HENRIKE stärkt Pränataldiagnostik sowie Vor- und Nachsorge

Mit der 1000. Geburt 2026 unterstreicht das neue DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE die hohe Akzeptanz in der Region und darüber hinaus. Entscheidend ist eine enge Verzahnung zwischen Kinderheilkunde und hoch spezialisierter Pränataldiagnostik.

Mit der 1000. Geburt im laufenden Jahr bestätigt das Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE die schnelle Etablierung des neuen Standorts, der geburtshilfliche Versorgung, Neonatologie und pränatalmedizinische Expertise zusammenführt. Patientinnen profitieren von kurzen Wegen, großzügig geplanten Strukturen mit neun Kreißsälen sowie der unmittelbaren Nähe zur Kinderklinik AUF DER BULT. Niedergelassene Praxen haben den Vorteil, dass spezielle Diagnostik schnell und gezielt durchgeführt werden kann. „Unser Ziel ist es, die Geburt für Mutter und Kind besonders sicher zu machen“, so Prof. Dr. Schild, Chefarzt der Geburtshilfe.

Das Team der fachübergreifenden Gemeinschaftspraxis im DIAKOVERE Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE:

Prof. Dr. Ralf Schild (v. l.), Chefarzt der Geburtshilfe, Oberärztin Dr. Claudia Seidig und Oberärztin Beena Thorns.

Differenzierte Feindiagnostik im MVZ

Ein zentraler Bestandteil ist die spezialisierte Pränataldiagnostik, unter anderem mit der Ultraschallambulanz (DEGUM II und III) im angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) direkt im Haus. Sie wird werktäglich angeboten und umfasst differenzierte Feindiagnostik sowie Zweit- und Drittmeinungen.

„Unser Ziel ist es, die Geburt für Mutter und Kind besonders sicher zu machen.“
Prof. Dr. Ralf Schild

Der wesentliche Vorteil liegt in der direkten Anbindung an die klinische Versorgung: Bei auffälligen Befunden können Diagnostik, interdisziplinäre Beratung und weitere Maßnahmen ohne Verzögerung abgestimmt werden. Neonatologie, Kinderchirurgie und weitere Fachrichtungen werden bei Bedarf frühzeitig eingebunden. „Das macht es besonders, weil wir für alle Auffälligkeiten eine gute Diagnostik bieten und die Therapieoptionen haben“, betont Prof. Dr. Schild. Die Kombination aus technischer Ausstattung und ausgewiesener Expertise ermöglicht eine differenzierte Diagnostik über alle Trimester hinweg. Dies schafft eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die weitere Betreuung und Behandlung.

Weiterentwicklung der Versorgung und Digitalisierung

Das Versorgungskonzept ist auf durchgängige Betreuung ausgerichtet – von der Diagnostik über die Geburt bis in die postpartale Phase. Ergänzende Angebote werden aktuell gezielt ausgebaut, insbesondere im Bereich Elternschule, Stillberatung und strukturierter Nachsorge. Parallel können geeignete Leistungen wie Fern-CTGs zukünftig ambulant organisiert werden, um stationäre Aufenthalte zu reduzieren, ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen. „Damit orientieren wir uns an positiven Erfahrungswerten aus anderen Ländern“, so der Chefarzt.

Darüber hinaus werden im Rahmen strategischer Weiterentwicklungsprozesse
zusätzliche Versorgungsbausteine etabliert. Geplant sind unter anderem eine Intermediate Care zur erweiterten Betreuung maternaler Komplikationen sowie ein hebammengeleiteter Kreißsaal als ergänzendes Angebot.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung: Eine patientenorientierte App sowie der Einsatz digitaler und perspektivisch KI-gestützter Systeme zur Unterstützung von Dokumentation, Kommunikation und Diagnostik sind in Planung. Ziel ist die Reduktion administrativer Prozesse und eine verbesserte Verfügbarkeit von Informationen entlang des gesamten Behandlungsverlaufs. „So können wir eine strukturierte Weiterbetreuung auch bei komplexen Verläufen für Praxen und
Patientinnen sicherstellen und erleichtern“, sagt Prof. Dr. Schild.

U2 strukturiert integriert

Die U2-Untersuchung erfolgt im Mutter-Kind-Zentrum HENRIKE im Rahmen des stationären Aufenthalts in enger Kooperation mit dem Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT. Sie wird montags bis samstags durch pädiatrische Fachärztinnen und -ärzte sichergestellt.

Neben der vollständigen klinischen Untersuchung der Neugeborenen umfasst die U2 alle etablierten Screenings, darunter das erweiterte Stoffwechselscreening, das Hörscreening, die Pulsoxymetrie sowie gegebenenfalls die Hüftsonografie. Durch die enge Anbindung an die Kinderklinik sind bei Auffälligkeiten unmittelbar weiterführende Abklärungen oder therapeutische Schritte möglich. Daraus ergibt sich ein strukturierter, leitliniengerechter Start in die pädiatrische Versorgung mit klar definierten Übergängen zur U3 und zur weiteren ambulanten Betreuung.

Kontakt

Prof. Dr. Ralf Schild, MA FRCOG, DEGUM III
Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Telefon: (05 11) 8115-3800
E-Mail: ralf.schild@diakovere.de