23. Juni 2023

Innere Medizin: Notfallversorgung in der kardiovaskulären Medizin

2026-09-09T09:58:04+02:0023. Juni 2023|

INNERE MEDIZIN: NOTFALLVERSORGUNG IN DER KARDIOVASKULÄREN MEDIZIN

Die Medizinische Klinik I im DIAKOVERE Henriettenstift umfasst als Teil des Zentrums für Innere Medizin die gesamte internistische Notfallversorgung in den Bereichen Kardiologie, Angiologie, Pulmologie und internistische Intensivmedizin. Das Haus verfügt damit über eine optimale Versorgungsstruktur für Akut- und Intensivfälle.

Zunächst als allgemeine internistische Abteilung angelegt, hat sich die Klinik seit 2004 unter der Leitung von Prof. Dr. med. Thomas Weiss auf kardiovaskuläre Medizin spezialisiert. Das 26-köpfige ärztliche Team führt jährlich mehr als 30.000 Maßnahmen wie Herzkatheteruntersuchungen, Echokardiografien, Duplexuntersuchungen der peripheren Gefäße, Oberbauchsonografien oder Bronchoskopien durch. Insgesamt stehen der kardiologisch-internistischen Klinik bis zu 70 Betten zur Verfügung. „Über 90 Prozent der Betroffenen kommen über die konservative Notaufnahme zu uns“, sagt Prof. Weiss. Dabei stellen Menschen mit Herzinfarkten, dekompensierter Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen die größte Gruppe. Danach folgen Patientinnen und Patienten mit Atemwegserkrankungen wie Pneumonien oder exacerbierten chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) sowie Erkrankungen des Gefäßsystems.

Spezialgebiet Echokardiografie:

Oberarzt Dr. Martin Fuchs, Facharzt für Innere Medizin, Interventionelle Kardiologie und Angiologie, untersucht einen Patienten.

Daten sammeln für die Diagnose:

Ein Belastungs-EKG gibt Oberarzt Dr. Martin Fuchs wichtige Informationen über den körperlichen Zustand des Patienten.

Im Team zur besten Behandlung

Über die Notaufnahme gelangen im Jahr rund 3.000 Erkrankte auf die internistischen Stationen. Durch die engmaschige Überwachung und die hohe fachärztliche Präsenz können Diagnostik und Therapie schnell erfolgen. „Der Vorteil unserer Klinik sind kurze Wege sowie die direkte kollegiale Absprache und Interaktion im Team“, sagt der Chefarzt. Enge Kooperationen mit den anderen Kliniken aus dem Verbund wie der Neurologie oder Gefäßchirurgie sichern zusätzlich eine bestmögliche Versorgung. Etwa 800 akut lebensbedrohlich Erkrankte werden direkt auf der interdisziplinären Intensiv- oder Intermediate Care Station aufgenommen. „Eine optimierte Verfügbarkeit der allgemeinen Krankengeschichte, wie in der elektronischen Patientenakte mit einer Übersicht der durchgeführten Diagnostik und Therapie, würde die Arbeit erleichtern. So könnte zeitsparender im Sinne der Betroffenen gehandelt werden“, erläutert Prof. Dr. Weiss.

Hoch konzentriert:

Chefarzt Prof. Dr. Thomas Weiss (rechts) und Oberarzt Dr. Waldemar Hein stehen gemeinsam im OP.

PFO-Verschlüsse als neue Therapie

Bereits seit 2008 nimmt die invasive Kardiologie mit dem Herzkatheterlabor einen großen Versorgungspart ein. Rund 1.000 Herzkatheteruntersuchungen sowie Schrittmacher- oder ICD-Implantationen werden im Jahr durchgeführt. Ein Großteil der Kardiologinnen und Kardiologen besitzt die Zusatzqualifikation „Interventionelle Kardiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Rund um die Uhr sichert das hoch spezialisierte Team die Versorgung bei Herzinfarkten. Als Teil des Herzinfarkt-Netzwerkes Hannover beteiligt sich die Klinik an der gemeinsamen Optimierung von Behandlungsabläufen. Seit Ende 2022 werden in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie routinemäßig PFO-Verschlüsse bei persistierendem Foramen ovale zur Vermeidung von Schlaganfällen durchgeführt. Im Jahr erfolgen mehr als 3.000 echokardiografische Untersuchungen inklusive 3-D- sowie transösophagale Echokardiografien. Für spezielle Fragestellungen stehen in der Radiologie und Nuklearmedizin Cardio-CT und -MRT sowie alle nuklearmedizinischen Verfahren zur Verfügung. „Wir behandeln etwa 800 Betroffene mit dekompensierter Herzinsuffizienz und etwas mehr als 300 mit Herzrhythmusstörungen pro Jahr“, sagt der Chefarzt. Prof. Dr. Weiss verfügt als einer von zwei Ärzten im Haus über die Zusatzqualifikation „Herzinsuffizienz“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie für spezielle kardiologische Kompetenzen.

Expertise bei Durchblutungsstörungen und Atemwegserkrankungen

Ein weiteres großes Arbeitsgebiet der Klinik ist die Angiologie. Hier besteht eine große Expertise bei der vaskulären sonografischen Untersuchung von arteriellen und venösen Veränderungen, wie zum Beispiel Thrombosen oder arteriellen Durchblutungsstörungen. Pro Jahr werden mehr als 800 Duplexsonografien durchgeführt. Zudem werden auch etwa 600 Patientinnen und Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen wie Pneumonien oder COPD medikamentös oder auch mithilfe von invasiven und nichtinvasiven Beatmungsmaßnahmen behandelt.

„Der Vorteil unserer Klinik sind kurze Wege sowie die direkte kollegiale Absprache und Interaktion im Team.“

Prof. Dr. med. Thomas Weiss

Spezialgebiet Angiologie:

Durch einen dünnen Kanal wird ein Katheter in die Gefäße der Patientin oder des Patienten geführt.

Neben dem OP:

Eine Mitarbeiterin überwacht an den Bildschirmen die Vitalfunktionen des Patienten.

Herzinsuffizienz Netzwerk Niedersachsen

Die Medizinische Klinik I unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Weiss ist Teil des Herzinsuffizienz Netzwerks Niedersachsen. Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluss von Kliniken und Arztpraxen, die sich auf die Behandlung der Herzinsuffizienz spezialisiert haben. Das Netzwerk bildet zum einen die Schnittstelle zwischen Kliniken und Praxen. Zum anderen werden in den regelmäßigen fachübergreifenden Zusammenkünften Behandlungspfade zu sinnvollen Therapien für die Betroffenen erarbeitet. „Der rege fachliche Austausch und die Ansprechpartner der Kliniken als Backup sorgen für eine bestmögliche Behandlung der Betroffenen“, so Prof. Dr. Weiss.

Kontakt

Prof. Dr. med. Thomas Weiss, FESC
Chefarzt Medizinische Klinik I
Zentrum für Innere Medizin
DIAKOVERE Henriettenstift
Telefon: (05 11) 289-2630
E-Mail: kardiologie.dkh@diakovere.de

14. April 2023

Adipositaszentrum: Nachhaltige Ergebnisse dank multimodaler Behandlung

2025-04-29T15:32:52+02:0014. April 2023|

Gründliche Aufklärung: Oberärztin Nadine Schulze erläutert einer Patientin die unterschiedlichen Behandlungsmethoden und Therapien.

Adipositaszentrum: Nachhaltige Ergebnisse dank multimodaler Behandlung

Das Adipositaszentrum im DIAKOVERE Henriettenstift bietet eine spezialisierte chirurgische Therapie für krankhaft übergewichtige Menschen. Auf Basis eines multimodalen Therapiekonzeptes werden nachhaltig positive Ergebnisse erzielt.

Seit 2013 gibt es das zertifizierte Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie. Rund 300 von krankhaftem Übergewicht Betroffene werden im Jahr operiert. Das Zentrum gehört zu den größten in Norddeutschland. Das multiprofessionelle Team um Oberärztin Nadine Schulze besteht aus drei weiteren Ärztinnen und Ärzten sowie aus Fachkräften der Bereiche Psychologie, Ernährungsberatung, Pflege und der Patientenkoordination. Eng an die Abteilung angeschlossen sind die Fachbereiche Gastroenterologie, Diabetologie sowie die Klinik für psychosomatische Medizin.

Multimodales Konzept als Basis

Eine Operation erfolgt meist ab einem Body-Maß-Index über 40 oder über 35 mit bestehenden Begleiterkrankungen. Basierend auf einem multimodalen Therapiekonzept (MMK) vor und nach einer OP können körperlich und psychisch nachhaltig positive Resultate erzielt werden.

„Die Therapie ist langfristig und individuell angelegt.“
Oberärztin Nadine Schulze

Sechs Monate vor einer Operation durchlaufen die Betroffenen ein Vorbereitungsprogramm. Dazu gehören eine professionelle Ernährungsberatung, psychologische Begutachtungen, Voruntersuchungen, Beratungen und Bewegungseinheiten.

0 Prozent (rund)
der bariatrischen Operationen fallen auf den Magen-Bypass.
0 Prozent (etwa)
auf den Schlauchmagen.

Die schonende, minimalinvasive Laparoskopie, modernste Geräte und Instrumente sowie ein hochqualifiziertes Team schaffen beste Voraussetzungen für optimale Therapieergebnisse.

Langfristige Erfolge

Nach dem Klinikaufenthalt erfolgen regelmäßige, lebenslange Kontrollen in enger Absprache mit den niedergelassenen Kooperationspartnerinnen und -partnern. Auch die postbariatrische Chirurgie wird im DIAKOVERE Henriettenstift durchgeführt. Das interdisziplinäre Team aus Plastischer und Viszeralchirurgie verhilft den Betroffenen durch verschiedene Straffungsoperationen dauerhaft zu mehr Lebensqualität.

Adipositas als Krankheit begreifen

„Adipositas ist eine chronische Erkrankung, Betroffene benötigen umfassende Hilfe und keine Stigmatisierung“, betont Nadine Schulze, Oberärztin im Adipositaszentrum der DIAKOVERE. „Unser Ziel ist es, die Lebensqualität der Menschen langfristig zu verbessern und ein Bewusstsein für die Krankheit zu schaffen.“ Vertrauen, ein offener Umgang und ehrliches Miteinander seien dafür wichtige Grundvoraussetzungen in der Behandlung. Jeden ersten Dienstag im Monat findet online eine Info-Sprechstunde für Betroffene statt. Auch der Internetauftritt des Adipositaszentrums bietet detaillierte Informationen sowohl für Zuweisende als auch für Interessierte: https://www.diakovere.de/adipositaschirurgie-metabolische-chirurgie/

Kontakt

Nadine Schulze, Oberärztin
Koordinatorin Adipositaschirurgie, Fachärztin für Viszeralchirurgie
Telefon: (05 11) 289-28 09
E-Mail: nadine.schulze@diakovere.de

13. April 2022

Zentrum bündelt Angebote für Erwachsene mit Behinderung

2022-11-15T15:01:42+01:0013. April 2022|

Zusammenarbeit ist das A und O:

Dr. Philipp Schmorl, Facharzt für Urologie, und Gynäkologin Grit Hethey besprechen sich. Frauke Mendez-Escoto, Koordination und organisatorische Leitung im MZEB, transportiert derweil eine Patientin mit dem Patientenlifter auf die Liege.

Zentrum bündelt Angebote für Erwachsene mit Behinderung

Im MZEB werden Erwachsene mit einem Behinderungsgrad ab 70 sowie mit speziell hinterlegten Merkzeichen bei aktuell individuellen Problemlagen, zur speziellen Prävention oder bei komplexen Behinderungen mit mehrdimensionaler Fragestellung behandelt. Das Zentrum schließt damit eine Versorgungslücke.

0 PATIENTINNEN UND PATIENTEN
betreut das MZEB pro Quartal.

Das 24-köpfige Team aus Fachärztinnen und Fachärzten, Psychologinnen und Psychologen, mit Fachkräften aus Casemanagement, Kontinenzberatung, Ergo- und Physiotherapie sowie Sozialberatung arbeitet multiprofessionell und interdisziplinär. Die Zugänge zu den 2021 bezogenen Untersuchungsräumen im Marahrenshaus sind barrierefrei; die Einrichtung ist an die speziellen Anforderungen angepasst. „Meist besteht bereits ein hervorragendes Netzwerk im Umfeld, das die erste und zweite Stufe der Versorgung, also die Grundversorgung und die fachärztliche Versorgung, übernimmt. Wir sind da, wenn wir als dritte Stufe in der spezialisierten ambulanten Versorgung gebraucht werden“, sagt der ärztliche Leiter Prof. Dr. Stephan Martin.

„Unser seit 2017 entwickeltes Versorgungs- und Beratungssystem ganz im Sinne des Gründers Bruno Valentin ist sehr erfolgreich.“
Prof. h. c. Dr. Stephan Martin

Patientenorientierte Settings schaffen

Ziel des Zentrums ist es, beste Bedingungen für die patientenorientierte Diagnostik und eine schonende Therapie zu schaffen. Vor diesem Hintergrund wurde eine neue, hochempfindliche Wärmebildkamera angeschafft, die Entzündungsherde sanft und stressfrei ohne invasive Maßnahmen erkennen kann. Auch eine Sitzdruckmesseinheit als kontaktlose, niedrigschwellige Untersuchungsmöglichkeit gehört zur Ausstattung. Mehrere Fachärztinnen und Fachärzte haben zudem die Qualifikation des von der Bundesärztekammer zertifizierten Curriculums Medizinische Betreuung von Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung erworben.

Umfassende Beratung:

Ergotherapeutin Uta Kohs (von links) und der Reha-Techniker Bernd Sennholz vom Sanitätshaus John+Bamberg mit einer Patientin in der Hifsmittelsprechstunde.

Effiziente Terminierung

Die Fachgebiete Urologie und Gynäkologie gehören zur ambulanten Stufenversorgung. „Gerade hier profitieren alle von unseren individualisierbaren Lagerungsmöglichkeiten in komplett barrierefreiem Umfeld“, sagt Prof. Dr. Martin. Ein Case­management steuert bei Bedarf die Behandlungen, koordiniert zudem möglichst effektiv interne und gegebenenfalls externe Behandlungspfade und sorgt für reibungslose Abläufe.

Neu im Haus ist die ambulante Versorgung durch das im Aufbau befindliche interdisziplinäre Contergan-­Zentrum. „Unser seit 2017 entwickeltes Versorgungs- und Beratungssystem ganz im Sinne des Gründers Bruno Valentin ist sehr erfolgreich“, sagt der ärztliche Leiter. „Pro Quartal betreuen wir über 800 Fälle. Im letzten sind mehr als 100 neue hinzugekommen.“

Beratungsstelle „Menschenskind“

Nach einem auffälligen Befund beim ungeborenen Kind stehen Schwangeren und Paaren die Mitarbeiterinnen der ­DIAKOVERE Beratungsstelle „Menschenskind“ der Leben und Lernen gGmbH zur Seite. Zudem begleiten die Sozialpädagoginnen und Familienberaterinnen Familien mit einem Kind mit Beeinträchtigung bis drei Jahre. Betroffene finden an der Anna-von-Borries-Straße 1–7 eine persönliche Anlaufstelle – auf Wunsch können in und um Hannover auch Hausbesuche vereinbart werden.

Kontakt

Prof. h. c. Dr. Stephan Martin,
ärztlicher Leiter im Medizinischen Zentrum
für Erwachsene mit Behinderung

Diakovere Frauenklinik steht für onkologische Maximalerversorgung

2022-11-15T15:05:44+01:0013. April 2022|

Diakovere Frauenklinik steht für onkologische Maximalversorgung

Diakovere Frauenklinik steht für onkologische Maximal-
versorgung

Die DIAKOVERE Frauenklinik bietet in der gynäkologischen Onkologie Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau. Als Teil des Comprehensive Cancer Centers Niedersachsen (CCC-N) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) versorgt sie Patientinnen auf Basis neuester Erkenntnisse und arbeitet eng vernetzt.

„Wir schätzen das kollegiale Miteinander mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen.“
Susanne Harders

„Ein etabliertes Netzwerk, ein hoch qualifiziertes Team und gemeinsam ausgearbeitete Strukturen erlauben es uns, Ressourcen gut zu koordinieren – auch bei kritischen Indikationen wie metastasierten Erkrankungen“, sagt der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Dr. Wulf Siggelkow. „Wir sind Kooperationspartner des CCC‑N der MHH als Krebszentrum der Maximalversorgung und können so Vorgehensweisen vereinheitlichen, um Redundanzen zu vermeiden.“ Susanne Harders, leitende Oberärztin der Frauenklinik im Friederikenstift, ergänzt: „Eine gute onkologische Versorgung ist immer Teamarbeit – ganz nach den diakonischen Leitsätzen der professionellen Arbeit in der Gemeinschaft und im Dialog. Wir schätzen dabei auch das kollegiale Miteinander mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen.“

Kooperationen sichern höchste Qualität

Die Zusammenarbeit mit anderen onkologischen Zentren und die Teilnahme an nationalen und internationalen Therapiestudien im Rahmen der CCC‑N-Strukturen eröffnen höchste einheitliche Behandlungsqualität. Die Versorgung umfasst die primäre Diagnostik wie bildgebende Verfahren, Operationen einschließlich wiederherstellender plastischer Operationen sowie Chemo­therapien.

Mit zwei Standorten im DIAKOVERE Friederikenstift und im DIAKOVERE Henriettenstift ist die Frauenklinik eine der größten in Norddeutschland. Aufgeteilt in die Abteilungen für Gynäkologie, Senologie, Onkologie und Geburtshilfe liegt ein überregionaler Schwerpunkt in der Behandlung von Krebserkrankungen – sowohl im zertifizierten Brustzentrum mit dem stellvertretenden Leiter Prof. Dr. Peter Landwehr als auch im zertifizierten gynäkologischen Krebszentrum. Auch ein Beckenbodenzentrum ist Teil der Klinik.

Vertrauensvolle Beratung:

Susanne Harders, leitende Oberärztin der DIAKOVERE Frauenklinik im Friederikenstift, im Gespräch mit einer Patientin.

Arbeiten Hand in Hand:
Marianne Depper, Krankenschwester-Teamleitung (Foto 1, links) und die Assistenzärztin Cherilyn Gast sowie Fachärztin Rebekka Töpfer (Foto 2, Zweite von rechts).

„Der Vorteil unserer Klinik: Wir bieten das gesamte Behandlungsspektrum aus einer Hand.“
Prof. Dr. Wulf Siggelkow

Individualisiertes Therapiekonzept mittels IMK

35 Ärztinnen und Ärzte arbeiten eng zusammen mit internen und externen Expertinnen und Experten der Bereiche Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie, medikamentöse Tumortherapie, Chirurgie und Innere Medizin. Auch Spezialistinnen und Spezialisten der onkologischen Fachpflege, der Physiotherapie, der Psychoonkologie und der Palliativmedizin sind in die Behandlung einbezogen. Sozialdienst und Seelsorge kümmern sich nach individuellem Bedarf um die erkrankten Frauen. Nicht zuletzt die niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen sind für eine enge Netzwerkversorgung der Patientinnen immer involviert. Unter anderem treffen einmal wöchentlich die beteiligten Fachdisziplinen in der interdisziplinären präoperativen Fallkonferenz zusammen.

Hohe Diagnosesicherheit dank innovativer Verfahren

Die zertifizierte Klinik setzt auf molekulargenetische Tumor­boards und arbeitet eng mit dem neuen Klaus-Bahlsen-Zentrum der MHH für integrative Onkologie zusammen. Brust-, Dysplasie- sowie Urogynäkologiesprechstunden sind fester Bestandteil der Versorgung der Patientinnen. Seit rund eineinhalb Jahren bietet die Klinik zudem mit der Tomosynthese ein sehr innovatives Verfahren zur Brustkrebsdiagnostik. „Mit der 3‑D-Mammografie und der Biopsietechnik erreichen wir zusätzlich zu den standardisierten Untersuchungsmethoden eine große Diagnosesicherheit zur Herdabklärung“, erläutert Prof. Siggelkow.

0-MAL PRO JAHR
erfolgen medikamentöse Tumortherapien bei Patientinnen.
Susanne Harders, leitende Oberärztin im Friederikenstift (rechts), und Assistenzärztin Dr. Giulia Schäfer schauen sich eine digitale Mammografie an.

Etwa 9000-mal pro Jahr erfolgen medikamentöse Tumortherapien bei Patientinnen. Hinzu kommen andere onkologische Behandlungen. Darüber hinaus führen die Spezialistinnen und Spezialisten der Klinik plastische Operationen durch, darunter Beckenbodenrekonstruktionen, minimalinvasive Eingriffe wie etwa fertilitätsverbessernde OPs sowie funktionsverbessernde und formkorrigierende Behandlungen etwa der Brust. Hinzu kommen risikoreduzierende Operationen der Brust und der Eierstöcke bei Mutationsträgerinnen. „Der Vorteil unserer Klinik: Wir bieten das gesamte Behandlungsspektrum aus einer Hand“, sagt der Chefarzt.

Interdisziplinäre präoperative Fallkonferenz

Die IMK stellt mit der differenzierten Therapieplanung aller Tumorpatientinnen das Herzstück der Arbeit in der Frauenklinik dar. Alle an der Behandlung beteiligten Kolleginnen und Kollegen kommen zu diesem Zweck einmal wöchentlich zusammen. Spezialistinnen und Spezialisten aus Gynäkologie, Radiologie, Pathologie, Mammografie­screening sowie niedergelassene Gynäkologinnen und Gynäkologen besprechen die Diagnose für die Patientinnen, die sich in der vorangehenden Woche im Brustzentrum vorgestellt haben. Das Ziel der Fallkonferenz ist es, interdisziplinär die individuell beste Therapie bei Erkrankungen der weiblichen Brust in jedem einzelnen Fall zu erreichen.

Kontakt

Prof. Dr. Wulf Siggelkow
Chefarzt Frauenklinik
Telefon 1: (05 11) 289-32 81
Telefon 2: (05 11) 129-23 10
E-Mail: wulf.siggelkow@diakovere.de

Kontakt

Susanne Harders
Leitende Oberärztin
Friederikenstift / Senior-Mamaoperateurin,
Gynäkologische Onkologie,
zertifizierte Dysplasiesprechstunde,
Palliativmedizin,
spezielle Geburtshilfe und Perinatologie
Telefon: (05 11) 129-23 10
E-Mail: susanne.harders@diakovere.de

13. Oktober 2021

Hämatologie und Onkologie: Versorgung aus einer Hand

2022-11-15T15:15:26+01:0013. Oktober 2021|

Interdisziplinärer Ansatz:

Dr. Munir Rababah (v. l.), Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onko logie, Deike Konert, onkologische Fachpflegekraft, Sven Lodziewski, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, und Krankenhausseelsorgerin Barbara Schnoor besprechen sich.

Hämatologie und Onkologie: Versorgung aus einer Hand

Die Abteilung für Hämatologie und Onkologie als Teil des Zentrums für Innere Medizin der DIAKOVERE bietet Patientinnen und Patienten das ganze Spektrum der interdisziplinären Krebsdiagnostik und -therapie.

Um Menschen, die an Krebs erkrankt sind, optimal versorgen zu können, setzen wir auf eine enge Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen“, erklärt Prof. Dr. Urs Leonhardt, Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin. Seit vielen Jahren deckt das Zentrum bereits die komplette Expertise für eine umfassende onkologische Versorgung ab: von der stationären Diagnostik und Therapie bis hin zu der palliativen Versorgung oder der Unterbringung im Hospiz. Hierfür sind alle relevanten Fachabteilungen vor Ort. „Die Wege zwischen den Abteilungen sind kurz, der Informationsaustausch erfolgt schnell“, ergänzt Dr. Munir Rababah, Oberarzt und Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie.

Ein Fachbereich für Strahlentherapie im Krankenhaus

Eine eigene Abteilung für Strahlentherapie verbessert die Patientenversorgung zusätzlich und ermöglicht Betroffenen, die Bestrahlung unter stationären Bedingungen fortzuführen. Zudem besteht durch die enge Kooperation eine umfassende Expertise in der Behandlung strahlungsbedingter Akutkomplikationen. Die enge Kooperation mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten stellt einen optimalen Informationsfluss sicher. Aber auch die gute Vernetzung mit anderen Kliniken, zum Beispiel der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), bietet den Patientinnen und Patienten einen schnellen Zugang zu hoch spezialisierten Therapien. Hier besteht eine besonders enge Zusammenarbeit mit den Kliniken für Herz-Thorax-Chirurgie sowie der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation der MHH.

Nicht allein:

Krankenhausseelsorgerin Petra Ziehe nimmt sich Zeit für die Patientinnen und Patienten.

„Wir setzen auf ein enges Zusammenspiel von Behandlungen sowie auf eine gute Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen.“
Prof. Dr. Urs Leonhardt

Die Tumorkonferenz als klinischer Wegweiser

„Die Komplexität der gesamten Behandlung hat stark zugenommen“, erläutert Prof. Dr. Leonhardt. Mittwochs findet eine interdisziplinäre Tumorkonferenz statt, bei der alle verantwortlichen Disziplinen an einem Tisch sitzen. Alle Spezialistinnen und Spezialisten tragen einen Teil zur Entscheidungsfindung bei, um zu jedem Zeitpunkt die optimale Behandlung zu garantieren. „Am Ende entscheidet immer die Patientin oder der Patient. Den gewünschten Weg gehen wir natürlich mit“, sagt Prof. Dr. Leonhardt.

Palliativstation: Hier zählt das Jetzt und Heute

Bereits seit 14 Jahren gibt es eine Palliativstation im Friederikenstift. Sie ist Teil eines umfassenden palliativmedizinischen Behandlungskonzepts und gewährleistet eine optimale Betreuung und Versorgung, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. „Hier zählt das Jetzt und Heute. ,Man kann nichts mehr tun‘ ist ein Satz, der nicht fallen muss und darf. Vielmehr rücken individuelle Wünsche und Vorhaben in den Vordergrund. Lebensqualität ist das erklärte Ziel. Und dies bedeutet natürlich für jede und jeden etwas anderes“, erklärt Wiebke Mund, Oberärztin für Onkologie und Palliativmedizin. Auf der Palliativstation stehen neun Betten zur Verfügung. Zusätzlich sorgt ein stationärer Palliativdienst dafür, dass auch Patientinnen und Patienten der onkologischen Station ganz persönliche Bedürfnisse formulieren und realisieren können.

Kontakt

Prof. Dr. Urs Leonhardt
Direktor, Chefarzt des Zentrums
für Innere Medizin
Telefon: (05 11) 129-23 15
E-Mail: urs.leonhardt@diakovere.de

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