
Leitender Oberarzt Dr. Torge Roolfs (v. l.), Chefarzt Prof. Dr. Ahmed Madisch, Assistenzärztin Alaa Al Tabba und Oberärztin Dr. Maren Schwämmle besprechen am Visitewagen die Blutwerte einer Patientin.
Interventionelle Endoskopie am Henriettenstift
Chefarzt Prof. Dr. Ahmed Madisch leitet neben dem Zentrum für Innere Medizin im DIAKOVERE Friederikenstift nun auch die Klinik für Gastroenterologie am Henriettenstift. Ziel ist ein Ausbau der interventionellen Endoskopie sowie eine standortübergreifende synergetische Weiterentwicklung.
Wir richten die gastroenterologischen Strukturen beider Standorte klar aufeinander aus. Am Henriettenstift schärfen wir dabei gezielt das Spektrum der diagnostischen und vor allem der interventionellen Endoskopie“, so Prof. Dr. Madisch. Während am Friederikenstift die Ambulantisierung bei ausgewählten Eingriffen wie ERCPs oder Polypektomien im Mittelpunkt steht, liegt der Schwerpunkt im Henriettenstift zukünftig auf stationären, hochkomplexen endoskopischen Eingriffen. Dazu zählen unter anderem anspruchsvolle biliäre Interventionen, pankreatobiliäre Eingriffe, endosonografisch gesteuerte Drainageverfahren sowie interventionelle Therapien im bariatrischen Kontext.
Hotline für Terminvergabe und Patientenvorstellung
(01 52) 56 72 92 73
Zentrale Terminvergabe
Ärztinnen und Ärzte der Gastroenterologie arbeiten standortübergreifend, regelmäßige Abstimmungsrunden sichern einheitliche Standards in Diagnostik und Therapie. Eine gemeinsame Sekretariatsstruktur mit festen Ansprechpersonen und abgestimmter Terminvergabe verbessert die Erreichbarkeit für Zuweisende deutlich. Für eine unkomplizierte Terminvergabe steht eine zentrale Hotline zur Verfügung. „Eine klare und verlässliche Struktur ist für alle Beteiligten gleichermaßen wichtig“, betont Prof. Dr. Madisch. Auch die gastroenterologisch-endoskopische 24-Stunden-Notfallversorgung erfolgt standortübergreifend.
Zur Etablierung als Endoskopiezentrum wird aktuell an beiden Standorten ein neuer, einheitlicher Endoskopiepark mit modernster Gerätetechnik implementiert. Das ermöglicht identische Verfahren, abgestimmte Materialkonzepte und konsistente Qualitätsstandards.
Interdisziplinäre Relevanz
Die Gastroenterologie ist eng mit anderen Fachbereichen verzahnt, beispielsweise mit der Viszeralchirurgie, der Neurologie oder der MKG-Chirurgie. Endoskopische Leistungen reichen von der Versorgung postoperativer Komplikationen bis zur Anlage von Ernährungssonden bei neurologischen oder onkologischen Erkrankungen. „Die Endoskopie ist eine Serviceabteilung mit hoher interdisziplinärer Relevanz. Entscheidend ist dabei die strukturierte Abstimmung aller Beteiligten“, so der Chefarzt.
„Am Henriettenstift schärfen wir gezielt das Spektrum der diagnostischen und vor allem interventionellen Endoskopie.“
Prof. Dr. Ahmed Madisch
Ein zentrales Projekt ist die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED). In Kooperation mit niedergelassenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen entsteht eine sektorenübergreifende Versorgungsstruktur bei komplexen Krankheitsbildern.
Kompetenz im Team
Das DIAKOVERE Zentrum für Innere Medizin entwickelt sich kontinuierlich weiter. Leitende Positionen sind neu besetzt, die Fachbereiche gestärkt. Mit rund 30 Ärztinnen und Ärzten und insgesamt etwa 130 Betten an beiden Standorten verfügt das Zentrum über eine leistungsfähige Struktur. „Entscheidend ist ein motiviertes, verantwortungsvoll handelndes Team“, sagt Prof. Dr. Madisch. Neuer Standortleiter der Gastroenterologie am Henriettenstift ist Dr. Torge Roolfs. Der bisherige Chefarzt am Henriettenstift, Dr. Peter N. Meier, bleibt der Klinik als Senior Consultant erhalten und bringt seine langjährige Expertise weiterhin in die Versorgung und in Fortbildungsformate ein.
Spezialversorgung für CED
Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wird in enger Zusammenarbeit mit niedergelassenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen deutschlandweit umgesetzt. Ziel ist eine leitliniengerechte, koordinierte Versorgung komplexer CED-Verläufe mit definierten Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Therapie. Sie ermöglicht eine schnellere Diagnose und Zugang zu modernen Behandlungen, um die Lebensqualität Betroffener zu steigern.

Kontakt
Prof. Dr. Ahmed Madisch
Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin und Gastroenterologie
Telefon: (05 11) 289-34 08
E-Mail: ahmed.madisch@diakovere.de
