21. Juni 2026

MVZ mit zwei neuen Schwerpunkten

2026-06-22T09:53:43+02:0021. Juni 2026|

MVZ mit zwei neuen Schwerpunkten

Das Medizinische Versorgungszentrum der DIAKOVERE erweitert sein ambulantes Angebot an zwei Standorten: Eine gastroenterologische Privatsprechstunde ergänzt die hausärztliche Versorgung am Henriettenstift, im Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE AUF DER BULT wird hoch spezialisierte Pränataldiagnostik angeboten.

Vor rund eineinhalb Jahren ist das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) aus der Calenberger Neustadt in das Henriettenstift in der Marienstraße umgezogen. Im Mittelpunkt steht seither eine hochwertige hausärztliche Versorgung für Patientinnen und Patienten. Seit dem 1. Juni ergänzt zudem eine gastroenterologische Privatsprechstunde das Angebot in denselben Räumlichkeiten. Ebenfalls neu hinzugekommen ist HENRIKE, das DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum AUF DER BULT, das als MVZ nun hoch spezialisierte Pränataldiagnostik sowie Zweit- und Drittmeinungen anbietet. Der besondere Mehrwert liegt an beiden DIAKOVERE Standorten in der engen Verzahnung ambulanter und klinischer Versorgung.

Die Hausarztpraxis im Henriettenstift unter der Leitung von Dr. Jörg Grotkamp übernimmt die klassische hausärztliche Betreuung ebenso wie Vorsorge, DMP, die Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen und die Koordination fachärztlicher Diagnostik und Therapie. Vorteile sind kurze Wege für Patientinnen und Patienten, beispielsweise nach stationären Aufenthalten in den Häusern von DIAKOVERE oder anderen Kliniken sowie in der Nachsorge zum Beispiel im Rahmen einer Adipositasbehandlung. Katharina Jürgens, Geschäftsführerin des MVZ, sagt: „Wir wollen keine hausärztliche Versorgung ersetzen, sondern sie dort sinnvoll ergänzen, wo die unmittelbare Nähe zur Klinik einen echten Mehrwert schafft.“ Auch für Zuweisende ist die Klinikanbindung von Bedeutung: Befunde können rasch zusammengeführt, Rückfragen unmittelbar geklärt und weiterführende Untersuchungen bei Bedarf zügig organisiert werden.

Breit aufgestellt:

Dr. Jörg Grotkamp verantwortet die klassische hausärztliche Betreuung und bietet zusammen mit der Klinik ein fachübergreifendes ambulantes Behandlungsspektrum.

Gastroenterologische Privatsprechstunde

Seit Juni ergänzt eine gastroenterologische Privatsprechstunde unter der Leitung von Prof. Dr. Ahmed Madisch das Angebot im MVZ. Sie richtet sich an Privatpatientinnen und -patienten sowie Selbstzahlende und umfasst unter anderem fachärztliche Beratung, Zweitmeinungen, die Beurteilung vorhandener Befunde und die Planung weiterführender Diagnostik. Damit erweitert das MVZ sein ambulantes Spektrum gezielt um einen Bereich, der sowohl in der Abklärung unklarer Beschwerden als auch in der strukturierten Vorbereitung weiterführender klinischer Diagnostik relevant ist.

Immer erreichbar:

Cornelia Pilling, Mitarbeiterin in der Gemeinschaftspraxis im MVZ, vereinbart telefonisch Termine und beantwortet Fragen.

„Die Anbindung an die Klinik ist unser zentraler Mehrwert, insbesondere durch kurze Wege, schnelle Abstimmungen und die enge Vernetzung mit den Fachabteilungen.“
Katharina Jürgens, Geschäftsführerin des Medizinischen Versorgungszentrums

Pränataldiagnostik im MVZ

Ein dritter Schwerpunkt liegt in der Pränataldiagnostik. Das Zentrum in der HENRIKE AUF DER BULT bietet werktags spezialisierte Untersuchungen für Schwangere mit Überweisung an: von Ersttrimesterscreening und früher Feindiagnostik über differenzierte Ultraschalluntersuchung bis hin zu weiterführender Abklärung bei entsprechender Indikation. Die enge Anbindung an Geburtshilfe, Neonatologie und weitere Fachdisziplinen ist ein wesentlicher Standortvorteil. Prof. Dr. Ralf Schild, medizinischer Leiter des MVZ im Bereich Pränataldiagnostik, betont: „Gerade bei auffälligen Befunden, komplexen Fragestellungen oder dem Wunsch nach Zweit- und Drittmeinungen entsteht aus der hohen Expertise und der direkten Nachbarschaft zur Geburtshilfe ein echter Mehrwert. Wer hier untersucht wird, lernt auf Wunsch auch das geburtshilfliche Setting kennen. Das schafft Klarheit und Sicherheit.“

Das MVZ von DIAKOVERE steht damit für ein Modell ambulanter Medizin, das nicht auf additiven Einzelleistungen beruht, sondern auf abgestimmten Versorgungspfaden. Die Geschäftsführerin erklärt: „Für zuweisende Praxen und auch für die Patientinnen und Patienten bedeutet das klare Ansprechpersonen, kurze Abstimmungswege und ein ambulantes Angebot, das dort spezialisiert ergänzt, wo interdisziplinäre Nähe sinnvoll ist.“

Kontakt

Medizinisches Versorgungszentrum im Henriettenstift
Geschäftsführung: Katharina Jürgens
Telefon: (0152) 28496705

Standort Marienstraße
Hausarztpraxis und
gastroenterologische Privatsprechstunde
Marienstraße 72–90, 30171 Hannover
Telefon: (0511) 326-149
E-Mail: info.mvz@diakovere.de

Standort HENRIKE
Mutter-Kind-Zentrum AUF DER BULT
Janusz-Korczak-Allee 12, 30173 Hannover
Telefon Sekretariat: (0511) 8115-3800
Telefon Kreißsaal: (0511) 8115-3838
Telefon Ultraschall-Ambulanz: (0511) 8115-3888
E-Mail: henrike@diakovere.de

2. Juli 2025

Neue Versorgungspfade im Notaufnahmezentrum

2026-09-15T15:11:36+02:002. Juli 2025|

Teamwork:

Dr. Gökhan Özdemir (von links), Dr. Joana Moog-Boll und Chefarzt Dr. Sven Wolf arbeiten Hand in Hand in der Notaufnahme des DIAKOVERE Henriettenstiftes.

Neue Versorgungspfade im Notaufnahmezentrum

Mit einem neuen Leitungsteam, strukturellen Anpassungen und einem ausgebauten zentralen Belegungsmanagement bietet das Team des DIAKOVERE Notaufnahmezentrums (ZNA) effizient und verlässlich eine optimale Patientenversorgung rund um die Uhr.

Die Notaufnahmen der DIAKOVERE Kliniken am Henrietten- und am Friederikenstift behandeln gemeinsam rund 55.000 Notfallpatientinnen und -patienten im Jahr. Unter Leitung von Chefarzt Dr. Sven Wolf wurden medizinische und administrative Prozesse beider Standorte weiter vereinheitlicht. Ein vierköpfiges Oberarztteam koordiniert vor Ort die interdisziplinär hohe Versorgungsqualität sowie komplexe Abläufe – von der Aufnahme bis zur zügigen stationären Verlegung. „Unser Ziel ist es, trotz der zwei Standorte Ressourcen noch besser zu nutzen und Zuweisungswege zu vereinfachen“, erklärt Dr. Wolf.

Zentrales Belegungsmanagement

Eine zentrale Erweiterung ist das standortübergreifende Belegungsmanagement. Stationäre Aufnahmen, auch außerhalb der Notfallversorgung, werden über eine zentrale Koordinationsstelle gesteuert. So erfolgt eine verlässliche, transparente Bettenvergabe auch bei elektiven Zuweisungen. Perspektivisch ist ein webbasiertes Serviceportal mit ergänzender telefonischer Anbindung für Zuweisende geplant.

Sektorübergreifende Entlastungskonzepte

Zur Entlastung der Notaufnahmen bei nicht akuten Anliegen werden neue Versorgungspfade entwickelt. Hier unterstützt unter anderem das angegliederte Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) im hausärztlich-internistischen Bereich, um Patientinnen und Patienten mit absehbarem Behandlungsbedarf, zum Beispiel in der Gastroenterologie, frühzeitig zu lenken und unnötige Aufenthalte in der ZNA zu vermeiden.

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Patientinnen und Patienten behandeln die Notaufnahmen der DIAKOVERE Kliniken am Henrietten- und Friederikenstift jährlich.

Fachliche Expertise rund um die Uhr

Beide Notaufnahmen sind 24/7 erreichbar. Die Ärztinnen und Ärzte der Fachbereiche Innere Medizin, Neurologie und Chirurgie stehen an beiden Standorten jederzeit bereit. Weitere Schwerpunkte am Henriettenstift sind Bauch- und Allgemeinchirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Gynäkologie. Am Friederikenstift liegen die Spezialisierungen auf Urologie, Plastischer Chirurgie und unfallchirurgischer Versorgung – einschließlich BG-Fällen und der Funktion als überregionales Traumazentrum. Ergänzend bestehen ein Flusssäure-Kompetenzzentrum sowie die Beteiligung an der Versorgung schwerster Kriegsverletzungen im Rahmen des Kleeblattprinzips.

Jede Sekunde zählt:

In der Notaufnahme stehen alle Geräte zur Überwachung der Vitalfunktionen bereit, damit Patientinnen und Patienten im Ernstfall schnell geholfen werden kann.

Versorgung von Kriegsverletzten

Das Kleeblattkonzept beinhaltet eine länderübergreifende Versorgung von Intensivpatientinnen und -patienten in Deutschland und hat sich während der Coronapandemie zur Entlastung von Kliniken etabliert. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wurde dieses Prinzip für die medizinische Versorgung ukrainischer Kriegsverletzter durch die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft übernommen. Auch das DIAKOVERE Friederikenstift, das als überregio­nales Traumazentrum fungiert, hat in den letzten drei Jahren 50 Schwerverletzte aus der Ukraine behandelt. „Durch die Erweiterung der Katastrophenversorgung profitieren alle unsere Patientinnen und Patienten“, so der Chefarzt des Notaufnahmezentrums, Dr. Sven Wolf.

Kontakt

Dr. Sven Wolf
Chefarzt Notaufnahmezentrum

Telefon: (0511) 129-2861
E-Mail: sven.wolf@diakovere.de

6. Juni 2024

Neue Wahlleistungsstation der Extraklasse

2026-09-09T09:56:53+02:006. Juni 2024|

Ein Einbettzimmer auf der neuen Wahlleistungsstation
Gehobenes Ambiente:

Ein Einbettzimmer auf der neuen Wahlleistungsstation.

Neue Wahlleistungsstation der Extraklasse

Das DIAKOVERE Henriettenstift an der Marienstraße bietet mit einer neuen und hochmodernen Wahlleistungsstation für Privat- und Zusatzversicherte sowie Selbstzahler ein besonderes Ambiente und umfassenden Service im gehobenen Stil.

Nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen und dem Umzug startete die neue Wahlleistungsstation 4 B im Mai in den laufenden Betrieb. 17 Betten sind in vier Zweibett- und sonst ausschließlich Einbettzimmer aufgeteilt. Die interdisziplinäre Station erfüllt alle medizinischen Anforderungen.

Die Besonderheit liegt in der gehobenen baulichen Konzeption und Ausstattung, kombiniert mit einem anspruchsvollem Serviceangebot. „Unsere Patientinnen und Patienten sollen sich hier wohlfühlen“, erklärt Pflegedienstleitung Navina Kochanneck.

„Es handelt sich um ein deutschlandweites Vorzeigeprojekt.“
Standortleiter Dorian Denner

„Neben einer von der Wahlleistungsstation unabhängigen medizinisch und pflegerisch bestmöglichen Versorgung legen wir hier besonders großen Wert auf den außermedizinischen Servicegedanken sowie eine optisch sehr ansprechende Umgebung“, betont Dorian.

Pflegedienstleitung Navina Kochanneck und Standortleiter Dorian Denner
Sind stolz auf das Vorzeigeprojekt:

Pflegedienstleitung Navina Kochanneck und Standortleiter Dorian Denner.

Navina Kochanneck

Kontakt

Navina Kochanneck
Pflegedienstleitung
DIAKOVERE Krankenhaus gGmbH

Telefon: (0511) 289-0
E-Mail: navina.kochanneck@diakovere.de

23. Juni 2023

Notaufnahmezentrum: Zeit ist hier der entscheidende Faktor

2026-09-09T09:58:00+02:0023. Juni 2023|

Notaufnahme: Zeit ist hier
der entscheidende Faktor

Das Notaufnahmezentrum der DIAKOVERE besteht aus den beiden interdisziplinären Zentralen Notaufnahmen im DIAKOVERE Friederikenstift und im Henriettenstift. Es arbeitet gemeinsam an durchdachten Konzepten für optimierte Arbeitsabläufe und kürzere Wartezeiten.

Für eine schnelle Notfallversorgung setzt das Team des DIAKOVERE Notaufnahmezentrums auf abgestimmte Maßnahmen und kurze Wege. „Zielführend ist unter anderem eine optimierte Kommunikation zwischen Niedergelassenen und Notaufnahmen“, sagt Dr. Sven Wolf, Ärztlicher Leiter des Zentrums.

Alles im Blick:

Im Team des Notfallaufnahmezentrums der DIAKOVERE sind schnelle Entscheidungen gefragt.

Ankommen in der Notaufnahme:

Eine Patientin wird aufgenommen.

Wartezeiten reduzieren

„Im Team erarbeiten wir eine Art Hotline, um zunächst die Erreichbarkeit unserer beiden Ambulanzen zu vereinfachen. So können Doppeldiagnostiken vermieden und Ressourcen geschont werden.“ Im Sinne der Notaufnahmen wäre eine intensivierte Anwendung der wenig bekannten IVENA-Versorgungsplattform durch Zuweisende wünschenswert, um Wartezeiten zu reduzieren, so Dr. Wolf. „Weiter entwerfen wir ein Konzept, um Niedergelassene und ZNAs praktisch und sektorübergreifend bei weniger akuten Fällen zu entlasten.“

Schnelle Versorgung

Rund 19.000 Notfallkontakte jährlich werden im Henriettenstift und 38.000 im Friederikenstift gezählt. Um eine schnellstmögliche Versorgung einleiten zu können, erfolgt nach der Anmeldung eine Ersteinschätzung der Dringlichkeit anhand des Manchester-Triage-Systems (MTS). Ein digitales Belegungsmanagement sorgt nach der Erstversorgung und Diagnosestellung dafür, dass Betroffene für die individuelle Weiterversorgung umgehend auf die Stationen verlegt werden. Perspektivisch ist dies auch für den elektiven Bereich geplant, um die zeitnahe und verbindliche Terminvergabe zu optimieren.

Zwei Notaufnahmen mit Spezialisierungen

Rund um die Uhr stehen Spezialistinnen und Spezialisten der Fachbereiche Innere Medizin, Neurologie sowie Chirurgie in den Notaufnahmen zur Verfügung, um eine umfassende Behandlung mit hoher Versorgungsqualität zu gewährleisten. Weitere Fachabteilungen wie Urologie, Handchirurgie oder Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie können hinzugezogen werden. Schnelle Diagnostik und Therapien wie die Notfall-Thrombektomie im Henriettenstift sowie die Versorgung von Flusssäureverätzungen im Friederiken-stift sind ebenfalls verfügbar. Alle Mitarbeitenden der Notaufnahmen sind mittels Fachweiterbildungen hoch qualifiziert.

„Wir entwerfen ein Konzept, um Niedergelassene und ZNAs praktisch und sektorübergreifend (…) zu entlasten.“

Dr. med. Sven Wolf

0 Notfälle
jährlich werden im Friederikenstift und 19.000 im Henriettenstift versorgt.

Mit IVENA eHealth lange Wartezeiten vermeiden

Besonders bei zeitkritischen Notfällen hilft die interdisziplinäre Online-Versorgungsplattform IVENA eHealth, Patientinnen und Patienten schnellstmöglich und ohne lange Wartezeit versorgen zu können. In Echtzeit wird durch den detaillierten Krankenhaus-Versorgungsnachweis oder auch Bettennachweis die Nutzung von Krankenhauskapazitäten effektiv unterstützt. „Auch für Privatpersonen und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist die Plattform praktisch“, erklärt Dr. Sven Wolf, ärztlicher Leiter des DIAKOVERE Notaufnahmezentrums. „Übersichtlich zeigen sie die aktuellen Behandlungs- und Versorgungskapazitäten der einzelnen Krankenhäuser.“

Die Übersicht ist hier abrufbar: www.ivena-niedersachsen.de.

Kontakt

Dr. med. Sven Wolf
Ärztliche Leitung
DIAKOVERE Notaufnahmezentrum
Telefon: (05 11) 129-2861
E-Mail: sven.wolf@diakovere.de

14. April 2023

Gesundheitsforschung: Mehr Wissen für eine optimale medizinische Versorgung

2023-04-20T12:27:03+02:0014. April 2023|

Gesundheitsforschung: Mehr Wissen für eine optimale medizinische Versorgung

Das Institut für Versorgungsforschung und technische Orthopädie im DIAKOVERE Annastift ist Schnittstelle zwischen Medizin, Wissenschaft, Patientinnen und Patienten sowie den Kostenträgern. Das Ziel ist eine interdisziplinäre, optimal abgestimmte und umsetzbare Versorgung in der technischen Orthopädie.

Der Zweck der Forschungsarbeit ist es, die Patientenversorgung zu optimieren und medizinische Potenziale voll auszuschöpfen. „Die entscheidenden Fragen, die wir uns bei unserer Arbeit stellen sind: Was nützt den Betroffenen am meisten? Wie schaffen wir es, die fragmentierte medizinische Versorgung besser abzustimmen und zu strukturieren? Und wie können diese Maßnahmen bezahlbar bleiben?“, fasst der Leiter des Instituts für Versorgungsforschung und technische Orthopädie, Prof. Dr. Bernd Brüggenjürgen, die Aufgabe des Instituts zusammen. „Kurz gesagt, sorgen wir im Hintergrund für den Transfer von Ideen und einer anwenderorientierten Forschung in der technischen Orthopädie in die reale Versorgung.“

Vorbereitung der Kraftanalyse:

Prof. Dr. med. Bernd Brüggenjürgen stellt das Gerät für die Untersuchung auf die Körpergröße seiner Patientin ein.

Detaillierte Untersuchung des Bewegungsablaufs beim Gehen:

Mittels einer dynamischen Fußdruckmessung, kann Prof. Dr. med. Bernd Brüggenjürgen Abweichungen im Gangbild seiner Patientin feststellen.

Optimierte Abläufe und Therapien

„Wir brauchen strukturierte Behandlungspfade und optimierte Prozesse in der Medizin.“

Prof. Dr. Bernd Brüggenjürgen.

Verschiedene Projekte sollen langfristig dafür sorgen. Bruchstellen zwischen einzelnen Versorgungsentitäten werden dabei überbrückt: beispielsweise mit einem digitalen Tool, auf das die Leistungserbringer Zugriff haben und so ein Austausch an versorgungsrelevanten Informationen, wie etwa zur Medikation, möglich ist.
Auch mit Blick auf die direkte Patientenversorgung ist eine fundierte Bündelung von Informationen für eine optimierte medizinische Versorgung sinnvoll. „Patientinnen und Patienten können so im ganzheitlichen Kontext gesehen werden. Die Vor- und Nachsorge wird besser auf den Menschen abgestimmt“, so Prof. Dr. Brüggenjürgen.

Wichtige Daten für die Diagnose:

Prof. Dr. med. Bernd Brüggenjürgen verfolgt am Bildschirm die Fußdruckmessung.

Vorreiter in der Zusammenarbeit

Das interdisziplinäre Team aus derzeit drei Mitarbeitenden der Bereiche Medizin, Gesundheitswissenschaften und Management besteht in dieser Form seit etwa drei Jahren und nimmt eine Art Vorreiterfunktion ein. „Die Vereinigung von Forschung durch das Versorgungsinstitut und der praktischen medizinischen Versorgung in der technischen Orthopädie gibt es so nur bei uns“, sagt Prof. Brüggenjürgen.

„Wir steuern im Hintergrund Prozesse, um die Lebensqualität möglichst vieler Menschen nachhaltig zu verbessern ‒ immer unter dem Gesichtspunkt der positiven Evidenz und der Angemessenheit.“
Institutsleiter Prof. Dr. Bernd Brüggenjürgen

Mittlerweile sei das Bewusstsein für die Forschungsarbeit gewachsen. Die Zusammenarbeit mit relevanten Leistungserbringern wie anderen Kliniken, Krankenkassen oder auch Herstellern habe sich etabliert. „Auch die Vernetzung mit Pflegeeinrichtungen ist geplant“, sagt Prof. Dr. Brüggenjürgen.

Verknüpfung AnnaTEC und Versorgungsforschung

Die Anbindung des Instituts für Versorgungsforschung an die technische Orthopädie AnnaTEC im DIAKOVERE Annastift kommt nicht von ungefähr. Durch erweiterte diagnostische Maßnahmen oder auch neu entwickelte mikroprozessorgesteuerte Prothesen, Orthesen oder Ektoskelette können zum Beispiel Menschen mit diabetischem Fuß effektiver versorgt werden. Mithilfe von Fortbildungen, Konferenzen, persönlichen Gesprächen oder auch einer geplanten Wissensplattform wird das Bewusstsein für orthopädische Krankheitsbilder wie den Charcot-Fuß und die spezialisierte Behandlung geschärft. Den Behandelnden sollen bestmögliche Versorgungsmöglichkeiten zum Wohl der Betroffenen inklusive der Erstattungssituation an die Hand gegeben werden.
Bewegungs- und Kraftanalysen sowie gezielte Befragungen und digitale Prozesse helfen beispielsweise vor der Anlage einer Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) oder auch bei Amputationen und der anschließenden Prothesenanpassung nicht nur den Betroffenen. Ebenso profitieren lokale Experten, Krankenversicherungen und niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen von Ausbau und Verknüpfung der Prozesse. Prof. Dr. Brüggenjürgen betont: „Wir wollen neue Lösungen finden und Versorgungspfade etablieren – sowohl lokal als auch bundesweit.“

Nach der Laufanalyse:

Prof. Dr. med. Bernd Brüggenjürgen bespricht mit der Patientin am Computer das Ergebnis und die weiteren Behandlungsmöglichkeiten.

Institutsarbeit für die Praxis: Projekt „Unspezifische Rückenschmerzen“

Die Versorgung von unspezifischen Rückenschmerzen ist schwierig. „Wir wollen bei Betroffenen das Verständnis für empfohlene Therapien wecken“, sagt Prof. Dr. Bernd Brüggenjürgen. Dazu erfolgt 24 Stunden lang eine Haltungs-, Bewegungs- und Dynamikdiagnostik mithilfe von speziellen Sensoren. Ähnlich wie beim Langzeit-EKG werden die Beschwerden visualisiert und der Bezug zu alltäglichen Verhaltensweisen wird hergestellt. Einer gemeinsamen Analyse folgen motivierende und nachhaltige Handlungsempfehlungen. Durch die kurzfristig kurative und langfristig präventive Versorgung können chronische Verläufe vermieden werden, so Prof. Dr. Brüggenjürgen. Die Diagnostik eignet sich auch für ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Das Projekt erhält bereits eine Forschungsförderung vom Gemeinsamen Bundesausschuss, um es gegebenenfalls in die deutsche Regelversorgung zu integrieren.

Kontakt

Prof. Dr. med. Bernd Brüggenjürgen, MPH
Leiter Institut für Versorgungsforschung und technische Orthopädie
Telefon: (05 11) 5354-292
E-Mail: bernd.brueggenjuergen@diakovere.de

14. Dezember 2022

Krankenhauszukunftsgesetz: Mehr Digitalisierung in den DIAKOVERE-Kliniken

2022-12-20T14:10:52+01:0014. Dezember 2022|

Krankenhauszukunftsgesetz:
Mehr Digitalisierung für schnellere Prozesse

Optimierungsarbeit:

Die DIAKOVERE-Kliniken verbessern die Koordination mit Rettungsdiensten und Zuweisern, um den Vorgaben des Krankenhauszukunftsgesetzes gerecht zu werden. Ein Baustein, von dem auch Patientinnen und Patienten direkt profitieren werden, sind Onlineportale für die Terminabsprache.

Die DIAKOVERE-Kliniken in Hannover arbeiten an der Umsetzung der geforderten Maßnahmen rund um das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG). Das Ziel ist eine moderne, digitale Versorgungsstruktur mit optimierten Schnittstellen im Sinne der Patientinnen und Patienten.

Durch das Ende 2020 in Kraft getretene Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) sollen vorherrschende Schwachstellen im Gesundheitswesen langfristig und umfangreich reguliert werden. Besonders die Digitalisierung der Krankenhäuser soll für eine verbesserte Reaktionsfähigkeit und Zusammenarbeit aller Behandelnden bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten sorgen.

Digitale Vernetzung fördern

Für die DIAKOVERE-Standorte in Hannover arbeitet Dr. Malte Süß als Programmleiter in einer bereichsübergreifenden Gruppe an der Umsetzung des gesetzlichen Forderungskatalogs. Beteiligt sind 50 Mitarbeitende der DIAKOVERE. „Wir optimieren die Schnittstellen zu externen medizinischen Bereichen wie dem Rettungsdienst oder den Zuweisern. In Planung sind beispielsweise übersichtliche Portale, über die sowohl Patientinnen und Patienten als auch Zuweisende Therapien oder Sprechstunden direkt terminieren können“, erklärt der Programmleiter.

Für die Umsetzung der digitalen Projekte wie zum Beispiel das für 2023 geplante barrierefreie Leitsystem in allen DIAKOVERE-Kliniken sind Anschubfinanzierungen beantragt. Jährlich prüft ein zertifizierter IT-Dienstleister anhand der verpflichtenden Berichterstattung den Stand der Umsetzung. „Bei Nichterreichen werden die Krankenhäuser mit Abschlägen sanktioniert“, so Süß.

„Wir optimieren die Schnittstellen zu externen medizinischen Bereichen wie dem Rettungsdienst oder den Zuweisern.“
Dr. Malte Süß

Kontakt

Dr. Malte Süß
Programmleiter KHZG
Telefon: (0511) 289-1456
E-Mail: malte.suess@diakovere.de

12. September 2022

Zentrallabor: Schnelle und professionelle Analysen rund um die Uhr

2022-11-10T12:35:59+01:0012. September 2022|

ZENTRALLABOR:
SCHNELLE ANALYSEN RUND UM DIE UHR

Damit Patientinnen und Patienten schnell eine Diagnose erhalten und Ärztinnen und Ärzte eine Therapie entwickeln können, sind zuverlässige Labore wichtig. Das Zentrallabor der DIAKOVERE versorgt alle Kliniken des Unternehmens in Hannover verlässlich, professionell, schnell und rund um die Uhr mit Analyseergebnissen.

Zentrallabor: Wichtige Säule im Krankenhaus

Das hoch spezialisierte Team des Zentrallabors der DIAKOVERE führt mit modernsten Geräten pro Jahr etwa 2,4 Millionen Analysen durch. „Unsere labormedizinischen Untersuchungen sind an den meisten Diagnosen in den DIAKOVERE Kliniken beteiligt“, erklärt der Leiter des Zentrallabors, Dr. rer. nat. Sven Bonsack, die Position und Bedeutung des hauseigenen Labors. Die Vorteile des DIAKOVERE Zentrallabors liegen auf der Hand: Kurze Wege zwischen Klinik und Labor ermöglichen einen engen Austausch der Expertinnen und Experten, damit Patientinnen und Patienten bestmöglich behandelt werden. Laborergebnisse stehen schnell zur Verfügung, im Notfall sogar innerhalb von 60 bis 90 Minuten.

Im Zentrallabor werden auch Blutkonserven vorbereitet.
Die klinische Chemie im DIAKOVERE Zentrallabor:

Die medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin Carola Puschmann ermittelt im Henriettenstift die Leber- und Nierenwerte und untersucht Herzenzyme und Tumormarker.

0 Millionen Analysen
führt das hoch spezialisierte Team des Zentrallabors der DIAKOVERE pro Jahr durch.
0 Millionen Analysen
führt das hoch spezialisierte Team des Zentrallabors der DIAKOVERE pro Jahr durch.

Umfangreiches Analysespektrum

Hauptstandort des Zentrallabors ist das Henriettenstift, eine Notfallanalytik ist im Friederikenstift untergebracht. Zum Analysespektrum gehören die Fachgebiete Hämatologie, Immunhämatologie, ein Gerinnungslabor und auch ein Liquorlabor. Bis zu 180 verschiedene Parameter können ausgewertet werden, auch spezielle Schilddrüsenwerte. Seit Oktober 2020 gibt es zudem ein Labor, in dem PCR-Tests verarbeitet werden. Rund 65.000 Stück waren es bisher.

Sicherheit für die Proben dank Barcodesystem

Jede einzelne Patientenprobe wird an fünf bis sieben Arbeitsplätzen gezielt bearbeitet und auf unterschiedliche Parameter untersucht. „Unsere 25 staatlich geprüften medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentinnen (MTLAs) sind speziell geschult und können jeden der vorhandenen Arbeitsplätze bedienen“, so der technische Laborleiter.

„Durch ein voll automatisiertes Barcodesystem ist eine Verwechslung der Analysen im Labor nicht möglich.“
Dr. rer. nat. Sven Bonsack

Ergebnisse per Krankenhausinformationssystem abrufbar

Ergebnisse per Krankenhaus-
informationssystem abrufbar

Alle labortechnischen Parameter werden von der Anfrage bis hin zur fertigen Analyse über die Labor-EDV eingepflegt, sind online im Krankenhausinformationssystem (KIS) abrufbar und stehen somit für eine schnelle Verarbeitung bereit. Standardisierte Arbeitsabläufe und Farbsysteme sorgen dafür, dass alle Proben zügig analysiert werden. „Durch ein voll automatisiertes Barcodesystem ist eine Verwechslung der Analysen im Labor nicht möglich. Und auch im Bereich der immunhämatologischen Diagnostik zur Untersuchung von Empfängerblut ist die Analytik komplett standardisiert“, sagt Bonsack. „Eine hochsensible CCD-Kamera ersetzt hier das menschliche Auge und ist somit absolut sicher und präzise.“

RiliBÄK: regelmäßige Kontrollen für sichere Analysen

Neben dem Qualitätsmanagement in medizinischen Laboren, welches Verfahrensanweisungen, Arbeitsvorschriften und -abläufe genauestens regelt und durch das Gewerbeaufsichtsamt kontrolliert wird, gibt es auch die Kontrollinstanz RiliBÄK. Die Abkürzung steht für Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen. Labore sind hierdurch gesetzlich verpflichtet, in regelmäßigen Ringversuchen ihre genutzten Geräte mithilfe von geliefertem Probenmaterial zu kontrollieren. Viermal im Jahr erhalten die Labore bei einwandfreiem Abschneiden sogenannte Ringzertifikate – ein wichtiger Nachweis für die externe Qualitätssicherung.

Kontakt

Dr. rer. nat. Sven Bonsack
Technischer Leiter des Zentrallabors
Telefon: (0511) 289-2229
Mobil: (0178) 289-6712
E-Mail: sven.bonsack@diakovere.de

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