
Björn Wuttig, neuer Referent für das Zuweisungsmanagement.
„Wir wollen den Zuweisenden einen klaren, verlässlichen Weg anbieten.“
Björn Wuttig übernimmt bei DIAKOVERE das Zuweisungsmanagement. Im Interview spricht er über seine neue Aufgabe, über geplante Strukturen, feste Ansprechpersonen und darüber, wie sich Zuweisungen künftig einfacher, schneller und zielgerichteter gestalten lassen.
Herr Wuttig, worum geht es beim neuen Zuweisungsmanagement?
Wir wollen die Zusammenarbeit mit zuweisenden Praxen verbindlicher, transparenter und strukturierter gestalten. Persönliche Kontakte bleiben wichtig, werden aber durch klare Strukturen ergänzt. Ziel ist es, dass Zuweisende schnell wissen, wen sie ansprechen können und wie Patientinnen und Patienten gezielt in die passenden Fachbereiche gelangen.
Warum ist dieser Schritt jetzt notwendig?
Der Versorgungsmarkt verändert sich stark, die Anforderungen an Kliniken auch im Hinblick auf Erreichbarkeit, Steuerung und Patientenorientierung steigen. Klare Prozesse sind daher entscheidend. Wir wollen bestehende Beziehungen stärken, neue Kooperationen entwickeln und uns als verlässlicher Partner im Versorgungsnetz positionieren.
Was ändert sich konkret?
Zuweisungen liefen bislang häufig dezentral und individuell. Das war oft gut etabliert, aber nicht immer transparent. Künftig bündeln und strukturieren wir diesen Weg – ohne funktionierende Kontakte zu ersetzen. Ein zentraler Schritt ist eine klar definierte Erreichbarkeit: Zuweisende erhalten einen festen Zugang zu DIAKOVERE mit klaren Ansprechpersonen und Zuständigkeiten. So wird das zentrale Problem „Wen rufe ich an?“ schnell gelöst.
Welchen Nutzen hat das für den Praxisalltag?
Vor allem mehr Orientierung und Verlässlichkeit für den Alltag in der ambulanten Praxis. Bei zeitnahem Abklärungsbedarf wird der Weg in die Klinik einfacher, schneller und zielgerichteter erfolgen. Unnötige Umwege – etwa über nicht immer indizierte Notaufnahmen – lassen sich so vermeiden. Gleichzeitig bleibt die persönliche Abstimmung immer zentraler Bestandteil: Das kollegiale Gespräch zwischen Ärztinnen und Ärzten ist und bleibt ein wichtiger Qualitätsfaktor im Zuweisungsprozess.
Was bedeutet „gezielte Steuerung"?
Patientinnen und Patienten sollen möglichst passgenau in die geeignete medizinische Fachabteilung bei DIAKOVERE gelangen. Eine frühzeitige Abstimmung hilft, Kapazitäten besser zu nutzen und Behandlungswege effizienter zu gestalten – zum Vorteil aller Beteiligten.
Welche Rolle übernehmen Sie dabei?
Ich sehe mich als zentrale Schnittstelle zwischen Zuweisenden und Kliniken. Meine Aufgabe ist es, Strukturen weiterzuentwickeln, Prozesse zu begleiten und Rückmeldungen zusammenzuführen – also zu vernetzen, zu moderieren und Impulse für Verbesserungen zu geben.
Wie entwickeln Sie das System weiter?
Zunächst analysieren wir Abläufe und optimieren Erreichbarkeit sowie Zuständigkeiten. Ein wichtiger Baustein ist die systematische Einbindung von Feedback aus dem ambulanten Bereich – also von den Niedergelassenen. Künftig wollen wir Rückmeldungen strukturiert erfassen und für die gesamte Organisation nutzbar machen.
Woran messen Sie den Erfolg?
An quantitativen und qualitativen Faktoren: etwa an der Entwicklung von Zuweisungen, an stabilen und neuen Kontakten sowie an der Zufriedenheit. Entscheidend ist, ob Zuweisende schneller und einfacher zu einer guten Versorgungslösung für die Patientinnen und Patienten gelangen.
Wie geht es perspektivisch weiter?
Nach dem Aufbau klarer Zugangswege werden wir Prozesse weiter vereinheitlichen und schrittweise digitale Lösungen ergänzen. Wichtig ist: Digitalisierung soll unterstützen und praktikable Lösungen bieten, nicht belasten. Im Mittelpunkt bei DIAKOVERE steht weiterhin der Mensch.
Was motiviert Sie persönlich?
Mich reizt die Aufgabe, bestehende gute Ansätze zu bündeln und daraus einen verlässlichen, übergreifenden Rahmen zu entwickeln. Wenn es gelingt, den Zuweisenden klare Wege zu bieten und damit gleichzeitig die Versorgung in der Region weiter zu verbessern, dann ist viel erreicht.
Zur Person
Seit April 2026 verantwortet Björn Wuttig das Zuweisungsmanagement bei DIAKOVERE. Bereits seit August 2020 ist er im Unternehmen tätig und hat das Zentrale Belegungsmanagement mit aufgebaut und weiterentwickelt. Wuttig ist gelernter Krankenpfleger und war 17 Jahre in der Intensivpflege tätig; zudem verfügt er über Erfahrungen im Rettungsdienst. Berufsbegleitend absolvierte er das Studium MBA Gesundheitsmanagement und schloss dieses mit dem Master ab.

Kontakt
Björn Wuttig
Referent Zuweisungsmanagement
Telefon: (05 11) 5354-4497
E-Mail: bjoern.wuttig@diakovere.de
