliäre Interventionen, pankreatobiliäre Eingriffe, endosonografisch gesteuerte Drainageverfahren sowie interventionelle Therapien im bariatrischen Kontext.

Hotline für Terminvergabe und Patientenvorstellung

(01 52) 56 72 92 73

Zentrale Terminvergabe

Ärztinnen und Ärzte der Gastroenterologie arbeiten standortübergreifend, regelmäßige Abstimmungsrunden sichern einheitliche Standards in Diagnostik und Therapie. Eine gemeinsame Sekretariatsstruktur mit festen Ansprechpersonen und abgestimmter Terminvergabe verbessert die Erreichbarkeit für Zuweisende deutlich. Für eine unkomplizierte Terminvergabe steht eine zentrale Hotline zur Verfügung. „Eine klare und verlässliche Struktur ist für alle Beteiligten gleichermaßen wichtig“, betont Prof. Dr. Madisch. Auch die gastroenterologisch-endoskopische 24-Stunden-Notfallversorgung erfolgt standortübergreifend.

Zur Etablierung als Endoskopiezentrum wird aktuell an beiden Standorten ein neuer, einheitlicher Endoskopiepark mit modernster Gerätetechnik implementiert. Das ermöglicht identische Verfahren, abgestimmte Materialkonzepte und konsistente Qualitätsstandards.

Interdisziplinäre Relevanz

Die Gastroenterologie ist eng mit anderen Fachbereichen verzahnt, beispielsweise mit der Viszeralchirurgie, der Neurologie oder der MKG-Chirurgie. Endoskopische Leistungen reichen von der Versorgung postoperativer Komplikationen bis zur Anlage von Ernährungssonden bei neurologischen oder onkologischen Erkrankungen. „Die Endoskopie ist eine Serviceabteilung mit hoher interdisziplinärer Relevanz. Entscheidend ist dabei die strukturierte Abstimmung aller Beteiligten“, so der Chefarzt.

„Am Henriettenstift schärfen wir gezielt das Spektrum der diagnostischen und vor allem interventionellen Endoskopie.“
Prof. Dr. Ahmed Madisch

Ein zentrales Projekt ist die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED). In Kooperation mit niedergelassenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen entsteht eine sektorenübergreifende Versorgungsstruktur bei komplexen Krankheitsbildern.

Kompetenz im Team

Das DIAKOVERE Zentrum für Innere Medizin entwickelt sich kontinuierlich weiter. Leitende Positionen sind neu besetzt, die Fachbereiche gestärkt. Mit rund 30 Ärztinnen und Ärzten und insgesamt etwa 130 Betten an beiden Standorten verfügt das Zentrum über eine leistungsfähige Struktur. „Entscheidend ist ein motiviertes, verantwortungsvoll handelndes Team“, sagt Prof. Dr. Madisch. Neuer Standortleiter der Gastroenterologie am Henriettenstift ist Dr. Torge Roolfs. Der bisherige Chefarzt am Henriettenstift, Dr. Peter N. Meier, bleibt der Klinik als Senior Consultant erhalten und bringt seine langjährige Expertise weiterhin in die Versorgung und in Fortbildungsformate ein.

Spezialversorgung für CED

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wird in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen deutschlandweit umgesetzt. Ziel ist eine leitliniengerechte, koordinierte Versorgung komplexer CED-Verläufe mit definierten Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Therapie. Sie ermöglicht eine schnellere Diagnose und Zugang zu modernen Behandlungen, um die Lebensqualität Betroffener zu steigern.

Kontakt

Prof. Dr. Ahmed Madisch
Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin und Gastroenterologie

Telefon: (05 11) 289-34 08
E-Mail: ahmed.madisch@diakovere.de

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