8. April 2026

Neuer Chefarzt für robotische Chirurgie

2026-04-08T13:19:49+02:008. April 2026|

Neuer Chefarzt für robotische Chirurgie

Chefarzt Dr. Heiko Aselmann verstärkt seit Februar 2026 die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am DIAKOVERE Henriettenstift. Mit seiner ausgewiesenen Expertise in der roboterassistierten Chirurgie setzt er gezielte Impulse in der komplexen chirurgischen Versorgung.

Mit Dr. Heiko Aselmann gewinnt DIAKOVERE einen erfahrenen Allgemein- und Viszeralchirurgen, der seit mehr als einem Jahrzehnt die Entwicklung der roboterassistierten Chirurgie aktiv mitgestaltet. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt in der komplexen Chirurgie des Oberbauches, insbesondere an Leber und Bauchspeicheldrüse.

Ultraschalldiagnostik:

Dr. Heiko Aselmann untersucht den Oberbauch eines Patienten.

Fortschritt durch roboterassistierte Chirurgie

Mit dem geplanten Einsatz des robotischen Operationssystems wird die minimalinvasive viszeralchirurgische Versorgung bei DIAKOVERE gezielt weiterentwickelt. Die roboterassistierte Technik ermöglicht hochpräzise Eingriffe und hat sich insbesondere bei anspruchsvollen onkologischen Operationen an Speiseröhre, Leber, Bauchspeicheldrüse, Kolon oder Rektum etabliert. Während sich die laparoskopische Chirurgie hier nur eingeschränkt durchsetzen konnte, erlaubt die robotische Technik zunehmend eine sichere minimalinvasive Durchführung auch in anatomisch schwierigen Bereichen.

Komplexe Resektionen können gewebeschonender erfolgen. Zu den bekannten Vorteilen gegenüber der offenen Chirurgie zählen ein reduziertes Zugangstrauma, weniger postoperative Schmerzen, ein geringerer Blutverlust sowie eine zügigere Rekonvaleszenz mit verkürztem stationären Aufenthalt. Für das tiefe Rektumkarzinom sind zudem verbesserte onkologische Langzeitergebnisse beschrieben. Auch operationsbedingte Folgeeingriffe, etwa bei Narbenhernien, Adhäsionsbeschwerden oder mechanischem Ileus, treten seltener auf.

„Die häufig verkürzt als Robotik bezeichnete Technik ist ein konsequenter Schritt zum Ausbau der minimalinvasiven vizeralchirurgischen Onkologie bei DIAKOVERE“, betont Dr. Aselmann. Der Einsatz soll sich zunächst auf große onkologische Eingriffe an Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Kolon und Rektum konzentrieren. Perspektivisch sind auch Anwendungen bei krankhaftem Übergewicht oder Refluxbeschwerden denkbar. Parallel zum Aufbau der technischen Infrastruktur steht die strukturierte Qualifikation der Mitarbeitenden im Fokus. Die Einführung erfolgt bewusst als Teamprozess, um eine nachhaltige Integration in den klinischen Alltag sicherzustellen.

Kompetenzverteilung für höchste Versorgungsqualität

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Henriettenstift wird gemeinsam von Zentrumsleitung und Chefärztin Prof. Dr. Katja Schlosser sowie den beiden Chefärzten Lars Haeder und Dr. Heiko Aselmann geführt. Prof. Dr. Schlosser verantwortet die Allgemeinchirurgie, die endokrine Chirurgie und die Gefäßchirurgie sowie die übergreifende strategische Weiterentwicklung des Zentrums. Chefarzt Lars Header ist zuständig für die onkologische Chirurgie des unteren Gastrointestinaltraktes, insbesondere für die Kolon- und Rektumchirurgie, und leitet das DKG-zertifizierte Darmkrebszentrum.

„Eine enge Zusammenarbeit und klare Zuständigkeiten erlauben es uns, komplexe Krankheitsbilder gezielt und auf höchstem fachlichen Niveau zu behandeln.“
Dr. Heiko Aselmann

Dr. Aselmann ergänzt das Leistungsspektrum mit dem Schwerpunkt Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes inklusive Leber und Bauchspeicheldrüse sowie Einführung und Weiterentwicklung der roboterassistierten Verfahren. Die transparente Aufteilung der Kompetenzbereiche ermöglicht eine hoch spezialisierte, abgestimmte Versorgung mit klar definierten Ansprechpersonen.

„Eine enge Zusammenarbeit und klare Zuständigkeiten erlauben es uns, komplexe Krankheitsbilder gezielt und auf höchstem fachlichen Niveau zu behandeln“, so Dr. Aselmann. Für Zuweisende bleiben die bewährten Abläufe und Schnittstellen bestehen. Eine gesonderte Vorstellung des neuen roboterassistierten Operationssystems erfolgt nach Abschluss der Implementierungsphase.

Ergänzen einander mit ihren Fachgebieten:

Chefarzt Lars Haeder (v. l.), Zentrumsleiterin Prof. Dr. Katja Schlosser und Chefarzt Dr. Heiko Aselmann.

Zur Person

Dr. Heiko Aselmann wurde in Peine geboren und studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo er von 1999 bis 2010 auch seine Ausbildung zum Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie absolvierte. Seine Expertise im Bereich der roboterassistierten Operationssysteme erwarb der 54-Jährige ab 2013 am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, wo er den Aufbau eines spezialisierten Zentrums maßgeblich begleitete. Im Klinikum Region Hannover (KRH) prägte Dr. Aselmann in den vergangenen Jahren maßgeblich die Einführung robotischer Operationssysteme. 

Kontakt

Dr. Heiko Aselmann
Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Telefon: (05 11) 289-2195
E-Mail: heiko.aselmann@diakovere.de

2. Juli 2025

Zwei Neue ärztliche Leitungen

2025-07-02T14:56:17+02:002. Juli 2025|

Zwei Neue ärztliche Leitungen

Prof. Dr. Katja Schlosser leitet seit 1. Juli 2025 die Klinik für Gefäßchirurgie sowie das Zentrum für die Allgemein-, Viszeral- und endokrine Chirurgie. Zum 15. August 2025 übernimmt Dr. L. Christian Napp die Leitung der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin. Beide bringen langjährige klinische Erfahrung sowie umfassende Expertise mit und stehen für ein patientenorientiertes Behandlungskonzept.

Neue Leitungen:

Dr. L. Christian Napp und Prof. Dr. Katja Schlosser

Nahbare Hochleistungschirurgie als Ziel

Prof. Dr. Katja Schlosser hat zum 1. Juli 2025 als Chefärztin die Leitung der Klinik für Gefäßchirurgie sowie die Zentrumsleitung für die Allgemein-, Viszeral- und endokrine Chirurgie von DIAKOVERE übernommen. Die Fachärztin für Chirurgie, Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie und Spezielle Viszeralchirurgie bringt eine langjährige Erfahrung in einem breiten operativen Spektrum mit. Zusätzlich verfügt sie über das europäische Zertifikat in endokriner Chirurgie (F.E.B.S. Endocrine Surgery). Sie tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Joachim Jähne und von Prof. Dr. Thomas Busch an.

Nach Stationen am Universitätsklinikum Marburg und als Chefärztin in Mittelhessen entscheidet sie sich bewusst für den Wechsel nach Hannover – mit dem Ziel, viszeral-, endokrine und gefäßchirurgische Expertise unter einem Dach weiterzuentwickeln. „Ein gemeinsames Zentrum für Viszeral- und Gefäßchirurgie fördert interdisziplinäre Zusammenarbeit, verbessert die Patientenversorgung und ermöglicht innovative Behandlungskonzepte auf höchstem Niveau“, so Prof. Dr. Schlosser.

„Ein gemeinsames Zentrum für Viszeral- und Gefäßchirurgie fördert interdisziplinäre Zusammenarbeit, verbessert die Patientenversorgung und ermög­licht innovative Behandlungskonzepte auf höchstem Niveau.“
Prof. Dr. Katja Schlosser

Ein Schwerpunkt liegt in der endokrinen Chirurgie; eine Zertifizierung als Endokrines Zentrum ist geplant. Zudem möchte Prof. Dr. Schlosser die Carotis-Chirurgie unter Plexusanästhesie etablieren. Sie ist außerplanmäßige Professorin an der Universität Marburg und engagiert sich für Lehre sowie für die Förderung von Frauen in der Chirurgie. Sie ist Gründerin des Netzwerks „Die Chirurginnen“, das sich für Sichtbarkeit und strukturelle Gleichstellung von Frauen in der Chirurgie einsetzt. Ihr Führungsstil basiert auf Transparenz, Teamorientierung und verlässlicher Kommunikation in alle Richtungen: „Zuweisung ist Vertrauenssache und die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten abhängig von guter Zusammenarbeit“, sagt Prof. Dr. Schlosser.

Moderne Kardiologie mit christlichem Fundament

Dr. L. Christian Napp übernimmt zum 15. August 2025 als Chefarzt die Leitung der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin am DIAKOVERE Henriettenstift. Er folgt auf Prof. Dr. Thomas Weiss. Als Facharzt mit Spezialisierung in interventioneller Kardiologie und kardiovaskulärer Intensiv- sowie Notfallmedizin bringt er unter anderem eine langjährige Erfahrung aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit, wo er zuletzt die Interventionelle Kardiologie leitete.

„Gute Medizin ist für mich nicht nur eine Frage moderner Technik, sondern vor allem auch der menschlichen Zuwendung – beides muss zusammenwirken.“
Dr. L. Christian Napp

Im Zentrum seiner Tätigkeit steht für ihn die Verbindung technischer Expertise mit persönlicher Zuwendung. „Gute Medizin ist für mich nicht nur eine Frage moderner Technik, sondern vor allem auch der menschlichen Zuwendung – beides muss zusammenwirken“, so Dr. Napp. Sein Ziel ist die strukturelle und inhaltliche Weiterentwicklung der DIAKOVERE Klinik: Durch den Ausbau eines zweiten Herzkatheterlabors sowie den Einsatz spezieller Behandlungstechniken soll die gesamte Brandbreite der Therapie von Erkrankungen der Herzkranzgefäße und Herzklappen abgebildet werden.

Neben der technischen Modernisierung ist Dr. Napp ein werteorientierter Umgang wichtig, um den christlichen Auftrag des Hauses jeden Tag zu leben. „DIAKOVERE bietet die Möglichkeit, hochmoderne Medizin mit menschlicher Nähe zu verbinden – das ist nicht überall möglich und deshalb besonders wertvoll“, sagt Dr. Napp. Die Klinik soll fachlich als auch menschlich ein Ort verlässlicher Versorgung und innovativer Behandlung bleiben und als ein solcher weiterentwickelt werden.

Kontakt

Prof. Dr. Katja Schlosser
Chefärztin Klinik für Gefäßchirurgie, Zentrumsleitung für die Allgemein-, Viszeral- und endokrine Chirurgie

Telefon: (0511) 289-2599
E-Mail: katja.schlosser@diakovere.de

Kontakt

Dr. L. Christian Napp
Chefarzt Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin (ab 15. August 2025)

Telefon: (0511) 289-2630
E-Mail: kardiologie.dkh@diakovere.de

11. Oktober 2023

Refluxzentrum: Schnelle kausale Behandlung bei chronischer Erkrankung

2023-10-20T15:26:00+02:0011. Oktober 2023|

Schnelle kausale Behandlung bei chronischem Reflux

Ein neues Refluxzentrum etabliert sich als Teil der DIAKOVERE Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im DIAKOVERE Henriettenstift. Ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Gastroenterologie und Viszeralchirurgie bietet Betroffenen Beratung und gezielte Hilfe bei gastroösophagealem Reflux.

Reflux ist eine unterschätzte Erkrankung, die Betroffenen massive Probleme bereitet und die Lebensqualität deutlich einschränkt“, sagt der Leiter des Refluxzentrums PD Dr. Peter Vogel. 15 bis 25 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden daran. Laut wissenschaftlicher Leitlinie sind jedoch 30 Prozent der Patientinnen und Patienten trotz medikamentöser Behandlung nicht beschwerdefrei. „Unser Ziel ist daher eine gezielte, zuverlässige und schnellstmögliche Beratung, Diagnostik und Therapie bei chronischem Sodbrennen“, so Vogel.

PD Dr. Peter Vogel
Enge Abstimmung mit dem Patienten:

PD Dr. Peter Vogel im Gespräch mit einem Reflux-Betroffenen.

0 bis
0 Prozent

der deutschen Bevölkerung
leiden an chronischem Reflux.

PD Dr. Peter Vogel (links), und Dr. Henning Peters
Erläutern Therapiemöglichkeiten:

Der Leiter des Refluxzentrums, PD Dr. Peter Vogel (rechts), und Dr. Henning Peters.

Interdisziplinäre Diagnostik

„Zunächst muss geklärt werden, ob es sich wirklich um einen gastroösophagealen Reflux handelt und welche Ursachen den Beschwerden zugrunde liegen“, so Dr. Vogel weiter. Neben den gängigen Verfahren wie einer Gastroskopie erfolgt als Kern der Refluxdiagnostik eine pH-Metrie-Impedanz-Messung sowie die Manometrie zur Druckmessung in der Speiseröhre.

Nach der Auswertung der Untersuchungsergebnisse erfolgt eine gezielte Therapie, die den Betroffenen ein beschwerdefreies Leben ermöglichen kann. Subjektive Leiden sollen gelindert, Progredienz soll eingedämmt und mögliche Komplikationen wie Schädigungen der Ösophagusschleimhaut oder sogar maligne Erkrankungen sollen vermieden werden. „Wir klären ausführlich über die Krankheit, Diagnoseergebnisse sowie Chancen und Risiken aller Behandlungsmöglichkeiten auf. Die Therapieentscheidung treffen die Patientinnen und Patienten“, sagt der leitende Arzt. Auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen werden eng in die Behandlung mit einbezogen.

Operative Versorgung im Refluxzentrum

Hilft eine medikamentöse Therapie nicht oder liegt ein Zwerchfellbruch vor, erfolgt eine kausale Behandlung in Form einer neu eingeführten standardisierten Operationsmethode. Geplant ist eine geregelte Nachsorge über einen Zeitraum von zwei Jahren sowohl bei medikamentöser als auch operativer Therapie.

Beste Ergebnisse durch standardisierte Operationsmethode

Bei chronischem Reflux durch einen geschwächten Schließmechanismus der Speiseröhre oder einen Zwerchfellbruch ist die Operation die einzige kausale Therapie. Sie beseitigt die Ursache der Erkrankung und somit die Symptome. Im Refluxzentrum des DIAKOVERE Henriettenstifts wird unter Leitung von PD Dr. Peter Vogel ein hochstandardisiertes Operationsverfahren angeboten. „In Hannover sind wir die Ersten, die eine Fundoplikatio in dieser Form durchführen“, erklärt der leitende Viszeralchirurg. „Entscheidend ist dabei die Berücksichtigung des Speiseröhrenumfangs. Hält man sich streng an die anatomisch-physiologischen Gegebenheiten, können zuverlässige Ergebnisse erreicht werden. Bei Abweichungen erhöht sich das Risiko unerwünschter Folgen wie einer Dysphagie“, so Dr. Vogel.

PD Dr. Peter Vogel

Kontakt

PD Dr. Peter Vogel
Leiter Refluxzentrum
Senior Consultant
Telefon: (05 11) 289-24 48
E-Mail: peter.vogel@diakovere.de

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