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21. Juni 2026

Zuweisungen gezielt steuern

2026-06-22T09:53:16+02:0021. Juni 2026|

Patientenorientiert:

Der Prozess der Zuweisung wird neu strukturiert.

Zuweisungen gezielt steuern

Wenn in der Praxis schnell geklärt werden muss, wie es für Patientinnen und Patienten klinisch weitergeht, zählt der direkte Kontakt. Daher bündelt DIAKOVERE ihr Zuweisungsmanagement. Ziel sind verlässliche Ansprechpersonen, klare Wege und eine schnelle, passgenaue Zuweisung.

Mit einem strategisch geplanten und klar kommunizierten Zuweisungsmanagement sollen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte rasch wissen, wen sie bei DIAKOVERE anrufen können, wie der Weg in den passenden Fachbereich funktioniert und wie sich unnötige Umwege vermeiden lassen. Verantwortlich für die Etablierung und die Prozessoptimierung ist Björn Wuttig, der bei DIAKOVERE bereits das Zentrale Belegungsmanagement mit aufgebaut und weiterentwickelt hat. 

Klare Zuständigkeiten, direkter Zugang

Gewachsene, oft dezentrale Strukturen werden mit dem neuen datenbasierten Zuweisungsmanagement gebündelt und transparenter gestaltet, sodass einheitliche Zugangswege entstehen. Die fachliche Kommunikation sichert dabei weiterhin die medizinisch fundierte Entscheidungsfindung.

Künftig steht ein klar definierter Kontakt zur Verfügung, über den Zuweisungen koordiniert und Patientinnen und Patienten gezielt den passenden Fachbereichen zugeordnet werden. „Modernes Zuweisungsmanagement ist für uns ein strategisches Instrument, um Versorgung verlässlich, patientenorientiert und sektorenübergreifend zu gestalten. Es stärkt die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und verbessert zugleich die Steuerung innerhalb unseres Klinikverbundes“, betont Prof. Dr. Thomas Moesta, Geschäftsführer DIAKOVERE Krankenhaus gGmbH.

Für DIAKOVERE verbindet sich damit ein doppelter Anspruch: die Beziehung zu zuweisenden Praxen langfristig zu stärken und sich zugleich als verlässlicher und fachlich kompetenter Partner in einem anspruchsvollen, sich wandelnden Versorgungsumfeld zu positionieren. Ein effektives Zuweisungsmanagement ist daher nicht nur reiner Service, sondern Ausdruck eines klaren Qualitätsanspruchs.

Wir wollen den Zuweisenden einen klaren, verlässlichen Weg anbieten.

2026-06-22T09:53:25+02:0021. Juni 2026|

Fungiert als Schnittstelle zwischen Zuweisenden und Kliniken:

Björn Wuttig, neuer Referent für das Zuweisungsmanagement.

„Wir wollen den Zuweisenden einen klaren, verlässlichen Weg anbieten.“

Björn Wuttig übernimmt bei DIAKOVERE das Zuweisungsmanagement. Im Interview spricht er über seine neue Aufgabe, über geplante Strukturen, feste Ansprechpersonen und darüber, wie sich Zuweisungen künftig einfacher, schneller und zielgerichteter gestalten lassen.

Herr Wuttig, worum geht es beim neuen Zuweisungsmanagement?

Wir wollen die Zusammenarbeit mit zuweisenden Praxen verbindlicher, transparenter und strukturierter gestalten. Persönliche Kontakte bleiben wichtig, werden aber durch klare Strukturen ergänzt. Ziel ist es, dass Zuweisende schnell wissen, wen sie ansprechen können und wie Patientinnen und Patienten gezielt in die passenden Fachbereiche gelangen.

Warum ist dieser Schritt jetzt notwendig?

Der Versorgungsmarkt verändert sich stark, die Anforderungen an Kliniken auch im Hinblick auf Erreichbarkeit, Steuerung und Patientenorientierung steigen. Klare Prozesse sind daher entscheidend. Wir wollen bestehende Beziehungen stärken, neue Kooperationen entwickeln und uns als verlässlicher Partner im Versorgungsnetz positionieren.

Was ändert sich konkret?

Zuweisungen liefen bislang häufig dezentral und individuell. Das war oft gut etabliert, aber nicht immer transparent. Künftig bündeln und strukturieren wir diesen Weg – ohne funktionierende Kontakte zu ersetzen. Ein zentraler Schritt ist eine klar definierte Erreichbarkeit: Zuweisende erhalten einen festen Zugang zu DIAKOVERE mit klaren Ansprechpersonen und Zuständigkeiten. So wird das zentrale Problem „Wen rufe ich an?“ schnell gelöst.

Welchen Nutzen hat das für den Praxisalltag?

Vor allem mehr Orientierung und Verlässlichkeit für den Alltag in der ambulanten Praxis. Bei zeitnahem Abklärungsbedarf wird der Weg in die Klinik einfacher, schneller und zielgerichteter erfolgen. Unnötige Umwege – etwa über nicht immer indizierte Notaufnahmen – lassen sich so vermeiden. Gleichzeitig bleibt die persönliche Abstimmung immer zentraler Bestandteil: Das kollegiale Gespräch zwischen Ärztinnen und Ärzten ist und bleibt ein wichtiger Qualitätsfaktor im Zuweisungsprozess.

 Was bedeutet „gezielte Steuerung"? 

Patientinnen und Patienten sollen möglichst passgenau in die geeignete medizinische Fachabteilung bei DIAKOVERE gelangen. Eine frühzeitige Abstimmung hilft, Kapazitäten besser zu nutzen und Behandlungswege effizienter zu gestalten – zum Vorteil aller Beteiligten.

Welche Rolle übernehmen Sie dabei?

Ich sehe mich als zentrale Schnittstelle zwischen Zuweisenden und Kliniken. Meine Aufgabe ist es, Strukturen weiterzuentwickeln, Prozesse zu begleiten und Rückmeldungen zusammenzuführen – also zu vernetzen, zu moderieren und Impulse für Verbesserungen zu geben.

Wie entwickeln Sie das System weiter?

Zunächst analysieren wir Abläufe und optimieren Erreichbarkeit sowie Zuständigkeiten. Ein wichtiger Baustein ist die systematische Einbindung von Feedback aus dem ambulanten Bereich – also von den Niedergelassenen. Künftig wollen wir Rückmeldungen strukturiert erfassen und für die gesamte Organisation nutzbar machen.

Woran messen Sie den Erfolg?

An quantitativen und qualitativen Faktoren: etwa an der Entwicklung von Zuweisungen, an stabilen und neuen Kontakten sowie an der Zufriedenheit. Entscheidend ist, ob Zuweisende schneller und einfacher zu einer guten Versorgungslösung für die Patientinnen und Patienten gelangen.

Wie geht es perspektivisch weiter?

Nach dem Aufbau klarer Zugangswege werden wir Prozesse weiter vereinheitlichen und schrittweise digitale Lösungen ergänzen. Wichtig ist: Digitalisierung soll unterstützen und praktikable Lösungen bieten, nicht belasten. Im Mittelpunkt bei DIAKOVERE steht weiterhin der Mensch.

Was motiviert Sie persönlich?

Mich reizt die Aufgabe, bestehende gute Ansätze zu bündeln und daraus einen verlässlichen, übergreifenden Rahmen zu entwickeln. Wenn es gelingt, den Zuweisenden klare Wege zu bieten und damit gleichzeitig die Versorgung in der Region weiter zu verbessern, dann ist viel erreicht.

Zur Person

Seit April 2026 verantwortet Björn Wuttig das Zuweisungsmanagement bei DIAKOVERE. Bereits seit August 2020 ist er im Unternehmen tätig und hat das Zentrale Belegungsmanagement mit aufgebaut und weiterentwickelt. Wuttig ist gelernter Krankenpfleger und war 17Jahre in der Intensivpflege tätig; zudem verfügt er über Erfahrungen im Rettungsdienst. Berufsbegleitend  absolvierte er das Studium MBA Gesundheitsmanagement und schloss dieses mit dem Master ab.  

Kontakt

Björn Wuttig
Referent Zuweisungsmanagement

Telefon: (05 11) 5354-4497
E-Mail: bjoern.wuttig@diakovere.de

HENRIKE stärkt Pränataldiagnostik sowie Vor- und Nachsorge

2026-06-22T09:53:31+02:0021. Juni 2026|

HENRIKE stärkt Pränataldiagnostik sowie Vor- und Nachsorge

Mit der 1000. Geburt 2026 unterstreicht das neue DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE die hohe Akzeptanz in der Region und darüber hinaus. Entscheidend ist eine enge Verzahnung zwischen Kinderheilkunde und hoch spezialisierter Pränataldiagnostik.

Mit der 1000. Geburt im laufenden Jahr bestätigt das Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE die schnelle Etablierung des neuen Standorts, der geburtshilfliche Versorgung, Neonatologie und pränatalmedizinische Expertise zusammenführt. Patientinnen profitieren von kurzen Wegen, großzügig geplanten Strukturen mit neun Kreißsälen sowie der unmittelbaren Nähe zur Kinderklinik AUF DER BULT. Niedergelassene Praxen haben den Vorteil, dass spezielle Diagnostik schnell und gezielt durchgeführt werden kann. „Unser Ziel ist es, die Geburt für Mutter und Kind besonders sicher zu machen“, so Prof. Dr. Schild, Chefarzt der Geburtshilfe.

Das Team der fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis im DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE:

Prof. Dr. Ralf Schild (v. l.), Chefarzt der Geburtshilfe, Oberärztin Dr. Claudia Seidig und Oberärztin Beena Thorns.

Differenzierte Feindiagnostik im MVZ

Ein zentraler Bestandteil ist die spezialisierte Pränataldiagnostik, unter anderem mit der Ultraschallambulanz (DEGUM II und III) im angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) direkt im Haus. Sie wird werktäglich angeboten und umfasst differenzierte Feindiagnostik sowie Zweit- und Drittmeinungen.

„Unser Ziel ist es, die Geburt für Mutter und Kind besonders sicher zu machen.“
Prof. Dr. Ralf Schild

Der wesentliche Vorteil liegt in der direkten Anbindung an die klinische Versorgung: Bei auffälligen Befunden können Diagnostik, interdisziplinäre Beratung und weitere Maßnahmen ohne Verzögerung abgestimmt werden. Neonatologie, Kinderchirurgie und weitere Fachrichtungen werden bei Bedarf frühzeitig eingebunden. „Das macht es besonders, weil wir für alle Auffälligkeiten eine gute Diagnostik bieten und die Therapieoptionen haben“, betont Prof. Dr. Schild. Die Kombination aus technischer Ausstattung und ausgewiesener Expertise ermöglicht eine differenzierte Diagnostik über alle Trimester hinweg. Dies schafft eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die weitere Betreuung und Behandlung.

Weiterentwicklung der Versorgung und Digitalisierung

Das Versorgungskonzept ist auf durchgängige Betreuung ausgerichtet – von der Diagnostik über die Geburt bis in die postpartale Phase. Ergänzende Angebote werden aktuell gezielt ausgebaut, insbesondere im Bereich Elternschule, Stillberatung und strukturierter Nachsorge. Parallel können geeignete Leistungen wie Fern-CTGs zukünftig ambulant organisiert werden, um stationäre Aufenthalte zu reduzieren, ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen. „Damit orientieren wir uns an positiven Erfahrungswerten aus anderen Ländern“, so der Chefarzt.

Darüber hinaus werden im Rahmen strategischer Weiterentwicklungsprozesse
zusätzliche Versorgungsbausteine etabliert. Geplant sind unter anderem eine Intermediate Care zur erweiterten Betreuung maternaler Komplikationen sowie ein hebammengeleiteter Kreißsaal als ergänzendes Angebot.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung: Eine patientenorientierte App sowie der Einsatz digitaler und perspektivisch KI-gestützter Systeme zur Unterstützung von Dokumentation, Kommunikation und Diagnostik sind in Planung. Ziel ist die Reduktion administrativer Prozesse und eine verbesserte Verfügbarkeit von Informationen entlang des gesamten Behandlungsverlaufs. „So können wir eine strukturierte Weiterbetreuung auch bei komplexen Verläufen für Praxen und
Patientinnen sicherstellen und erleichtern“, sagt Prof. Dr. Schild.

U2 strukturiert integriert

Die U2-Untersuchung erfolgt im Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE im Rahmen des stationären Aufenthalts in enger Kooperation mit dem Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT. Sie wird montags bis samstags durch pädiatrische Fachärztinnen und -ärzte sichergestellt.

Neben der vollständigen klinischen Untersuchung der Neugeborenen umfasst die U2 alle etablierten Screenings, darunter das erweiterte Stoffwechselscreening, das Hörscreening, die Pulsoxymetrie sowie gegebenenfalls die Hüftsonografie. Durch die enge Anbindung an die Kinderklinik sind bei Auffälligkeiten unmittelbar weiterführende Abklärungen oder therapeutische Schritte möglich. Daraus ergibt sich ein strukturierter, leitliniengerechter Start in die pädiatrische Versorgung mit klar definierten Übergängen zur U3 und zur weiteren ambulanten Betreuung.

Kontakt

Prof. Dr. Ralf Schild, MA FRCOG, DEGUM III
Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Telefon: (05 11) 8115-3800
E-Mail: ralf.schild@diakovere.de

MVZ mit zwei neuen Schwerpunkten

2026-06-22T09:53:43+02:0021. Juni 2026|

MVZ mit zwei neuen Schwerpunkten

Das Medizinische Versorgungszentrum der DIAKOVERE erweitert sein ambulantes Angebot an zwei Standorten: Eine gastroenterologische Privatsprechstunde ergänzt die hausärztliche Versorgung am Henriettenstift, im Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE AUF DER BULT wird hoch spezialisierte Pränataldiagnostik angeboten.

Vor rund eineinhalb Jahren ist das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) aus der Calenberger Neustadt in das Henriettenstift in der Marienstraße umgezogen. Im Mittelpunkt steht seither eine hochwertige hausärztliche Versorgung für Patientinnen und Patienten. Seit dem 1. Juni ergänzt zudem eine gastroenterologische Privatsprechstunde das Angebot in denselben Räumlichkeiten. Ebenfalls neu hinzugekommen ist HENRIKE, das DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum AUF DER BULT, das als MVZ nun hoch spezialisierte Pränataldiagnostik sowie Zweit- und Drittmeinungen anbietet. Der besondere Mehrwert liegt an beiden DIAKOVERE Standorten in der engen Verzahnung ambulanter und klinischer Versorgung.

Die Hausarztpraxis im Henriettenstift unter der Leitung von Dr. Jörg Grotkamp übernimmt die klassische hausärztliche Betreuung ebenso wie Vorsorge, DMP, die Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen und die Koordination fachärztlicher Diagnostik und Therapie. Vorteile sind kurze Wege für Patientinnen und Patienten, beispielsweise nach stationären Aufenthalten in den Häusern von DIAKOVERE oder anderen Kliniken sowie in der Nachsorge zum Beispiel im Rahmen einer Adipositasbehandlung. Katharina Jürgens, Geschäftsführerin des MVZ, sagt: „Wir wollen keine hausärztliche Versorgung ersetzen, sondern sie dort sinnvoll ergänzen, wo die unmittelbare Nähe zur Klinik einen echten Mehrwert schafft.“ Auch für Zuweisende ist die Klinikanbindung von Bedeutung: Befunde können rasch zusammengeführt, Rückfragen unmittelbar geklärt und weiterführende Untersuchungen bei Bedarf zügig organisiert werden.

Breit aufgestellt:

Dr. Jörg Grotkamp verantwortet die klassische hausärztliche Betreuung und bietet zusammen mit der Klinik ein fachübergreifendes ambulantes Behandlungsspektrum.

Gastroenterologische Privatsprechstunde

Seit Juni ergänzt eine gastroenterologische Privatsprechstunde unter der Leitung von Prof. Dr. Ahmed Madisch das Angebot im MVZ. Sie richtet sich an Privatpatientinnen und -patienten sowie Selbstzahlende und umfasst unter anderem fachärztliche Beratung, Zweitmeinungen, die Beurteilung vorhandener Befunde und die Planung weiterführender Diagnostik. Damit erweitert das MVZ sein ambulantes Spektrum gezielt um einen Bereich, der sowohl in der Abklärung unklarer Beschwerden als auch in der strukturierten Vorbereitung weiterführender klinischer Diagnostik relevant ist.

Immer erreichbar:

Cornelia Pilling, Mitarbeiterin in der Gemeinschaftspraxis im MVZ, vereinbart telefonisch Termine und beantwortet Fragen.

„Die Anbindung an die Klinik ist unser zentraler Mehrwert, insbesondere durch kurze Wege, schnelle Abstimmungen und die enge Vernetzung mit den Fachabteilungen.“
Katharina Jürgens, Geschäftsführerin des Medizinischen Versorgungszentrums

Pränataldiagnostik im MVZ

Ein dritter Schwerpunkt liegt in der Pränataldiagnostik. Das Zentrum in der HENRIKE AUF DER BULT bietet werktags spezialisierte Untersuchungen für Schwangere mit Überweisung an: von Ersttrimesterscreening und früher Feindiagnostik über differenzierte Ultraschalluntersuchung bis hin zu weiterführender Abklärung bei entsprechender Indikation. Die enge Anbindung an Geburtshilfe, Neonatologie und weitere Fachdisziplinen ist ein wesentlicher Standortvorteil. Prof. Dr. Ralf Schild, medizinischer Leiter des MVZ im Bereich Pränataldiagnostik, betont: „Gerade bei auffälligen Befunden, komplexen Fragestellungen oder dem Wunsch nach Zweit- und Drittmeinungen entsteht aus der hohen Expertise und der direkten Nachbarschaft zur Geburtshilfe ein echter Mehrwert. Wer hier untersucht wird, lernt auf Wunsch auch das geburtshilfliche Setting kennen. Das schafft Klarheit und Sicherheit.“

Das MVZ von DIAKOVERE steht damit für ein Modell ambulanter Medizin, das nicht auf additiven Einzelleistungen beruht, sondern auf abgestimmten Versorgungspfaden. Die Geschäftsführerin erklärt: „Für zuweisende Praxen und auch für die Patientinnen und Patienten bedeutet das klare Ansprechpersonen, kurze Abstimmungswege und ein ambulantes Angebot, das dort spezialisiert ergänzt, wo interdisziplinäre Nähe sinnvoll ist.“

Kontakt

Medizinisches Versorgungszentrum im Henriettenstift
Geschäftsführung: Katharina Jürgens
Telefon: (0152) 28496705

Standort Marienstraße
Hausarztpraxis und
gastroenterologische Privatsprechstunde
Marienstraße 72–90, 30171 Hannover
Telefon: (0511) 326-149
E-Mail: info.mvz@diakovere.de

Standort HENRIKE
Mutter-Kind-Zentrum AUF DER BULT
Janusz-Korczak-Allee 12, 30173 Hannover
Telefon Sekretariat: (0511) 8115-3800
Telefon Kreißsaal: (0511) 8115-3838
Telefon Ultraschall-Ambulanz: (0511) 8115-3888
E-Mail: henrike@diakovere.de

8. April 2026

Medizinstrategie 2035 – Versorgung langfristig sichern

2026-04-08T13:19:58+02:008. April 2026|

Die Strategie:

Bewährtes und Vertrautes bleiben, Behandlungspfade werden zusammenhängend und intelligent gesteuert und verbunden.

Medizinstrategie 2035 – Versorgung langfristig sichern

Mit dem Strukturprinzip 2–5–2 richtet DIAKOVERE die stationäre Versorgung neu aus und bündelt medizinische Kompetenzen in klaren Schwerpunkten. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2035. Die Versorgung an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleibt in den kommenden Jahren verlässlich bestehen.

Mit der Medizinstrategie 2035 reagiert DIAKOVERE auf die veränderten Rahmenbedingungen im Krankenhausbereich. Ziel ist es, medizinische Qualität und wirtschaftliche Stabilität nachhaltig zu sichern und die Versorgung in Hannover zukunftsfähig aufzustellen. Steigende Anforderungen an Spezialisierung, Fachkräftegewinnung, Investitionsfähigkeit und medizinische Qualität erfordern langfristige strukturelle Antworten.

Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit

Kurzfristige Strukturveränderungen sind nicht vorgesehen. Die medizinischen Leistungen an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleiben in den kommenden Jahren verlässlich bestehen und werden bedarfsgerecht weiterentwickelt. Oberste Priorität haben ein stabil laufender Betrieb sowie eine kontinuierliche und sichere medizinische Versorgung.

Die Zusammenarbeit mit zuweisenden Praxen ist dabei ein zentraler Bestandteil der Versorgungsstruktur. Einweisungswege, Ansprechpartnerinnen und -partner sowie Behandlungsangebote bleiben stabil und nachvollziehbar. Entwicklungen erfolgen schrittweise und mit dem Ziel, medizinische Profile zu schärfen, Übergänge zwischen Versorgungsbereichen zu verbessern und Strukturen belastbar aufzustellen.

Die Medizinstrategie ist kein kurzfristiges Maßnahmenprogramm, sondern ein Zielbild für die langfristige Weiterentwicklung der Versorgung vor Ort. Entscheidungen folgen einer klaren medizinischen Logik und werden erst nach sorgfältiger Prüfung der Umsetzbarkeit sowie in Abstimmung mit den zuständigen Stellen umgesetzt.

2-5-2

heißt das neue Strukturprinzip von Diakovere, das in den kommenden Jahren umgesetzt wird.

Strukturprinzip 2–5–2

Im Zentrum der Neuausrichtung steht das Strukturprinzip 2–5–2. Es zeigt die zukünftige Ausrichtung, bestehend aus zwei Versorgungssäulen, Akut- und Notfallmedizin sowie Langzeitmedizin, fünf spezialisierten Behandlungspfaden und langfristig zwei klar profilierten stationären Standorten. Ziel ist es, die Versorgung interdisziplinär und sektorenübergreifend entlang definierter Behandlungspfade auszurichten. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Menschen, nicht organisatorische Abteilungsstrukturen.

Patientenorientiert:

Die DIAKOVERE Medizinstrategie 2035 stellt den Menschen in den Mittelpunkt und schafft dafür klare, verlässliche Strukturen.

Zwei Säulen der Versorgung

Für die erste Säule, die Akut- und Notfallmedizin, bleibt das Friederikenstift der zentrale Standort. Es wird strukturell sowie baulich weiterentwickelt, um auch künftig eine stabile Notfallversorgung sicherzustellen. Damit bleibt das Friederikenstift der leistungsfähige Akut-Anker im Stadtgebiet, zentral gelegen und auf hohe Versorgungsanforderungen ausgerichtet.

Die Langzeitmedizin als zweite Säule umfasst die Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen, geriatrischem Behandlungsbedarf sowie komplexen und sektorenübergreifenden Versorgungsverläufen. Bestehende Kompetenzen von Henriettenstift und Annastift sollen hierfür gezielt gebündelt und weiterentwickelt werden. Ziel ist eine klar profilierte, kontinuierliche Versorgung über Sektorengrenzen hinweg, insbesondere dort, wo Patientinnen und Patienten eine langfristige medizinische Begleitung und abgestimmte Therapiepfade benötigen. Perspektivisch soll dafür im Osten Hannovers ein Standort geschaffen werden.

Welche infrastrukturellen Konsequenzen sich daraus ergeben, wird auf Grundlage medizinischer Logik sowie Machbarkeit entwickelt. Die medizinische Zielsetzung steht im Vordergrund. Entscheidend ist dabei: Die Standortentwicklung wird nicht vorweggenommen, es gibt keine kurzfristigen Schließungen. Prüfungen erfolgen ergebnisoffen und unter Einbeziehung bestehender Möglichkeiten. In allen Phasen gilt, dass die Versorgung verlässlich gewährleistet bleibt.

Fünf Behandlungspfade

Fünf spezialisierte medizinische Schwerpunkte verbinden die beiden Versorgungssäulen:

  • Notfall- und Traumakette
  • Mobilität und Teilhabe
  • Onkologische Zentren und Therapie
  • Altern im Gleichgewicht
  • Mutter-Kind

Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Teilhabe werden als zusammenhängender Prozess organisiert. Damit werden Abteilungsgrenzen überwunden und interdisziplinäre Versorgungsketten gestärkt. Gerade bei komplexen Krankheitsverläufen entsteht so eine Versorgung, die sich an medizinischen Anforderungen und definierten Behandlungswegen orientiert. Standardisierte Übergänge, klar definierte Zuständigkeiten und eine qualitätsorientierte Ausrichtung schaffen Verlässlichkeit im Behandlungsverlauf. Ambulante, tagesklinische und rehabilitative Leistungen werden systematisch eingebunden. Inklusion ist dabei ein durchgehendes Prinzip der Versorgungsorganisation.

Kontinuität und Transparenz

Die Medizinstrategie 2035 steht für eine langfristige Weiterentwicklung der Versorgung – mit klaren medizinischen Profilen und verlässlichen Strukturen als Grundlage einer starken sektorenübergreifenden Zusammenarbeit. Sie stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten auch in Zukunft verlässlich und ihren Bedürfnissen entsprechend versorgt werden.

Alle weiteren Schritte im Zusammenhang mit der Medizinstrategie werden frühzeitig, transparent und kontinuierlich über die offiziellen Kanäle von DIAKOVERE kommuniziert. Bei Fragen wenden Sie sich gern an kommunikation@diakovere.de.

Medizinstrategie 2035 – Struktur und Perspektive im Überblick

Kurzfristig

  • Die Versorgung an Henriettenstift, Annastift und Friederikenstift bleibt verlässlich bestehen
  • Medizinische Leistungen werden an allen drei Standorten weiterhin angeboten und weiterentwickelt
  • Einweisungswege und Ansprechpersonen bleiben stabil
  • Keine kurzfristigen Strukturveränderungen

Langfristig

  • Ausrichtung entlang des Strukturprinzips 2–5–2
  • Zwei Versorgungssäulen:
    Akut- und Notfallmedizin
    sowie Langzeitmedizin
  • Fünf spezialisierte Behandlungspfade
  • Perspektivisch zwei klar profilierte stationäre Standorte

Interventionelle Endoskopie am Henriettenstift

2026-04-08T13:19:54+02:008. April 2026|

Fachlicher Austausch:

Leitender Oberarzt Dr. Torge Roolfs (v. l.), Chefarzt Prof. Dr. Ahmed Madisch, Assistenzärztin Alaa Al Tabba und Oberärztin Dr. Maren Schwämmle besprechen am Visitewagen die Blutwerte einer Patientin.

Interventionelle Endoskopie am Henriettenstift

Chefarzt Prof. Dr. Ahmed Madisch leitet neben dem Zentrum für Innere Medizin im DIAKOVERE Friederikenstift nun auch die Klinik für Gastroenterologie am Henriettenstift. Ziel ist ein Ausbau der interventionellen Endoskopie sowie eine standortübergreifende synergetische Weiterentwicklung.

Wir richten die gastroenterologischen Strukturen beider Standorte klar aufeinander aus. Am Henriettenstift schärfen wir dabei gezielt das Spektrum der diagnostischen und vor allem der interventionellen Endoskopie“, so Prof. Dr. Madisch. Während am Friederikenstift die Ambulantisierung bei ausgewählten Eingriffen wie ERCPs oder Polypektomien im Mittelpunkt steht, liegt der Schwerpunkt im Henriettenstift zukünftig auf stationären, hochkomplexen endoskopischen Eingriffen. Dazu zählen unter anderem anspruchsvolle biliäre Interventionen, pankreatobiliäre Eingriffe, endosonografisch gesteuerte Drainageverfahren sowie interventionelle Therapien im bariatrischen Kontext.

Hotline für Terminvergabe und Patientenvorstellung

(01 52) 56 72 92 73

Zentrale Terminvergabe

Ärztinnen und Ärzte der Gastroenterologie arbeiten standortübergreifend, regelmäßige Abstimmungsrunden sichern einheitliche Standards in Diagnostik und Therapie. Eine gemeinsame Sekretariatsstruktur mit festen Ansprechpersonen und abgestimmter Terminvergabe verbessert die Erreichbarkeit für Zuweisende deutlich. Für eine unkomplizierte Terminvergabe steht eine zentrale Hotline zur Verfügung. „Eine klare und verlässliche Struktur ist für alle Beteiligten gleichermaßen wichtig“, betont Prof. Dr. Madisch. Auch die gastroenterologisch-endoskopische 24-Stunden-Notfallversorgung erfolgt standortübergreifend.

Zur Etablierung als Endoskopiezentrum wird aktuell an beiden Standorten ein neuer, einheitlicher Endoskopiepark mit modernster Gerätetechnik implementiert. Das ermöglicht identische Verfahren, abgestimmte Materialkonzepte und konsistente Qualitätsstandards.

Interdisziplinäre Relevanz

Die Gastroenterologie ist eng mit anderen Fachbereichen verzahnt, beispielsweise mit der Viszeralchirurgie, der Neurologie oder der MKG-Chirurgie. Endoskopische Leistungen reichen von der Versorgung postoperativer Komplikationen bis zur Anlage von Ernährungssonden bei neurologischen oder onkologischen Erkrankungen. „Die Endoskopie ist eine Serviceabteilung mit hoher interdisziplinärer Relevanz. Entscheidend ist dabei die strukturierte Abstimmung aller Beteiligten“, so der Chefarzt.

„Am Henriettenstift schärfen wir gezielt das Spektrum der diagnostischen und vor allem interventionellen Endoskopie.“
Prof. Dr. Ahmed Madisch

Ein zentrales Projekt ist die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED). In Kooperation mit niedergelassenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen entsteht eine sektorenübergreifende Versorgungsstruktur bei komplexen Krankheitsbildern.

Kompetenz im Team

Das DIAKOVERE Zentrum für Innere Medizin entwickelt sich kontinuierlich weiter. Leitende Positionen sind neu besetzt, die Fachbereiche gestärkt. Mit rund 30 Ärztinnen und Ärzten und insgesamt etwa 130 Betten an beiden Standorten verfügt das Zentrum über eine leistungsfähige Struktur. „Entscheidend ist ein motiviertes, verantwortungsvoll handelndes Team“, sagt Prof. Dr. Madisch. Neuer Standortleiter der Gastroenterologie am Henriettenstift ist Dr. Torge Roolfs. Der bisherige Chefarzt am Henriettenstift, Dr. Peter N. Meier, bleibt der Klinik als Senior Consultant erhalten und bringt seine langjährige Expertise weiterhin in die Versorgung und in Fortbildungsformate ein.

Spezialversorgung für CED

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wird in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen deutschlandweit umgesetzt. Ziel ist eine leitliniengerechte, koordinierte Versorgung komplexer CED-Verläufe mit definierten Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Therapie. Sie ermöglicht eine schnellere Diagnose und Zugang zu modernen Behandlungen, um die Lebensqualität Betroffener zu steigern.

Kontakt

Prof. Dr. Ahmed Madisch
Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin und Gastroenterologie

Telefon: (05 11) 289-34 08
E-Mail: ahmed.madisch@diakovere.de

Neuer Chefarzt für robotische Chirurgie

2026-04-08T13:19:49+02:008. April 2026|

Neuer Chefarzt für robotische Chirurgie

Chefarzt Dr. Heiko Aselmann verstärkt seit Februar 2026 die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am DIAKOVERE Henriettenstift. Mit seiner ausgewiesenen Expertise in der roboterassistierten Chirurgie setzt er gezielte Impulse in der komplexen chirurgischen Versorgung.

Mit Dr. Heiko Aselmann gewinnt DIAKOVERE einen erfahrenen Allgemein- und Viszeralchirurgen, der seit mehr als einem Jahrzehnt die Entwicklung der roboterassistierten Chirurgie aktiv mitgestaltet. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt in der komplexen Chirurgie des Oberbauches, insbesondere an Leber und Bauchspeicheldrüse.

Ultraschalldiagnostik:

Dr. Heiko Aselmann untersucht den Oberbauch eines Patienten.

Fortschritt durch roboterassistierte Chirurgie

Mit dem geplanten Einsatz des robotischen Operationssystems wird die minimalinvasive viszeralchirurgische Versorgung bei DIAKOVERE gezielt weiterentwickelt. Die roboterassistierte Technik ermöglicht hochpräzise Eingriffe und hat sich insbesondere bei anspruchsvollen onkologischen Operationen an Speiseröhre, Leber, Bauchspeicheldrüse, Kolon oder Rektum etabliert. Während sich die laparoskopische Chirurgie hier nur eingeschränkt durchsetzen konnte, erlaubt die robotische Technik zunehmend eine sichere minimalinvasive Durchführung auch in anatomisch schwierigen Bereichen.

Komplexe Resektionen können gewebeschonender erfolgen. Zu den bekannten Vorteilen gegenüber der offenen Chirurgie zählen ein reduziertes Zugangstrauma, weniger postoperative Schmerzen, ein geringerer Blutverlust sowie eine zügigere Rekonvaleszenz mit verkürztem stationären Aufenthalt. Für das tiefe Rektumkarzinom sind zudem verbesserte onkologische Langzeitergebnisse beschrieben. Auch operationsbedingte Folgeeingriffe, etwa bei Narbenhernien, Adhäsionsbeschwerden oder mechanischem Ileus, treten seltener auf.

„Die häufig verkürzt als Robotik bezeichnete Technik ist ein konsequenter Schritt zum Ausbau der minimalinvasiven vizeralchirurgischen Onkologie bei DIAKOVERE“, betont Dr. Aselmann. Der Einsatz soll sich zunächst auf große onkologische Eingriffe an Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Kolon und Rektum konzentrieren. Perspektivisch sind auch Anwendungen bei krankhaftem Übergewicht oder Refluxbeschwerden denkbar. Parallel zum Aufbau der technischen Infrastruktur steht die strukturierte Qualifikation der Mitarbeitenden im Fokus. Die Einführung erfolgt bewusst als Teamprozess, um eine nachhaltige Integration in den klinischen Alltag sicherzustellen.

Kompetenzverteilung für höchste Versorgungsqualität

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Henriettenstift wird gemeinsam von Zentrumsleitung und Chefärztin Prof. Dr. Katja Schlosser sowie den beiden Chefärzten Lars Haeder und Dr. Heiko Aselmann geführt. Prof. Dr. Schlosser verantwortet die Allgemeinchirurgie, die endokrine Chirurgie und die Gefäßchirurgie sowie die übergreifende strategische Weiterentwicklung des Zentrums. Chefarzt Lars Header ist zuständig für die onkologische Chirurgie des unteren Gastrointestinaltraktes, insbesondere für die Kolon- und Rektumchirurgie, und leitet das DKG-zertifizierte Darmkrebszentrum.

„Eine enge Zusammenarbeit und klare Zuständigkeiten erlauben es uns, komplexe Krankheitsbilder gezielt und auf höchstem fachlichen Niveau zu behandeln.“
Dr. Heiko Aselmann

Dr. Aselmann ergänzt das Leistungsspektrum mit dem Schwerpunkt Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes inklusive Leber und Bauchspeicheldrüse sowie Einführung und Weiterentwicklung der roboterassistierten Verfahren. Die transparente Aufteilung der Kompetenzbereiche ermöglicht eine hoch spezialisierte, abgestimmte Versorgung mit klar definierten Ansprechpersonen.

„Eine enge Zusammenarbeit und klare Zuständigkeiten erlauben es uns, komplexe Krankheitsbilder gezielt und auf höchstem fachlichen Niveau zu behandeln“, so Dr. Aselmann. Für Zuweisende bleiben die bewährten Abläufe und Schnittstellen bestehen. Eine gesonderte Vorstellung des neuen roboterassistierten Operationssystems erfolgt nach Abschluss der Implementierungsphase.

Ergänzen einander mit ihren Fachgebieten:

Chefarzt Lars Haeder (v. l.), Zentrumsleiterin Prof. Dr. Katja Schlosser und Chefarzt Dr. Heiko Aselmann.

Zur Person

Dr. Heiko Aselmann wurde in Peine geboren und studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo er von 1999 bis 2010 auch seine Ausbildung zum Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie absolvierte. Seine Expertise im Bereich der roboterassistierten Operationssysteme erwarb der 54-Jährige ab 2013 am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, wo er den Aufbau eines spezialisierten Zentrums maßgeblich begleitete. Im Klinikum Region Hannover (KRH) prägte Dr. Aselmann in den vergangenen Jahren maßgeblich die Einführung robotischer Operationssysteme. 

Kontakt

Dr. Heiko Aselmann
Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Telefon: (05 11) 289-2195
E-Mail: heiko.aselmann@diakovere.de

17. Dezember 2025

Hightech-Herzmedizin im Henriettenstift

2025-12-17T13:05:14+01:0017. Dezember 2025|

Besprechen die Angiografie-Ergebnisse einer Patientin:

die Assistenzärztinnen Johanna Fischer (l.) und Selin Ertan sowie Chefarzt Dr. L. Christian Napp.

Hightech-Herzmedizin im Henriettenstift

Unter der Leitung von Dr. L. Christian Napp entwickelt sich die Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin am DIAKOVERE Henriettenstift zu einem Zentrum modernster Herzmedizin mit neuen Herzkatheterlaboren, Hightech-Verfahren und klaren Strukturen.

Seit dem 15. August leitet Dr. L. Christian Napp die Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin mit dem Ziel, technische Spitzenmedizin und persönliche Zuwendung zu verbinden. „Wir wollen Hightech-Medizin mit Herz betreiben“, so der Kardiologe. Bereits wenige Wochen nach seinem Start hat sich vieles bewegt: Das Herzkatheterlabor wird derzeit erneuert, neue Behandlungsverfahren wurden eingeführt und ein engagiertes Team arbeitet an klaren Abläufen sowie einer engen Vernetzung mit den Zuweisenden.

HD-IVUS-System und intravaskuläre Lithotripsie

„Durch unser neues Herzkatheterlabor können wir in Zukunft schneller reagieren und komplexe Fälle auf höchstem Niveau versorgen“, betont Dr. Napp. Ein besonderer Fortschritt ist das neue HD-IVUS-System (High Definition Intravascular Ultrasound). Es ermöglicht hochauflösende Aufnahmen aus dem Inneren der Herzkranzgefäße. „Damit können wir beurteilen, wie gut eine

Gefäßbehandlung gelungen ist. Das erhöht die Sicherheit und verbessert die Behandlungsergebnisse für die Patientinnen und Patienten erheblich“, so der Chefarzt. Auch bei stark verkalkten Gefäßen verfügt die Klinik nun über erweiterte Möglichkeiten: Die intravaskuläre Lithotripsie (IVL) induziert durch einen speziellen Ballonkatheter und durch das Aussenden von Schallwellen Mikrorisse in Kalkablagerungen. Die Rotablation trägt Engstellen im Gefäß mit einem diamantbeschichteten, 180.000 Umdrehungen pro Minute schnellen Bohrkopf schonend ab. Diese Verfahren werden nur in hoch spezialisierten Zentren eingesetzt.

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Umdrehungen pro Minute nutzt der diamantbeschichtete Bohrkopf bei der Rotablation zur Abtragung von Engstellen stark verkalkter Gefäße.

Mikroherzpumpe für komplexe Fälle

Ein weiterer Fortschritt ist die Anschaffung spezieller Mikroherzpumpen, die während eines Eingriffs vorübergehend die Pumpfunktion des Herzens übernehmen. „So können wir auch Betroffene versorgen, die früher als nicht behandelbar galten“, so Dr. Napp. Dabei profitieren die Teams von der engen Zusammenarbeit am Standort Henrietten­stift. Die interventionelle Kardiologie und die kardiologische Intensivmedizin sind mit Neurologie, Radiologie und Gefäßchirurgie räumlich und organisatorisch eng vernetzt. „Das erlaubt uns, auch schwer kranke Menschen sicher zu versorgen“, sagt Dr. Napp.

Arbeitet Hand in Hand:

das Team der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin.

Verbesserte Kommunikation mit Zuweisenden

Neben der technischen Ausstattung steht für den Chefarzt der Teamgedanke im Mittelpunkt. Der gezielte Ausbau des ärztlichen Personals und klare Verantwortlichkeiten in allen Bereichen haben spürbare Verbesserungen gebracht. Mit einem neuen Terminsekretariat wurde zudem die Kommunikation mit zuweisenden Praxen neu organisiert. „Unsere Partner sollen sich darauf verlassen können, dass wir erreichbar sind, Termine verlässlich vergeben und Rückmeldungen zeitnah erfolgen“, betont Dr. Napp. Für niedergelassene Kolleginnen und Kollegen sowie zuweisende Krankenhäuser entsteht damit eine verlässliche Schnittstelle mit strukturierten Abläufen, modernster Technik und direkten Ansprechpersonen. „Gute Medizin entsteht nicht nur durch Hightech – sondern durch Gewissenhaftigkeit, Zusammenarbeit und Zeit für die einzelnen Menschen“, so der Chefarzt.

„Unsere Partner sollen sich darauf verlassen können, dass wir erreichbar sind, Termine verlässlich vergeben und Rückmeldungen zeitnah erfolgen.“
Dr. L. Christian Napp

Herzinsuffizienz und Prävention

Neu aufgestellt wurde der BereichHerzinsuffizienz, geleitet von OberarztDr. Felix Memenga. Er bündelt die Versorgung akuter und chronischer Herzschwäche von Schockbehandlung mit Herzpumpen bis zur medikamentösen und devicebasierten Therapie. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit Dr. Stefanie Fahlbusch, die den Bereich Device-Therapie leitet. Gleichzeitig rückt die Prävention stärker in den Fokus: Wir wollen Herz- und Gefäßerkrankungen möglichst verhindern, bevor sie entstehen, sagt Napp. Dazu gehören Vorsorgeuntersuchungen, Beratung zu Lebensstil und Medikation – oft initiiert im Rahmen anderer Krankenhausaufenthalte. 

Kontakt

Dr. L. Christian Napp
Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin

Telefon: (05 11) 289-2630
E-Mail: christian.napp@diakovere.de

Neue Studien zur ALS-Behandlung

2025-12-17T13:05:39+01:0016. Dezember 2025|

Neue Studien zur ALS-Behandlung

Die Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie am DIAKOVERE Henriettenstift erweitert unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Petri die Aktivitäten im Bereich der Forschung und Versorgung bei amyotrophen Lateralsklerose (ALS).

Neben dem Ausbau der ambulanten spezialärztlichen Versorgung (ASV) für neuromuskuläre Erkrankungen nimmt das Team um Chefärztin Prof. Dr. Susanne Petri aktuell an mehreren neuen klinischen Studien teil. Diese setzen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung neuer Optionen für die Therapie der ALS.

Kümmern sich in der Neurologie auch um Patientinnen und Patienten mit ALS:

Pflegefachkraft Sarah Firus (v. l.), Chefärztin Prof. Dr. Susanne Petri und Assistenzärztin Laura Valentina Garcia Forero.

Nationale und internationale Studienprogramme

Im Zentrum stehen zwei groß angelegte, deutschlandweite beziehungsweise in Europa und den USA laufende Studien. Die erste, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderte Studie untersucht ein hochkalorisches Ernährungssupplement. Hintergrund ist der enge Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und beschleunigtem Fortschreiten der Erkrankung. Über eine gezielte nutritive Intervention soll geprüft werden, ob ein stabiler Ernährungsstatus den Verlauf positiv beeinflussen kann. Die zweite, internationale Studie prüft die Wirksamkeit eines antiinflammatorischen Wirkstoffs, der per Infusion verabreicht wird, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.

Die Untersuchungsprogramme umfassen motorische Funktionstests, Fragebogenerhebungen, Laboranalysen und EKG-Kontrollen. Die Intervalle reichen je nach Studie von zweiwöchentlichen bis zu dreimonatlichen Terminen. Pro Studie können fünf bis zehn Patientinnen und Patienten eingeschlossen werden.

Für beide Projekte wurde eine erfahrene Studienkoordinatorin gewonnen, die zuvor an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) tätig war. Die Studien folgen den Vorgaben der Good Clinical Practice (GCP). Weder die Teilnehmenden noch die Behandelnden kennen die Zuordnung von Wirkstoff und Placebo.

Zentrale Rolle der ASV

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für neuromuskuläre Erkrankungen bildet die strukturelle Grundlage für die Teilnahme an diesen Projekten. Der Verbund aus MHH, niedergelassenen Praxen und DIAKOVERE ermöglicht eine sektorenübergreifend koordinierte, hoch spezialisierte Betreuung.

Die Vorgaben der GCP stellen die Einhaltung wissenschaftlicher Standards sicher, wie etwa bei Meldewegen für Nebenwirkungen, Datenschutz oder Dokumentation. „Für viele Patientinnen und Patienten ist die Studienteilnahme nicht nur Ausdruck der Hoffnung auf neue Therapieoptionen, sondern auch die Möglichkeit, zur Weiterentwicklung der Behandlung beizutragen“, so Prof. Petri.

„Für viele Patientinnen und Patienten ist die Studienteilnahme eine Möglichkeit, zur Weiterentwicklung der Behandlung beizutragen.“
Prof. Dr. Susanne Petri

Versorgungsinnovationen

Neben den Interventionsstudien beteiligt sich die Klinik auch am bundesweiten ALS-Register. Mit rund 7000 bis 8000 Betroffenen gilt die Erkrankung als selten; flächendeckend erhobene klinische Daten und Biomaterialien sind daher essenziell.

Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit einem als Ausgründung der Charité Berlin entstandenen Hilfsmittelportal, das Versorgungswege für Hilfsmittel wie Orthesen, Kommunikationshilfen oder spezialisierte Rollstuhlversorgung optimiert und bundesweit vernetzt. Auch mit der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM), der größten deutschen Selbsthilfeorganisation, besteht eine enge Zusammenarbeit. Hier erhalten Betroffene unter anderem Unterstützung durch Sozial- und Hilfsmittelberatung.

Aufbau der ASV für Multiple Sklerose

Parallel dazu steht der Aufbau einer ASV-Struktur für Multiple Sklerose (MS) unmittelbar bevor. Die Genehmigung durch den erweiterten Landesausschuss liegt vor. „Nach Abschluss der technischen Implementierung wird die neue Versorgungsform zeitnah an den Start gehen“, so Prof. Petri.

Geteilte Expertise:

Bei der regelmäßigen Röntgenbesprechung diskutiert das Team die Befunde der Patientinnen und Patienten.

Kontakt

Prof. Dr. Susanne Petri
Chefärztin Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie

Telefon: (05 11) 289-3422
E-Mail: susanne.petri@diakovere.de

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Schmerztherapie

2025-12-17T13:05:45+01:0015. Dezember 2025|

Schmerztherapie:

Physiotherapeutin Stephanie Reinemund behandelt eine Patientin mit einer Low-Level-Laser-Therapie.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Schmerztherapie

Mit ihren spezialisierten Teams für Schmerzmedizin im Friederikenstift und im Annastift bietet DIAKOVERE ein abgestimmtes, interdisziplinäres Therapiespektrum für chronische Schmerzerkrankungen.

DIAKOVERE verfügt über zwei spezialisierte Einrichtungen für Schmerzmedizin, die überregional tätig sind: das Interdisziplinäre Schmerzzentrum am DIAKOVERE Friederikenstift unter Leitung von Dr. Nicolas Jakobs und die Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie am DIAKOVERE Annastift unter Leitung von Dr. Friederike Schulz. Während das Team im Friederikenstift auf Patientinnen und Patienten mit komplexen Schmerzsyndromen spezialisiert ist, liegt der Fokus im Annastift auf chronisch-orthopädischen Schmerzsyndromen.

Beide Zentren arbeiten multiprofessionell mit den Bereichen Medizin, Pflege, Physio- und Ergotherapie sowie spezieller Schmerzpsychotherapie zusammen. Es kommen unter anderem Biofeedback, unterschiedliche Entspannungsverfahren, Yoga, Qigong und Kunsttherapie zum Einsatz. Chronischer Schmerz wird als Erkrankung verstanden, die nur im Zusammenspiel der verschiedenen Fachrichtungen erfolgreich behandelt werden kann. Ziel ist es, dass Betroffene im Rahmen der 14- bis 21-tägigen stationären Therapie selbstwirksam mit ihrem Schmerz umzugehen lernen und langfristig Lebensqualität zurückgewinnen.

DIAKOVERE Friederikenstift: komplexe Schmerzsyndrome im Fokus

Das Schmerzzentrum im Friederikenstift behandelt Patientinnen und Patienten mit komplexem regionalen Schmerzsyndrom (CRPS), neuropathischen Schmerzen oder chronischem Schmerz nach Operationen und Traumata. Ein Schwerpunkt: die Behandlung von Berufsunfallfolgen in Kooperation mit den Berufsgenossenschaften. „Neben der Schmerzreduktion ist auch die Wiederherstellung von Teilhabe und Arbeitsfähigkeit zentral“, betont Dr. Jakobs. Das Zentrum arbeitet eng mit den Abteilungen für Neurologie, Neurochirurgie und Psychosomatik in Kirchrode, externen Schmerzpraxen und Selbsthilfegruppen wie UVSD SchmerzLOS e.  V. sowie der Deutschen Schmerzgesellschaft zusammen. Zudem ist es nominiert für den Qualitätsvertrag nach § 110a SGB V.

„Neben der Schmerzreduktion ist auch die Wiederherstellung von Teilhabe zentral.“
Dr. Nicolas Jakobs

DIAKOVERE Annastift: orthopädischer Schwerpunkt

Im Annastift liegt der Fokus auf chronisch-orthopädischen Schmerzsyndromen wie Rücken-, Gelenk- oder Weichteilschmerzen. „Das Besondere ist, dass wir orthopädische und schmerztherapeutische Expertise unter einem Dach vereinen und eng mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zusammenarbeiten“, so Dr. Schulz. Die Behandlung kombiniert medizinische, funktionelle und psychotherapeutische Verfahren. Ergänzt wird sie durch Bewegungsanalysen in Zusammenarbeit mit der Forschungseinrichtung AnnaTEC und EMS-Training. Zusätzlich stehen Angebote wie ein Snoezelraum für multisensorische Entspannung sowie eine Therapieküche zur Verfügung.

Am Annastift ist außerdem der Aufbau einer stationären Schmerztherapie für Kinder und Jugendliche mit acht Betten in Planung, um eine Versorgungslücke im norddeutschen Raum zu schließen und frühzeitig spezialisierte Hilfe bieten zu können.

Bei der Visite:

Dr. Elisabeth Thorns (links) und Dr. Friederike Schulz sprechen mit einer Patientin.

Nachhaltige Ergebnisse und neue Perspektiven

Alle Behandlungen beginnen mit einem prästationären Assessment, das medizinische, funktionelle und psychosoziale Faktoren erfasst. Gemeinsam legen die Betroffenen und die Ärztin oder der Arzt persönliche und individuelle Therapieziele fest. Im Fokus steht immer eine nachhaltige Umsetzung im Alltag. Drei Monate nach der Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgt eine Verlaufsbefragung. Optional können Patientinnen und Patienten nach sechs bis neun Monaten eine „Boosterwoche“ zur Stabilisierung des Therapieerfolgs und zur Förderung der Selbstwirksamkeit in Anspruch nehmen.

Dr. Friederike Schulz

Kontakt

Dr. Friederike Schulz
Oberärztin, Leitung Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMST) im DIAKOVERE Annastift

Telefon: (05 11) 5354-702
E-Mail: friederike.schulz@diakovere.de

Kontakt

Dr. Nicolas Jakobs
Leitender Arzt Schmerzmedizin, Oberarzt Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin im DIAKOVERE Friederikenstift

Telefon: (05 11) 129-2017
E-Mail: nicolas.jakobs@diakovere.de

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