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8. April 2026

Medizinstrategie 2035 – Versorgung langfristig sichern

2026-04-08T13:19:58+02:008. April 2026|

Die Strategie:

Bewährtes und Vertrautes bleiben, Behandlungspfade werden zusammenhängend und intelligent gesteuert und verbunden.

Medizinstrategie 2035 – Versorgung langfristig sichern

Mit dem Strukturprinzip 2–5–2 richtet DIAKOVERE die stationäre Versorgung neu aus und bündelt medizinische Kompetenzen in klaren Schwerpunkten. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2035. Die Versorgung an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleibt in den kommenden Jahren verlässlich bestehen.

Mit der Medizinstrategie 2035 reagiert DIAKOVERE auf die veränderten Rahmenbedingungen im Krankenhausbereich. Ziel ist es, medizinische Qualität und wirtschaftliche Stabilität nachhaltig zu sichern und die Versorgung in Hannover zukunftsfähig aufzustellen. Steigende Anforderungen an Spezialisierung, Fachkräftegewinnung, Investitionsfähigkeit und medizinische Qualität erfordern langfristige strukturelle Antworten.

Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit

Kurzfristige Strukturveränderungen sind nicht vorgesehen. Die medizinischen Leistungen an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleiben in den kommenden Jahren verlässlich bestehen und werden bedarfsgerecht weiterentwickelt. Oberste Priorität haben ein stabil laufender Betrieb sowie eine kontinuierliche und sichere medizinische Versorgung.

Die Zusammenarbeit mit zuweisenden Praxen ist dabei ein zentraler Bestandteil der Versorgungsstruktur. Einweisungswege, Ansprechpartnerinnen und -partner sowie Behandlungsangebote bleiben stabil und nachvollziehbar. Entwicklungen erfolgen schrittweise und mit dem Ziel, medizinische Profile zu schärfen, Übergänge zwischen Versorgungsbereichen zu verbessern und Strukturen belastbar aufzustellen.

Die Medizinstrategie ist kein kurzfristiges Maßnahmenprogramm, sondern ein Zielbild für die langfristige Weiterentwicklung der Versorgung vor Ort. Entscheidungen folgen einer klaren medizinischen Logik und werden erst nach sorgfältiger Prüfung der Umsetzbarkeit sowie in Abstimmung mit den zuständigen Stellen umgesetzt.

2-5-2

heißt das neue Strukturprinzip von Diakovere, das in den kommenden Jahren umgesetzt wird.

Strukturprinzip 2–5–2

Im Zentrum der Neuausrichtung steht das Strukturprinzip 2–5–2. Es zeigt die zukünftige Ausrichtung, bestehend aus zwei Versorgungssäulen, Akut- und Notfallmedizin sowie Langzeitmedizin, fünf spezialisierten Behandlungspfaden und langfristig zwei klar profilierten stationären Standorten. Ziel ist es, die Versorgung interdisziplinär und sektorenübergreifend entlang definierter Behandlungspfade auszurichten. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Menschen, nicht organisatorische Abteilungsstrukturen.

Patientenorientiert:

Die DIAKOVERE Medizinstrategie 2035 stellt den Menschen in den Mittelpunkt und schafft dafür klare, verlässliche Strukturen.

Zwei Säulen der Versorgung

Für die erste Säule, die Akut- und Notfallmedizin, bleibt das Friederikenstift der zentrale Standort. Es wird strukturell sowie baulich weiterentwickelt, um auch künftig eine stabile Notfallversorgung sicherzustellen. Damit bleibt das Friederikenstift der leistungsfähige Akut-Anker im Stadtgebiet, zentral gelegen und auf hohe Versorgungsanforderungen ausgerichtet.

Die Langzeitmedizin als zweite Säule umfasst die Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen, geriatrischem Behandlungsbedarf sowie komplexen und sektorenübergreifenden Versorgungsverläufen. Bestehende Kompetenzen von Henriettenstift und Annastift sollen hierfür gezielt gebündelt und weiterentwickelt werden. Ziel ist eine klar profilierte, kontinuierliche Versorgung über Sektorengrenzen hinweg, insbesondere dort, wo Patientinnen und Patienten eine langfristige medizinische Begleitung und abgestimmte Therapiepfade benötigen. Perspektivisch soll dafür im Osten Hannovers ein Standort geschaffen werden.

Welche infrastrukturellen Konsequenzen sich daraus ergeben, wird auf Grundlage medizinischer Logik sowie Machbarkeit entwickelt. Die medizinische Zielsetzung steht im Vordergrund. Entscheidend ist dabei: Die Standortentwicklung wird nicht vorweggenommen, es gibt keine kurzfristigen Schließungen. Prüfungen erfolgen ergebnisoffen und unter Einbeziehung bestehender Möglichkeiten. In allen Phasen gilt, dass die Versorgung verlässlich gewährleistet bleibt.

Fünf Behandlungspfade

Fünf spezialisierte medizinische Schwerpunkte verbinden die beiden Versorgungssäulen:

  • Notfall- und Traumakette
  • Mobilität und Teilhabe
  • Onkologische Zentren und Therapie
  • Altern im Gleichgewicht
  • Mutter-Kind

Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Teilhabe werden als zusammenhängender Prozess organisiert. Damit werden Abteilungsgrenzen überwunden und interdisziplinäre Versorgungsketten gestärkt. Gerade bei komplexen Krankheitsverläufen entsteht so eine Versorgung, die sich an medizinischen Anforderungen und definierten Behandlungswegen orientiert. Standardisierte Übergänge, klar definierte Zuständigkeiten und eine qualitätsorientierte Ausrichtung schaffen Verlässlichkeit im Behandlungsverlauf. Ambulante, tagesklinische und rehabilitative Leistungen werden systematisch eingebunden. Inklusion ist dabei ein durchgehendes Prinzip der Versorgungsorganisation.

Kontinuität und Transparenz

Die Medizinstrategie 2035 steht für eine langfristige Weiterentwicklung der Versorgung – mit klaren medizinischen Profilen und verlässlichen Strukturen als Grundlage einer starken sektorenübergreifenden Zusammenarbeit. Sie stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten auch in Zukunft verlässlich und ihren Bedürfnissen entsprechend versorgt werden.

Alle weiteren Schritte im Zusammenhang mit der Medizinstrategie werden frühzeitig, transparent und kontinuierlich über die offiziellen Kanäle von DIAKOVERE kommuniziert. Bei Fragen wenden Sie sich gern an kommunikation@diakovere.de.

Medizinstrategie 2035 – Struktur und Perspektive im Überblick

Kurzfristig

  • Die Versorgung an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleibt verlässlich bestehen
  • Medizinische Leistungen werden an allen drei Standorten weiterhin angeboten und weiterentwickelt
  • Einweisungswege und Ansprechpersonen bleiben stabil
  • Keine kurzfristigen Strukturveränderungen

Langfristig

  • Ausrichtung entlang des Strukturprinzips 2–5–2
  • Zwei Versorgungssäulen:
    Akut- und Notfallmedizin
    sowie Langzeitmedizin
  • Fünf spezialisierte Behandlungspfade
  • Perspektivisch zwei klar profilierte stationäre Standorte

Interventionelle Endoskopie am Henriettenstift

2026-04-08T13:19:54+02:008. April 2026|

Fachlicher Austausch:

Leitender Oberarzt Dr. Torge Roolfs (v. l.), Chefarzt Prof. Dr. Ahmed Madisch, Assistenzärztin Alaa Al Tabba und Oberärztin Dr. Maren Schwämmle besprechen am Visitewagen die Blutwerte einer Patientin.

Interventionelle Endoskopie am Henriettenstift

Chefarzt Prof. Dr. Ahmed Madisch leitet neben dem Zentrum für Innere Medizin im DIAKOVERE Friederikenstift nun auch die Klinik für Gastroenterologie am Henriettenstift. Ziel ist ein Ausbau der interventionellen Endoskopie sowie eine standortübergreifende synergetische Weiterentwicklung.

Wir richten die gastroenterologischen Strukturen beider Standorte klar aufeinander aus. Am Henriettenstift schärfen wir dabei gezielt das Spektrum der diagnostischen und vor allem der interventionellen Endoskopie“, so Prof. Dr. Madisch. Während am Friederikenstift die Ambulantisierung bei ausgewählten Eingriffen wie ERCPs oder Polypektomien im Mittelpunkt steht, liegt der Schwerpunkt im Henriettenstift zukünftig auf stationären, hochkomplexen endoskopischen Eingriffen. Dazu zählen unter anderem anspruchsvolle biliäre Interventionen, pankreatobiliäre Eingriffe, endosonografisch gesteuerte Drainageverfahren sowie interventionelle Therapien im bariatrischen Kontext.

Hotline für Terminvergabe und Patientenvorstellung

(01 52) 56 72 92 73

Zentrale Terminvergabe

Ärztinnen und Ärzte der Gastroenterologie arbeiten standortübergreifend, regelmäßige Abstimmungsrunden sichern einheitliche Standards in Diagnostik und Therapie. Eine gemeinsame Sekretariatsstruktur mit festen Ansprechpersonen und abgestimmter Terminvergabe verbessert die Erreichbarkeit für Zuweisende deutlich. Für eine unkomplizierte Terminvergabe steht eine zentrale Hotline zur Verfügung. „Eine klare und verlässliche Struktur ist für alle Beteiligten gleichermaßen wichtig“, betont Prof. Dr. Madisch. Auch die gastroenterologisch-endoskopische 24-Stunden-Notfallversorgung erfolgt standortübergreifend.

Zur Etablierung als Endoskopiezentrum wird aktuell an beiden Standorten ein neuer, einheitlicher Endoskopiepark mit modernster Gerätetechnik implementiert. Das ermöglicht identische Verfahren, abgestimmte Materialkonzepte und konsistente Qualitätsstandards.

Interdisziplinäre Relevanz

Die Gastroenterologie ist eng mit anderen Fachbereichen verzahnt, beispielsweise mit der Viszeralchirurgie, der Neurologie oder der MKG-Chirurgie. Endoskopische Leistungen reichen von der Versorgung postoperativer Komplikationen bis zur Anlage von Ernährungssonden bei neurologischen oder onkologischen Erkrankungen. „Die Endoskopie ist eine Serviceabteilung mit hoher interdisziplinärer Relevanz. Entscheidend ist dabei die strukturierte Abstimmung aller Beteiligten“, so der Chefarzt.

„Am Henriettenstift schärfen wir gezielt das Spektrum der diagnostischen und vor allem interventionellen Endoskopie.“
Prof. Dr. Ahmed Madisch

Ein zentrales Projekt ist die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED). In Kooperation mit niedergelassenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen entsteht eine sektorenübergreifende Versorgungsstruktur bei komplexen Krankheitsbildern.

Kompetenz im Team

Das DIAKOVERE Zentrum für Innere Medizin entwickelt sich kontinuierlich weiter. Leitende Positionen sind neu besetzt, die Fachbereiche gestärkt. Mit rund 30 Ärztinnen und Ärzten und insgesamt etwa 130 Betten an beiden Standorten verfügt das Zentrum über eine leistungsfähige Struktur. „Entscheidend ist ein motiviertes, verantwortungsvoll handelndes Team“, sagt Prof. Dr. Madisch. Neuer Standortleiter der Gastroenterologie am Henriettenstift ist Dr. Torge Roolfs. Der bisherige Chefarzt am Henriettenstift, Dr. Peter N. Meier, bleibt der Klinik als Senior Consultant erhalten und bringt seine langjährige Expertise weiterhin in die Versorgung und in Fortbildungsformate ein.

Spezialversorgung für CED

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wird in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen deutschlandweit umgesetzt. Ziel ist eine leitliniengerechte, koordinierte Versorgung komplexer CED-Verläufe mit definierten Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Therapie. Sie ermöglicht eine schnellere Diagnose und Zugang zu modernen Behandlungen, um die Lebensqualität Betroffener zu steigern.

Kontakt

Prof. Dr. Ahmed Madisch
Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin und Gastroenterologie

Telefon: (05 11) 289-34 08
E-Mail: ahmed.madisch@diakovere.de

Neuer Chefarzt für robotische Chirurgie

2026-04-08T13:19:49+02:008. April 2026|

Neuer Chefarzt für robotische Chirurgie

Chefarzt Dr. Heiko Aselmann verstärkt seit Februar 2026 die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am DIAKOVERE Henriettenstift. Mit seiner ausgewiesenen Expertise in der roboterassistierten Chirurgie setzt er gezielte Impulse in der komplexen chirurgischen Versorgung.

Mit Dr. Heiko Aselmann gewinnt DIAKOVERE einen erfahrenen Allgemein- und Viszeralchirurgen, der seit mehr als einem Jahrzehnt die Entwicklung der roboterassistierten Chirurgie aktiv mitgestaltet. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt in der komplexen Chirurgie des Oberbauches, insbesondere an Leber und Bauchspeicheldrüse.

Ultraschalldiagnostik:

Dr. Heiko Aselmann untersucht den Oberbauch eines Patienten.

Fortschritt durch roboterassistierte Chirurgie

Mit dem geplanten Einsatz des robotischen Operationssystems wird die minimalinvasive viszeralchirurgische Versorgung bei DIAKOVERE gezielt weiterentwickelt. Die roboterassistierte Technik ermöglicht hochpräzise Eingriffe und hat sich insbesondere bei anspruchsvollen onkologischen Operationen an Speiseröhre, Leber, Bauchspeicheldrüse, Kolon oder Rektum etabliert. Während sich die laparoskopische Chirurgie hier nur eingeschränkt durchsetzen konnte, erlaubt die robotische Technik zunehmend eine sichere minimalinvasive Durchführung auch in anatomisch schwierigen Bereichen.

Komplexe Resektionen können gewebeschonender erfolgen. Zu den bekannten Vorteilen gegenüber der offenen Chirurgie zählen ein reduziertes Zugangstrauma, weniger postoperative Schmerzen, ein geringerer Blutverlust sowie eine zügigere Rekonvaleszenz mit verkürztem stationären Aufenthalt. Für das tiefe Rektumkarzinom sind zudem verbesserte onkologische Langzeitergebnisse beschrieben. Auch operationsbedingte Folgeeingriffe, etwa bei Narbenhernien, Adhäsionsbeschwerden oder mechanischem Ileus, treten seltener auf.

„Die häufig verkürzt als Robotik bezeichnete Technik ist ein konsequenter Schritt zum Ausbau der minimalinvasiven vizeralchirurgischen Onkologie bei DIAKOVERE“, betont Dr. Aselmann. Der Einsatz soll sich zunächst auf große onkologische Eingriffe an Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Kolon und Rektum konzentrieren. Perspektivisch sind auch Anwendungen bei krankhaftem Übergewicht oder Refluxbeschwerden denkbar. Parallel zum Aufbau der technischen Infrastruktur steht die strukturierte Qualifikation der Mitarbeitenden im Fokus. Die Einführung erfolgt bewusst als Teamprozess, um eine nachhaltige Integration in den klinischen Alltag sicherzustellen.

Kompetenzverteilung für höchste Versorgungsqualität

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Henriettenstift wird gemeinsam von Zentrumsleitung und Chefärztin Prof. Dr. Katja Schlosser sowie den beiden Chefärzten Lars Haeder und Dr. Heiko Aselmann geführt. Prof. Dr. Schlosser verantwortet die Allgemeinchirurgie, die endokrine Chirurgie und die Gefäßchirurgie sowie die übergreifende strategische Weiterentwicklung des Zentrums. Chefarzt Lars Header ist zuständig für die onkologische Chirurgie des unteren Gastrointestinaltraktes, insbesondere für die Kolon- und Rektumchirurgie, und leitet das DKG-zertifizierte Darmkrebszentrum.

„Eine enge Zusammenarbeit und klare Zuständigkeiten erlauben es uns, komplexe Krankheitsbilder gezielt und auf höchstem fachlichen Niveau zu behandeln.“
Dr. Heiko Aselmann

Dr. Aselmann ergänzt das Leistungsspektrum mit dem Schwerpunkt Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes inklusive Leber und Bauchspeicheldrüse sowie Einführung und Weiterentwicklung der roboterassistierten Verfahren. Die transparente Aufteilung der Kompetenzbereiche ermöglicht eine hoch spezialisierte, abgestimmte Versorgung mit klar definierten Ansprechpersonen.

„Eine enge Zusammenarbeit und klare Zuständigkeiten erlauben es uns, komplexe Krankheitsbilder gezielt und auf höchstem fachlichen Niveau zu behandeln“, so Dr. Aselmann. Für Zuweisende bleiben die bewährten Abläufe und Schnittstellen bestehen. Eine gesonderte Vorstellung des neuen roboterassistierten Operationssystems erfolgt nach Abschluss der Implementierungsphase.

Ergänzen einander mit ihren Fachgebieten:

Chefarzt Lars Haeder (v. l.), Zentrumsleiterin Prof. Dr. Katja Schlosser und Chefarzt Dr. Heiko Aselmann.

Zur Person

Dr. Heiko Aselmann wurde in Peine geboren und studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo er von 1999 bis 2010 auch seine Ausbildung zum Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie absolvierte. Seine Expertise im Bereich der roboterassistierten Operationssysteme erwarb der 54-Jährige ab 2013 am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, wo er den Aufbau eines spezialisierten Zentrums maßgeblich begleitete. Im Klinikum Region Hannover (KRH) prägte Dr. Aselmann in den vergangenen Jahren maßgeblich die Einführung robotischer Operationssysteme. 

Kontakt

Dr. Heiko Aselmann
Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Telefon: (05 11) 289-2195
E-Mail: heiko.aselmann@diakovere.de

17. Dezember 2025

Hightech-Herzmedizin im Henriettenstift

2025-12-17T13:05:14+01:0017. Dezember 2025|

Besprechen die Angiografie-Ergebnisse einer Patientin:

die Assistenzärztinnen Johanna Fischer (l.) und Selin Ertan sowie Chefarzt Dr. L. Christian Napp.

Hightech-Herzmedizin im Henriettenstift

Unter der Leitung von Dr. L. Christian Napp entwickelt sich die Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin am DIAKOVERE Henriettenstift zu einem Zentrum modernster Herzmedizin mit neuen Herzkatheterlaboren, Hightech-Verfahren und klaren Strukturen.

Seit dem 15. August leitet Dr. L. Christian Napp die Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin mit dem Ziel, technische Spitzenmedizin und persönliche Zuwendung zu verbinden. „Wir wollen Hightech-Medizin mit Herz betreiben“, so der Kardiologe. Bereits wenige Wochen nach seinem Start hat sich vieles bewegt: Das Herzkatheterlabor wird derzeit erneuert, neue Behandlungsverfahren wurden eingeführt und ein engagiertes Team arbeitet an klaren Abläufen sowie einer engen Vernetzung mit den Zuweisenden.

HD-IVUS-System und intravaskuläre Lithotripsie

„Durch unser neues Herzkatheterlabor können wir in Zukunft schneller reagieren und komplexe Fälle auf höchstem Niveau versorgen“, betont Dr. Napp. Ein besonderer Fortschritt ist das neue HD-IVUS-System (High Definition Intravascular Ultrasound). Es ermöglicht hochauflösende Aufnahmen aus dem Inneren der Herzkranzgefäße. „Damit können wir beurteilen, wie gut eine

Gefäßbehandlung gelungen ist. Das erhöht die Sicherheit und verbessert die Behandlungsergebnisse für die Patientinnen und Patienten erheblich“, so der Chefarzt. Auch bei stark verkalkten Gefäßen verfügt die Klinik nun über erweiterte Möglichkeiten: Die intravaskuläre Lithotripsie (IVL) induziert durch einen speziellen Ballonkatheter und durch das Aussenden von Schallwellen Mikrorisse in Kalkablagerungen. Die Rotablation trägt Engstellen im Gefäß mit einem diamantbeschichteten, 180.000 Umdrehungen pro Minute schnellen Bohrkopf schonend ab. Diese Verfahren werden nur in hoch spezialisierten Zentren eingesetzt.

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Umdrehungen pro Minute nutzt der diamantbeschichtete Bohrkopf bei der Rotablation zur Abtragung von Engstellen stark verkalkter Gefäße.

Mikroherzpumpe für komplexe Fälle

Ein weiterer Fortschritt ist die Anschaffung spezieller Mikroherzpumpen, die während eines Eingriffs vorübergehend die Pumpfunktion des Herzens übernehmen. „So können wir auch Betroffene versorgen, die früher als nicht behandelbar galten“, so Dr. Napp. Dabei profitieren die Teams von der engen Zusammenarbeit am Standort Henrietten­stift. Die interventionelle Kardiologie und die kardiologische Intensivmedizin sind mit Neurologie, Radiologie und Gefäßchirurgie räumlich und organisatorisch eng vernetzt. „Das erlaubt uns, auch schwer kranke Menschen sicher zu versorgen“, sagt Dr. Napp.

Arbeitet Hand in Hand:

das Team der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin.

Verbesserte Kommunikation mit Zuweisenden

Neben der technischen Ausstattung steht für den Chefarzt der Teamgedanke im Mittelpunkt. Der gezielte Ausbau des ärztlichen Personals und klare Verantwortlichkeiten in allen Bereichen haben spürbare Verbesserungen gebracht. Mit einem neuen Terminsekretariat wurde zudem die Kommunikation mit zuweisenden Praxen neu organisiert. „Unsere Partner sollen sich darauf verlassen können, dass wir erreichbar sind, Termine verlässlich vergeben und Rückmeldungen zeitnah erfolgen“, betont Dr. Napp. Für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen sowie zuweisende Krankenhäuser entsteht damit eine verlässliche Schnittstelle mit strukturierten Abläufen, modernster Technik und direkten Ansprechpersonen. „Gute Medizin entsteht nicht nur durch Hightech – sondern durch Gewissenhaftigkeit, Zusammenarbeit und Zeit für die einzelnen Menschen“, so der Chefarzt.

„Unsere Partner sollen sich darauf verlassen können, dass wir erreichbar sind, Termine verlässlich vergeben und Rückmeldungen zeitnah erfolgen.“
Dr. L. Christian Napp

Herzinsuffizienz und Prävention

Neu aufgestellt wurde der BereichHerzinsuffizienz, geleitet von OberarztDr. Felix Memenga. Er bündelt die Versorgung akuter und chronischer Herzschwäche von Schockbehandlung mit Herzpumpen bis zur medikamentösen und devicebasierten Therapie. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit Dr. Stefanie Fahlbusch, die den Bereich Device-Therapie leitet. Gleichzeitig rückt die Prävention stärker in den Fokus: Wir wollen Herz- und Gefäßerkrankungen möglichst verhindern, bevor sie entstehen, sagt Napp. Dazu gehören Vorsorgeuntersuchungen, Beratung zu Lebensstil und Medikation – oft initiiert im Rahmen anderer Krankenhausaufenthalte. 

Kontakt

Dr. L. Christian Napp
Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin

Telefon: (05 11) 289-2630
E-Mail: christian.napp@diakovere.de

Neue Studien zur ALS-Behandlung

2025-12-17T13:05:39+01:0016. Dezember 2025|

Neue Studien zur ALS-Behandlung

Die Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie am DIAKOVERE Henriettenstift erweitert unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Petri die Aktivitäten im Bereich der Forschung und Versorgung bei amyotrophen Lateralsklerose (ALS).

Neben dem Ausbau der ambulanten spezialärztlichen Versorgung (ASV) für neuromuskuläre Erkrankungen nimmt das Team um Chefärztin Prof. Dr. Susanne Petri aktuell an mehreren neuen klinischen Studien teil. Diese setzen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung neuer Optionen für die Therapie der ALS.

Kümmern sich in der Neurologie auch um Patientinnen und Patienten mit ALS:

Pflegefachkraft Sarah Firus (v. l.), Chefärztin Prof. Dr. Susanne Petri und Assistenzärztin Laura Valentina Garcia Forero.

Nationale und internationale Studienprogramme

Im Zentrum stehen zwei groß angelegte, deutschlandweite beziehungsweise in Europa und den USA laufende Studien. Die erste, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderte Studie untersucht ein hochkalorisches Ernährungssupplement. Hintergrund ist der enge Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und beschleunigtem Fortschreiten der Erkrankung. Über eine gezielte nutritive Intervention soll geprüft werden, ob ein stabiler Ernährungsstatus den Verlauf positiv beeinflussen kann. Die zweite, internationale Studie prüft die Wirksamkeit eines antiinflammatorischen Wirkstoffs, der per Infusion verabreicht wird, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.

Die Untersuchungsprogramme umfassen motorische Funktionstests, Fragebogenerhebungen, Laboranalysen und EKG-Kontrollen. Die Intervalle reichen je nach Studie von zweiwöchentlichen bis zu dreimonatlichen Terminen. Pro Studie können fünf bis zehn Patientinnen und Patienten eingeschlossen werden.

Für beide Projekte wurde eine erfahrene Studienkoordinatorin gewonnen, die zuvor an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) tätig war. Die Studien folgen den Vorgaben der Good Clinical Practice (GCP). Weder die Teilnehmenden noch die Behandelnden kennen die Zuordnung von Wirkstoff und Placebo.

Zentrale Rolle der ASV

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für neuromuskuläre Erkrankungen bildet die strukturelle Grundlage für die Teilnahme an diesen Projekten. Der Verbund aus MHH, niedergelassenen Praxen und DIAKOVERE ermöglicht eine sektorenübergreifend koordinierte, hoch spezialisierte Betreuung.

Die Vorgaben der GCP stellen die Einhaltung wissenschaftlicher Standards sicher, wie etwa bei Meldewegen für Nebenwirkungen, Datenschutz oder Dokumentation. „Für viele Patientinnen und Patienten ist die Studienteilnahme nicht nur Ausdruck der Hoffnung auf neue Therapieoptionen, sondern auch die Möglichkeit, zur Weiterentwicklung der Behandlung beizutragen“, so Prof. Petri.

„Für viele Patientinnen und Patienten ist die Studienteilnahme eine Möglichkeit, zur Weiterentwicklung der Behandlung beizutragen.“
Prof. Dr. Susanne Petri

Versorgungsinnovationen

Neben den Interventionsstudien beteiligt sich die Klinik auch am bundesweiten ALS-Register. Mit rund 7000 bis 8000 Betroffenen gilt die Erkrankung als selten; flächendeckend erhobene klinische Daten und Biomaterialien sind daher essenziell.

Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit einem als Ausgründung der Charité Berlin entstandenen Hilfsmittelportal, das Versorgungswege für Hilfsmittel wie Orthesen, Kommunikationshilfen oder spezialisierte Rollstuhlversorgung optimiert und bundesweit vernetzt. Auch mit der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM), der größten deutschen Selbsthilfeorganisation, besteht eine enge Zusammenarbeit. Hier erhalten Betroffene unter anderem Unterstützung durch Sozial- und Hilfsmittelberatung.

Aufbau der ASV für Multiple Sklerose

Parallel dazu steht der Aufbau einer ASV-Struktur für Multiple Sklerose (MS) unmittelbar bevor. Die Genehmigung durch den erweiterten Landesausschuss liegt vor. „Nach Abschluss der technischen Implementierung wird die neue Versorgungsform zeitnah an den Start gehen“, so Prof. Petri.

Geteilte Expertise:

Bei der regelmäßigen Röntgenbesprechung diskutiert das Team die Befunde der Patientinnen und Patienten.

Kontakt

Prof. Dr. Susanne Petri
Chefärztin Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie

Telefon: (05 11) 289-3422
E-Mail: susanne.petri@diakovere.de

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Schmerztherapie

2025-12-17T13:05:45+01:0015. Dezember 2025|

Schmerztherapie:

Physiotherapeutin Stephanie Reinemund behandelt eine Patientin mit einer Low-Level-Laser-Therapie.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Schmerztherapie

Mit ihren spezialisierten Teams für Schmerzmedizin im Friederikenstift und im Annastift bietet DIAKOVERE ein abgestimmtes, interdisziplinäres Therapiespektrum für chronische Schmerzerkrankungen.

DIAKOVERE verfügt über zwei spezialisierte Einrichtungen für Schmerzmedizin, die überregional tätig sind: das Interdisziplinäre Schmerzzentrum am DIAKOVERE Friederikenstift unter Leitung von Dr. Nicolas Jakobs und die Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie am DIAKOVERE Annastift unter Leitung von Dr. Friederike Schulz. Während das Team im Friederikenstift auf Patientinnen und Patienten mit komplexen Schmerzsyndromen spezialisiert ist, liegt der Fokus im Annastift auf chronisch-orthopädischen Schmerzsyndromen.

Beide Zentren arbeiten multiprofessionell mit den Bereichen Medizin, Pflege, Physio- und Ergotherapie sowie spezieller Schmerzpsychotherapie zusammen. Es kommen unter anderem Biofeedback, unterschiedliche Entspannungsverfahren, Yoga, Qigong und Kunsttherapie zum Einsatz. Chronischer Schmerz wird als Erkrankung verstanden, die nur im Zusammenspiel der verschiedenen Fachrichtungen erfolgreich behandelt werden kann. Ziel ist es, dass Betroffene im Rahmen der 14- bis 21-tägigen stationären Therapie selbstwirksam mit ihrem Schmerz umzugehen lernen und langfristig Lebensqualität zurückgewinnen.

DIAKOVERE Friederikenstift: komplexe Schmerzsyndrome im Fokus

Das Schmerzzentrum im Friederikenstift behandelt Patientinnen und Patienten mit komplexem regionalen Schmerzsyndrom (CRPS), neuropathischen Schmerzen oder chronischem Schmerz nach Operationen und Traumata. Ein Schwerpunkt: die Behandlung von Berufsunfallfolgen in Kooperation mit den Berufsgenossenschaften. „Neben der Schmerzreduktion ist auch die Wiederherstellung von Teilhabe und Arbeitsfähigkeit zentral“, betont Dr. Jakobs. Das Zentrum arbeitet eng mit den Abteilungen für Neurologie, Neurochirurgie und Psychosomatik in Kirchrode, externen Schmerzpraxen und Selbsthilfegruppen wie UVSD SchmerzLOS e.  V. sowie der Deutschen Schmerzgesellschaft zusammen. Zudem ist es nominiert für den Qualitätsvertrag nach § 110a SGB V.

„Neben der Schmerzreduktion ist auch die Wiederherstellung von Teilhabe zentral.“
Dr. Nicolas Jakobs

DIAKOVERE Annastift: orthopädischer Schwerpunkt

Im Annastift liegt der Fokus auf chronisch-orthopädischen Schmerzsyndromen wie Rücken-, Gelenk- oder Weichteilschmerzen. „Das Besondere ist, dass wir orthopädische und schmerztherapeutische Expertise unter einem Dach vereinen und eng mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zusammenarbeiten“, so Dr. Schulz. Die Behandlung kombiniert medizinische, funktionelle und psychotherapeutische Verfahren. Ergänzt wird sie durch Bewegungsanalysen in Zusammenarbeit mit der Forschungseinrichtung AnnaTEC und EMS-Training. Zusätzlich stehen Angebote wie ein Snoezelraum für multisensorische Entspannung sowie eine Therapieküche zur Verfügung.

Am Annastift ist außerdem der Aufbau einer stationären Schmerztherapie für Kinder und Jugendliche mit acht Betten in Planung, um eine Versorgungslücke im norddeutschen Raum zu schließen und frühzeitig spezialisierte Hilfe bieten zu können.

Bei der Visite:

Dr. Elisabeth Thorns (links) und Dr. Friederike Schulz sprechen mit einer Patientin.

Nachhaltige Ergebnisse und neue Perspektiven

Alle Behandlungen beginnen mit einem prästationären Assessment, das medizinische, funktionelle und psychosoziale Faktoren erfasst. Gemeinsam legen die Betroffenen und die Ärztin oder der Arzt persönliche und individuelle Therapieziele fest. Im Fokus steht immer eine nachhaltige Umsetzung im Alltag. Drei Monate nach der Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt eine Verlaufsbefragung. Optional können Patientinnen und Patienten nach sechs bis neun Monaten eine „Boosterwoche“ zur Stabilisierung des Therapieerfolgs und zur Förderung der Selbstwirksamkeit in Anspruch nehmen.

Dr. Friederike Schulz

Kontakt

Dr. Friederike Schulz
Oberärztin, Leitung Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMST) im DIAKOVERE Annastift

Telefon: (05 11) 5354-702
E-Mail: friederike.schulz@diakovere.de

Kontakt

Dr. Nicolas Jakobs
Leitender Arzt Schmerzmedizin, Oberarzt Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin im DIAKOVERE Friederikenstift

Telefon: (05 11) 129-2017
E-Mail: nicolas.jakobs@diakovere.de

6. Oktober 2025

Beste Betreuung für Mutter und Kind – HENRIKE öffnet ihre Türen

2025-10-07T10:04:11+02:006. Oktober 2025|

Freundlich und entspannt:

Hebamme Sophie Elisabeth Theuerkauf im Austausch mit einer schwangeren Patientin.

Beste Betreuung für Mutter und Kind – HENRIKE öffnet ihre Türen

Mit dem neuen Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE schafft DIAKOVERE eine enge Verbindung zum Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT und somit modernste Versorgung und ganzheitliche Betreuung von Schwangeren, Risikopatientinnen und Frühgeborenen. Am 2. Oktober 2025 ging HENRIKE in Betrieb. Das Perinatalzentrum Hannover in Kirchrode wird langsam auslaufen.

Mit HENRIKE ist auf dem Gelände AUF DER BULT in Hannover ein Mutter-Kind-Zentrum entstanden, das geburtshilfliche und neonatologische Hochleistungsmedizin eng verzahnt. Die Teams aus DIAKOVERE und aus dem Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT haben am 2. Oktober den Betrieb in der HENRIKE gestartet. Zuvor waren alle Vorarbeiten für einen sicheren und abgestimmten Betriebsübergang erfolgreich abgeschlossen, die medizinischen Abläufe, Behandlungswege und Personalstrukturen organisiert sowie der Umzug vollzogen worden.

Durchdachte Strukturplanung

Die neonatologische Versorgung wurde nahtlos vom bisherigen Standort in Kirchrode an die BULT verlagert. Das neonatologische Zentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Florian Guthmann bietet beste Bedingungen für die Versorgung von Früh- und Risikoneugeborenen. „Die Kinder müssen bei Komplikationen nicht mehr in ein anderes Haus verlegt werden. Hier ist alles über den Flur erreichbar“, betont Prof. Dr. Guthmann. Auch Mütter könnten bei ihren Kindern bleiben – das neue Konzept sehe gemeinsame Unterbringung auch bei intensivpflichtigen Frühchen vor.

Alle ärztlichen und pflegerischen Stellen bleiben erhalten und werden bei Bedarf weiter ausgebaut. Die bestehende Infrastruktur in Kirchrode wird mit dem Umzug nach und nach geschlossen. Auch in der Geburtshilfe ist die Personalbesetzung für die Zeit nach dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten vorbereitet. Ärztliche und pflegerische Dienste sind vollständig abgedeckt. Die Hebammenstruktur bleibt stabil.

Im Gespräch:

Prof. Dr. Florian Guthmann, Chefarzt in der Neonatologie, bespricht sich im neuen Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE mit Dr. Anna Koluch, Oberärztin in der Neonatologie, und Jacqueline Nobel, pflegerische Leitung in der Neonatologie.

Erweiterte Versorgungskapazität

HENRIKE ist als baulich und organisatorisch verbundenes Zentrum für Geburtshilfe und Neonatologie konzipiert. Es ist eines der drei größten Häuser dieser Art in Deutschland. Geburtsmedizinische Leistungen der DIAKOVERE Kliniken und die Neonatologie des Kinder- und Jugendkrankenhauses AUF DER BULT werden an einem Standort zusammengeführt. Beide Träger arbeiten dabei in eng abgestimmter Struktur. „Wir bündeln die Expertise zweier renommierter Kliniken unter einem Dach“, erklärt Prof. Dr. Ralf Schild, Chefarzt der Geburtshilfe und der Perinatalmedizin bei DIAKOVERE. „Dabei legen wir aber großen Wert auf eine persönliche Versorgung in moderner Wohlfühlatmosphäre.“

Die neun hochmodernen Kreißsäle – darunter auch zwei Hebammenkreißsäle – ermöglichen vielfältige geburtshilfliche Optionen, vom natürlichen vaginalen Geburtsverlauf bis zur interventionellen Hochrisikogeburt bei Beckenendlage oder Zwillingsgeburten. Moderne Überwachungssysteme und CTG-Geräte ermöglichen die bestmögliche Versorgung auch bei schwierigen Untersuchungs- und Behandlungsbedingungen wie zum Beispiel Adipositas. Die Station bietet 67 Betten in 35 Zimmern. Alle Zimmer sind als Zwei- oder Einbettzimmer geplant, können aber auch als Familienzimmer genutzt werden.

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Betten in 35 Zimmern. Alle Zimmer sind als Zwei- oder Einbettzimmer geplant, können aber auch als Familienzimmer genutzt werden.

Die Neonatologie der BULT betreibt im angeschlossenen Gebäudeteil eine vollständig ausgestattete Intensivstation mit 18 Behandlungsplätzen. Daneben existiert eine Überwachungsstation für nicht intensivpflichtige Früh- und Neugeborene. Ein zentrales Element des neuen Konzeptes ist die Möglichkeit, Mütter auch während der Intensivtherapie ihrer Neugeborenen im selben Raum unterzubringen.

Kompetentes Duo:

Prof. Dr. Ralf Schild (links) ist Chefarzt der Geburtshilfe und der Perinatalmedizin bei DIAKOVERE. Prof. Dr. Florian Guthmann leitet das neonatologische Zentrum als Chefarzt.

Entbindung im warmen Wasser:

Die HENRIKE Kreißsäle sind mit Geburtswannen ausgestattet, um den Patientinnen auf Wunsch eine Wassergeburt zu ermöglichen.

Diagnostik und Therapie im Verbund

Die klinische Infrastruktur erlaubt eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Geburtshilfe und Neonatologie stimmen sich regelmäßig in gemeinsamen Visiten und strukturierten Perinatalkonferenzen ab. Koordinatorinnen und Koordinatoren beider Seiten organisieren Transport, Übergaben und Behandlungsprozesse. „Wir schaffen Synergien, damit Diagnostik und Therapie schnell, effizient und patientenzentriert erfolgen können“, sagt Prof. Dr. Schild. Das bedeutet mehr Transparenz: Befunde, Verlaufsinformationen und Ansprechpersonen sind klar definiert. Die Vernetzung mit weiteren Disziplinen des Kinder- und Jugendkrankenhauses AUF DER BULT ist unmittelbar gegeben. Kinderradiologie, Kinderchirurgie, Kinderendokrinologie, Anästhesie und Neuropädiatrie stehen konsiliarisch jederzeit zur Verfügung.

„Wir schaffen Synergien, damit Diagnostik und Therapie schnell, effizient und patientenzentriert erfolgen können.“
Prof. Dr. Ralf Schild,
MA FRCOG, DEGUM III

Alle erforderlichen diagnostischen Verfahren wie erweiterte Ultraschalluntersuchungen erfolgen vor Ort. In der Schwangeren- sowie der DEGUM-III-zertifizierten Ultraschallambulanz wird die gesamte vorgeburtliche Diagnostik, etwa das Ersttrimester-Screening, abgedeckt. „Wir können das gesamte Spektrum der Geburtshilfe und der Perinatalmedizin anbieten“, so Prof. Dr. Schild. „Aber vor allem wollen wir erreichen, dass sich die Patientinnen hier wohlfühlen und die Geburt ein natürlicher Prozess bleibt.“

Pränataldiagnostik im ersten Trimester

Zwischen der elften und der 13. Schwangerschaftswoche erfolgt das sogenannte Ersttrimester-Screening. In der HENRIKE wird es unter DEGUM-III-Standards durchgeführt. Frühzeitig können auf diese ­Weise Risiken wie Präeklampsie, fetale Wachstumsstörungen oder genetische Auffälligkeiten erkannt werden. Durch den Verbund von Geburtshilfe, Pränataldiagnostik und Neonatologie können auffällige Befunde unmittelbar eingeordnet und weiterführende diagnostische oder therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden. Dies betrifft sowohl genetische Beratung und invasive Diagnostik als auch die frühzeitige strukturierte Geburtsplanung bei erwarteten Komplikationen. Die unmittelbare Nähe zur Neonatologie ermöglicht zudem, bereits vor der Geburt gemeinsam mit den Kinderärztinnen und -ärzten oder weiteren Fachdisziplinen die Versorgung nach der Geburt zu planen. Schwangere mit erschwerten Untersuchungsbedingungen, etwa bei Adipositas, profitieren von der erweiterten technischen Ausstattung mit modernsten Ultraschallsystemen und verbesserter Signalverarbeitung. Durch die Integration aller Strukturen in einem Zentrum entfallen für die Patientinnen belastende Mehrfachtermine und Überweisungen.

Wichtige Nummern

Prof. Dr. Schild/Sekretariat
Telefon: (0511) 8115-3800

Ultraschall-Ambulanz
Telefon: (0511) 8115-3888

Kreißsaal
Telefon: (0511) 8115-3838

Wochenbettstation
Telefon: (0511) 8115-3915
(0511) 8115-3916

Kontakt

Prof. Dr. Ralf Schild, MA FRCOG, DEGUM III
Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe
und Perinatalmedizin

Telefon: (0511) 8115-3800
E-Mail: ralf.schild@diakovere.de

Komplexe Chirurgie im Dialog

2025-10-07T10:06:10+02:005. Oktober 2025|

Komplexe Chirurgie im Dialog

Seit dem 1. Juli 2025 leitet Prof. Dr. Katja Schlosser das Zentrum für Allgemein-, Viszeral-, endokrine und Gefäßchirurgie am DIAKOVERE Henriettenstift. Als Chefärztin verantwortet sie die gesamte Bandbreite der Viszeralchirurgie sowie die Gefäßchirurgie. Unterstützt wird sie im Bereich der Viszeralchirurgie durch den Chefarzt für onkologische Chirurgie, Lars Haeder.

Mit innovativen Verfahren, neuen Strukturen und enger interdisziplinärer Zusammenarbeit stellt Prof. Dr. Katja Schlosser die Weichen für die Zukunft des Zentrums. Die viszeralchirurgischen Schwerpunkte werden klar strukturiert: Während Prof. Dr. Schlosser die endokrine und gefäßchirurgische Weiterentwicklung sowie die breite viszeralchirurgische Versorgung verantwortet, widmet sich Lars Haeder, Chefarzt der Onkologischen Chirurgie und Leiter des DKG-zertifizierten Darmkrebszentrums, schwerpunktmäßig der onkologischen Chirurgie. Dabei sollen im Besonderen die kolorektale und die Pankreaschirurgie gestärkt werden.

In der Gefäßchirurgie wird neben etablierten Verfahren wie Aortenchirurgie, cruralen Bypässen und Carotisoperationen in Vollnarkose die Carotis-Chirurgie in Plexusanästhesie eingeführt. Sie bietet eine risikoärmere Alternative, besonders für ältere oder vorerkrankte Menschen. In der Endokrinen Chirurgie verfolgt Prof. Dr. Schlosser die erneute Zertifizierung als Endokrines Zentrum, ergänzt durch die Implementierung der international etablierten TIRADS-Klassifikation zur differenzierten Beurteilung von Schilddrüsenknoten sowie neuer Verfahren wie der laparoskopischen Adrenalektomie.

Bildgebende Untersuchung:

Via Ultraschall überprüft Prof. Dr. Katja Schlosser die Gefäße im Bauchraum einer Patientin.

Teamarbeit und Kommunikation

Prof. Dr. Katja Schlosser ist Fachärztin für Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie, verfügt über das europäische Zertifikat in endokriner Chirurgie (F.E.B.S. Endocrine Surgery) und bringt langjährige Leitungserfahrung mit. Für sie stehen wertschätzende Teamarbeit und Erreichbarkeit im Zentrum ihrer Arbeit. „Ich wurde herzlich aufgenommen und werde mich in den kommenden Monaten bei möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen vorstellen“, sagt sie. „Nur im persönlichen Austausch und gemeinsam können wir die bestmögliche Versorgung anbieten und das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten rechtfertigen. Kommunikation, Erreichbarkeit und feste Ansprechpersonen sichern Qualität und Zufriedenheit bei allen Beteiligten“, betont die Zentrumsleitung.

Auch Haeder unterstreicht: „Exzellente Versorgung ist Teamarbeit. Durch geteilte Aufgaben gewinnen wir mehr Zeit für Patientinnen, Patienten und Zuweisende.“ Durchdachte Abläufe und persönliche Kontaktmöglichkeiten gehören dabei zum sektorenübergreifenden Versorgungskonzept. Ziel ist eine klare Struktur in hoch spezialisierte Sektionen – von der endokrinen über die onkologische bis zur minimalinvasiven Chirurgie. „So wissen Zuweisende sowie Patientinnen und Patienten sofort, an wen sie sich wenden können“, betont Haeder.

„Kurze Wege und klare Zuständigkeiten sind die Basis für eine patientenzentrierte Medizin auf höchstem Niveau.“
Prof. Dr. Katja Schlosser

Bieten Patientinnen und Patienten als Team die bestmögliche Versorgung:

Prof. Dr. Katja Schlosser, verantwortlich für die endokrine und gefäßchirurgische Weiterentwicklung sowie die breite viszeralchirurgische Versorgung, und Lars Haeder mit dem Schwerpunkt onkologische Chirurgie.

Strukturen stärken – Erreichbarkeit sichern

Die spezialisierten Sprechstunden werden fortgeführt und gezielt erweitert. Ein neuer OP-Manager optimiert die Abläufe, reduziert Wechselzeiten und schafft zusätzliche OP-Kapazitäten bei gleichbleibend hoher Qualität. Für zuweisende Praxen bleibt die persönliche Erreichbarkeit zentral: Zentrumsleitung Prof. Dr. Schlosser sowie Haeder, Chefarzt der Onkologischen Chirurgie, stehen für Rückfragen, Austausch und unkomplizierte Klärung im Akutfall zur Verfügung. „Kurze Wege und klare Zuständigkeiten sind die Basis für eine patientenzentrierte Medizin auf höchstem Niveau“, so Prof. Dr. Schlosser.

Kontakt

Prof. Dr. Katja Schlosser
Zentrumsleitung für Allgemein-, Viszeral- und endokrine Chirurgie
Chefärztin Klinik für Gefäßchirurgie

Telefon: (0511) 289-2599
E-Mail: katja.schlosser@diakovere.de

Kontakt

Lars Haeder
Chefarzt Onkologische Chirurgie

Telefon: (0511) 289-2101
E-Mail: lars.haeder@diakovere.de

2. Juli 2025

Neue Versorgungspfade im Notaufnahmezentrum

2025-07-02T14:34:26+02:002. Juli 2025|

Teamwork:

Dr. Gökhan Özdemir (von links), Dr. Joana Moog-Boll und Chefarzt Dr. Sven Wolf arbeiten Hand in Hand in der Notaufnahme des DIAKOVERE Henriettenstiftes.

Neue Versorgungspfade im Notaufnahmezentrum

Mit einem neuen Leitungsteam, strukturellen Anpassungen und einem ausgebauten zentralen Belegungsmanagement bietet das Team des DIAKOVERE Notaufnahmezentrums (ZNA) effizient und verlässlich eine optimale Patientenversorgung rund um die Uhr.

Die Notaufnahmen der DIAKOVERE Kliniken am Henrietten- und am Friederikenstift behandeln gemeinsam rund 55.000 Notfallpatientinnen und -patienten im Jahr. Unter Leitung von Chefarzt Dr. Sven Wolf wurden medizinische und administrative Prozesse beider Standorte weiter vereinheitlicht. Ein vierköpfiges Oberarztteam koordiniert vor Ort die interdisziplinär hohe Versorgungsqualität sowie komplexe Abläufe – von der Aufnahme bis zur zügigen stationären Verlegung. „Unser Ziel ist es, trotz der zwei Standorte Ressourcen noch besser zu nutzen und Zuweisungswege zu vereinfachen“, erklärt Dr. Wolf.

Zentrales Belegungsmanagement

Eine zentrale Erweiterung ist das standortübergreifende Belegungsmanagement. Stationäre Aufnahmen, auch außerhalb der Notfallversorgung, werden über eine zentrale Koordinationsstelle gesteuert. So erfolgt eine verlässliche, transparente Bettenvergabe auch bei elektiven Zuweisungen. Perspektivisch ist ein webbasiertes Serviceportal mit ergänzender telefonischer Anbindung für Zuweisende geplant.

Sektorübergreifende Entlastungskonzepte

Zur Entlastung der Notaufnahmen bei nicht akuten Anliegen werden neue Versorgungspfade entwickelt. Hier unterstützt unter anderem das angegliederte Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) im hausärztlich-internistischen Bereich, um Patientinnen und Patienten mit absehbarem Behandlungsbedarf, zum Beispiel in der Gastroenterologie, frühzeitig zu lenken und unnötige Aufenthalte in der ZNA zu vermeiden.

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Patientinnen und Patienten behandeln die Notaufnahmen der DIAKOVERE Kliniken am Henrietten- und Friederikenstift jährlich.

Fachliche Expertise rund um die Uhr

Beide Notaufnahmen sind 24/7 erreichbar. Die Ärztinnen und Ärzte der Fachbereiche Innere Medizin, Neurologie und Chirurgie stehen an beiden Standorten jederzeit bereit. Weitere Schwerpunkte am Henriettenstift sind Bauch- und Allgemeinchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Gynäkologie. Am Friederikenstift liegen die Spezialisierungen auf Urologie, Plastischer Chirurgie und unfallchirurgischer Versorgung – einschließlich BG-Fällen und der Funktion als überregionales Traumazentrum. Ergänzend bestehen ein Flusssäure-Kompetenzzentrum sowie die Beteiligung an der Versorgung schwerster Kriegsverletzungen im Rahmen des Kleeblattprinzips.

Jede Sekunde zählt:

In der Notaufnahme stehen alle Geräte zur Überwachung der Vitalfunktionen bereit, damit Patientinnen und Patienten im Ernstfall schnell geholfen werden kann.

Versorgung von Kriegsverletzten

Das Kleeblattkonzept beinhaltet eine länderübergreifende Versorgung von Intensivpatientinnen und -patienten in Deutschland und hat sich während der Coronapandemie zur Entlastung von Kliniken etabliert. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wurde dieses Prinzip für die medizinische Versorgung ukrainischer Kriegsverletzter durch die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft übernommen. Auch das DIAKOVERE Friederikenstift, das als überregio­nales Traumazentrum fungiert, hat in den letzten drei Jahren 50 Schwerverletzte aus der Ukraine behandelt. „Durch die Erweiterung der Katastrophenversorgung profitieren alle unsere Patientinnen und Patienten“, so der Chefarzt des Notaufnahmezentrums, Dr. Sven Wolf.

Kontakt

Dr. Sven Wolf
Chefarzt Notaufnahmezentrum

Telefon: (0511) 129-2861
E-Mail: sven.wolf@diakovere.de

Moderne Verfahren in der Radiologie

2025-07-02T14:34:20+02:002. Juli 2025|

Moderne Verfahren in der Radiologie

Mit neuer Leitungsstruktur, innovativen Therapien und High-End-Technik positioniert sich das DIAKOVERE Zentrum für Radiologie, Neuroradiologie und Interventionelle Radiologie als zukunftsfähiger Partner mit Fokus auf Qualität, Vernetzung und Patientenwohl.

Seit 1. Januar 2025 führt Prof. Dr. Peter Isfort als Zentrumsleiter das DIAKOVERE Zentrum für Radiologie, Neuroradiologie und Interventionelle Radiologie. Die ehemals eigenständigen Abteilungen am Friederikenstift, am Henriettenstift und am Annastift wurden unter neuer Leitungsstruktur und mithilfe neuer vernetzter Prozesse zusammengeführt. „Unser Ziel ist eine radiologische Versorgung auf hohem Niveau an allen Standorten – durch klare Zuständigkeiten, aber auch durch standortübergreifende Zusammenarbeit“, erklärt Prof. Isfort.

Sind ein eingespieltes Team in der bildgebenden Diagnostik:

Prof. Dr. Peter Isfort und Oberärztin Dr. Charlotte Stein.

Modernisierung für neue Verfahren

Herzstück der Neuausrichtung ist eine umfassende Geräteoffensive, die, beginnend 2025, nach und nach umgesetzt wird: Neue Röntgenanlagen, 128-Zeilen-CTs und MRT-Systeme mit 1,5- und 3-Tesla-Magneten mit KI-Unterstützung verbessern nicht nur die Bildqualität, sondern reduzieren auch Strahlendosis und Untersuchungsdauer. Neue Angiographieanlagen ermöglichen ein breites Portfolio minimalinvasiver Therapien mit strahlungsarmer Bildgebungstechnik. „Neueste State-of-the-Art-Bildgebungssysteme ermöglichen nicht nur präzisere Diagnostik mit geringerer Strahlendosis, sondern tragen auch dazu bei, dass schnellere Therapieentscheidungen getroffen werden können – ein weiterer Schritt in Richtung Präzisionsdiagnostik“, so der Chefarzt.

Starke Ausbildung, klare Ansprechpartner

Mit 44 medizinischen Technologinnen und Technologen (MTR), 26 Ärztinnen und Ärzten und einem multiprofessionellen Team bietet das Zentrum optimale Bedingungen für Weiterbildung und Spezialisierung. Die enge Kooperation zwischen den Standorten ermöglicht ein vollständiges Weiterbildungsangebot. Prof. Isfort betont: „Wir wollen ein Ort sein, an dem sich Medizinerinnen und Mediziner ebenso wie MTR weiterbilden und spezialisieren können.“

Auch Zuweisende profitieren: Patientinnen und Patienten werden an modernsten Anlagen nach neuesten Standards untersucht. Außerdem finden neue Therapieverfahren wie die transarterielle periartikuläre Embolisation Anwendung. Neben dem hohen Qualitätsanspruch steht die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und mit den Zuweisenden im Vordergrund. „Wir sind jederzeit ansprechbar und wollen die bestmögliche Versorgung unserer gemeinsamen Patientinnen und Patienten“, sagt der Chefarzt.

Im Einsatz:

Prof. Dr. Peter Isfort und Oberärztin Dr. Charlotte Stein.

„Neueste State-of-the-Art-Bildgebungssysteme ermöglichen nicht nur präzisere Diagnostik mit geringerer Strahlendosis, sondern tragen auch dazu bei, dass schnellere Therapieentscheidungen getroffen werden können.“
Prof. Dr. Peter Isfort, MHBA

TAPE: Minimalinvasiv gegen Gelenkschmerzen

Ein Alleinstellungsmerkmal in Hannover ist das neue Verfahren TAPE – transarterielle periartikuläre Embolisation oder Gelenkembolisation – zur Behandlung chronischer Schmerzen bei Arthrose und Tendinopathien.

Es richtet sich an Betroffene, bei denen konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind, aber ein operativer Eingriff noch nicht angezeigt oder aufgrund von Begleiterkrankungen nicht möglich ist. Dabei ist die TAPE ein vielversprechender Baustein in der Behandlung, der die etablierten konservativen und operativen Therapieverfahren ergänzt.

Die Behandlung findet stationär statt mit nur einem Aufenthaltstag und kann bei Bedarf wiederholt werden. Zudem ist sie als Brückentherapie vor einem möglichen Gelenkersatz geeignet. „TAPE ist eine sichere und schonende Option zur Schmerzlinderung, die auch Dank der interdisziplinären Organisation gemeinsam mit der orthopädischen Universitätsklinik der MHH und des Annastifts einen hohen wissenschaftlichen und Behandlungsstandard gewährleistet. Bei Fragen zu dem Verfahren und für die Vorstellung von Patientinnen und Patienten können sich die Kolleginnen und Kollegen gern bei uns melden“, erklärt Prof. Isfort.

Kontakt

Prof. Dr. Peter Isfort, MHBA, EBIR, FCIRSE
Zentrumsleiter Zentrum für Radiologie, Neuroradiologie und Interventionelle Radiologie
DIAKOVERE Henriettenstift
DIAKOVERE Friederikenstift

Telefon: (0511) 289-22 62
E-Mail: peter.isfort@diakovere.de

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